Drei Könige, der Gral und der Tempel des Merkur

aus dem Endspurt des vorigen Jahres, aber die Gralsgeschichte 2 erwärmt die Herzen der Weltkulturler auch im Endspurt des Jahres 2010. Noch eine WeltGralsgeschichte aus 2009 zum Mannheimer Schillerjahr gibt es hier.
Eine Spurensuche, gebloggt und versiegelt! :>

Ich liebe die 3 Könige, bescheren sie mir doch jedes Jahr einen Feiertag. Doch, bei uns schon, ich arbeite in Baden-Württemberg. Lasset uns preisen und sternsingen. Aber dieses Jahr wollte ich schon wissen, warum man in Bayern und hier (Sachsen-Anhalt auch, ich weiß) die Feier tagt und ja, ich war auch einst ein Sternsinger. Immer der Schwarze mit dem Rauchfass. Aber wozu das alles? Hei, in Köln haben sie um die 3 Könige Caspar, Melchior und Balthasar einen Dom außen herum gebaut, macht sich gut als Kulisse für den Bahnhof und das Früh, obwohl sie in Kölle gar kein Feiertag dazu haben, alaaf.
Wenn man aber voll ins Reliquien-Recherche-Buisness einsteigt, findet man mal wieder Helena, die auch die 3 Könige fand. Immer diese Helena. Klar, die Grabkirche, das Kreuz Christi. Und ja, das Zeug liegt jetzt in Wien. Reichskleinodien. Doch. Die heilige Lanze und die Kreuzpartikel, alles HÖCHSTE Schätze des Reiches deutscher Nation. Lacht nicht. Das trugen die deutschen Kaiser, samt den österreichischen, absolute Machtpolitiker, alle. Sogar der braune Nazi-Österreicher ließ sie wieder aus Wien nach Nürnberg bringen. 1938!
Irgendwie scheint ja da doch ‚was ‚dran zu sein.. Helena, Mutter von Konstantin. Gründer von Konstantinopel. Römischer Kaiser, erst in Trier und dann im gesamten Weltreich. Hei, das war auch kein Waisenknabe, ein harter Krieger, erhob das Christentum fast schon zur Staatsreligion oder so und mischte gleich in den Konzilen umher.
Ja, ja diese Helena. Hei, da fällt mir ein: Trier, da war ich doch gerade. Und dort lebte diese Helena. Genau. Dort haben sie einen Dom um den heiligen Rock herum gebaut, auch von Helena gestiftet. Wie gesagt, das ist nicht irgendein bigotter Pippi-Kram. Da ging es neben dem religiösen Eifer um hohe Politik. Das ist TOPP. Da hängt sogar die UNESCO mit drin. Alles kulturelles Welterbe!

„Du solltest über den Gral schreiben.“ Fast wäre das Laptop umgefallen. Ich saß in der wlan-Kneipe in Ladenburgs Altstadt und googelte das Siehe-Oben vor mich hin, als mich eine Frau von hinten ansprach. „Nochmal über den Gral, das von letztem Jahr war ja nicht so der Hit“. Ich konnte immer noch nichts sagen, so etwas war mir noch nie passiert. „Hei, guck nicht so, ich lese Dein Blog, das Blog, ich weiß und hätte ich kommentiert, dann wären wir auch per Du“. Was es nicht alles gab, Blog-Fans in offener Wildbahn. Verstörend allerdings war die Tatsache, dass es eine Dame mit Palästinenser-Tuch um den Kopf war und dem Aussehen nach eine Frau vom Mare Nostrum. Ein Namensschild verriet, dass es sich um eine Stadtführerin namens H. Caspar-Melchior handelte. Fast hätte ich gelacht, fast..“Das ist natürlich ein Pseudonym“, sagte sie auf das Schild äugend, „Fast.. Aber ich erzähle Dir die Story, willst Du mitbloggen?“ Ein Nicken verließ meinen Hals. Kein Ton fand die Kehle.
Und ich schrieb mit:

Natürlich hat Helena all diese Dinge nicht gefunden. Selbstverständlich nicht. Dafür hatten solche Leute schon immer ihre Leute, egal ob Sklaven oder andere mehr oder weniger fest Angestellte. Man ließ buddeln und finden. Es waren die kleinen Leute, wie immer und die kleinen Leute verraten den großen Leuten nicht alles, nicht immer alles. So auch hier. Helena hatte unter ihrem Gevolke auch eine kleine Frisösin, die in den Hauptgrabungsleiter verschossen war und ihm überallhin nachfolgte. Und als ihr Angehimmelter das Grab fand, es spielt gar keine Rolle, ob das echt war, da fand SIE einen vergammelten Becher. Einen Tonbecher. „Das Trinkgefäß vom letzten Abendmahl“, feixte einer der Buddler. Frisösen galten schon in der Antike als nicht allzu helle, sehr zu Unrecht. „Vom letzten Abendmahl“, hauchte sie, „der Gral“ und nahm ihn mit. Interessierte ja niemand. Jeder wusste, damals schon dass Joshua, Jesus

wie ihn die Römer nannten, der Bruder, zum Herrn und Christos mutiert, nie im Leben beim letzten Abendmahl einen gewöhnlichen Tonbecher benutzt hätte, dazu benutzt man einen Gral, einen Kelch mit Rubinen oder so, Da Vinci hat das ja schon richtig gemalt, später. Aber unsere Frisösin spürte, dass dieser Tonbecher aus Jerusalem etwas besonderes hatte. Also nahm sie ihn mit. Nach Hause, in die Kaiserstadt Trier. Und weil es im Hause des Konstantin auf einmal so christlich zuging, mit Beichte dauernd, beten, kasteien und auf jeden Fall wenig bis gar keinen Sex und das nur in einer Position, beschloss der Buddler sehr bald diese eher langweilige Umgebung zu verlassen, um die Taberna an der Straße nach Metz zu übernehmen. Tawern heißt der Ort heute. Und unsere Frisösin folgte ihm nach. Ihre Schwester übernahm des Buddlers Bruder und zu viert führten sie ihre Taberna in Tawern glücklich und zufrieden und opferten dem Merkur im Tempel, der heute wiederaufgebaut auf dem Metzenberg in Tawern steht, dort wo SIE ihn wieder aufgebaut haben.
Als es aber mit der alten Religion abwärts ging und es zuerst geschäftsschädigend, dann rufschädigend, später lebensschädigend war, statt in die Messe lieber zum Tempel zu gehen, die neue Religion war da auch eher ungnädig, wie die Vorgängerversion auch, nun da besann sich unsere Frisösin, deren Namen nie überliefert wurde auf „ihren“ Gral. Sie verbreitete es nun als erwiesene Tatsache, dass dies der „wahre Gral“ gewesen sei und ließ die nächste Töpferei tausende davon klonen, offiziell zwecks Merchandising, inoffiziell zu Opfertarnung. Man nahm also den Gral und füllte Apfelwein hinein, um sich vom Messwein abzugrenzen, sagte Viezewein dazu, um die gläubigen Römer-Katholiken zu täuschen und aß ein gutes Steak dazu, vom Ochsenspieß aus der Taberna. Aber nur wir eingeweihten Graler wussten, das dies nur das geheime Ritual einer Ochsenopferung für den Gott des Handels war, Merkur, gesegnet sei sein Name und an Weihnachten auch einmal Jupiter.
Aber wie die großen Leute nun einmal sind, Helena fand das Treiben heraus und schickte die Vize-Bischöfe und Vize-Prälaten in die Taberna zum missionieren. Nein, nicht die Stellung. In echt, mit Weihwasser zur Taufe und allem. Unser Buddler samt Anhang suchte dann irgendwann das Weite und die Frisösin folgte ihm wie immer nach, inzwischen mit all ihren 8 Kindern. Ihr Schwager hatte einen Zenturio in Ladenburg zur angeheirateten Verwandtschaft und der erzählte bei einem nächtlichen Grabmahl über eine freie Taberna in Ladenburg hier, günstig zu erwerben, weil leicht vergammelt, die Alemannen hatten dieStadt zerstört und es gab noch nicht so viele wehrhafte Christen. Also zogen sie hierher nach Ladenburg und frönten ihrer Gralsmähler. So gut war ihr Ruf, so gut der Apfelwein und der Ochs am Spieß, dass der ganze nahe Odenwald zusammen lief um zu huldigen. Ihre Kinder führten die Taberna, ihren „Laden“ hier fort. (Doch der Name stammt von da, doch, glaub nicht immer den Historikern.) Aber als Valentinian dann Ladenburg wieder eroberte und der Christengott dann alleiniger Herrgott wurde (Bruder Joshua war nun endgültig verschwunden) gingen sie mit den Gralsmahlen in den Untergrund, nur die Äpplwoi-Bembel im Odenwald künden noch von ihrem Wirken, wenn auch das arme Bergvolk in den Verhauen der Geschichte das Ochsenopfer zu Handkäse mit Musik konvertierte. Nur eine handvoll Eingeweihter, die direkten Nachfahren der Frisösin und des Buddlers kennen noch das ursprüngliche Geheimnis. Sie rollte die Augen. Alle Welt glaubt daran, dass die Merowinger die Nachfahren Christi und der Magdalena waren, aber keiner glaubt an die lange Menschenkette eines Buddlers samt Frisösin.
Ihr Apfelwein und Steak wurde serviert und sie aß schweigend, mit bohrenden Augen.
In Tawern aber, sagte sie zwischen den Schlucken, verlor sich die Geschichte total. Helena und ihre christlichen Betschwestern und Brüdern tilgten das geheime Wissen aus, aber da die Menschen weiterhin nur Apfelwein trinken konnten, die Winzer an der Mosel waren schon immer etwas teurer, behielten sie auch das Viez-Trinken aus irdenen Gefäßen bei, wie hätten sie auch teures venezianisches Glas finanzieren können. Als das Glas dann aber erschwinglich war und der Wohlstand auch an Saar und Mosel langsam ausbrach, wollte man aber den Viez nicht mehr aus Durchsichtigem trinken und fertigte die Gefäße aus Porzellan und nannte sie Porz. So einfach ist das. Wenn du den Gral suchst, gehe nach Trier und frage nach Porz.
Ich schrieb alles brav mit, ihr Funkeln in den Augen ließ mich dies ratsam sein. Sie aß zu Ende, trank ihren Äpplwoi aus,murmelte etwas lateinisches, aus dem ich nur Mercurius heraushörte und spritzt auf, als ein älterer Mann urplötzlich schrie: „Helena…“, den Rest verstand ich nicht, es war ein äußerst vulgäres Latein, mir arabischen Fetzen durchsetzt, es hätte auch hebräisch sein können oder doch nur ein obskurer albanischer Dialekt. Sie zahlte und wisperte mir dann noch ins Ohr: „Nicht vergessen, wenn Du den Gral suchst, gehe nach Trier. Blogge das, bevor uns Dan Brown wieder den Templern und Freimaurern ausliefert. Was willst Du in Köln bei den 3 Königen? Und laut schrie sie: Ich komme Balthasar, wo sind Caspar und Melchior?“
Ich sollte aufhören öffentlich zu bloggen. Man wird nur verschaukelt von seinen Lesern. Diese Story ist doch ZU seltsam. Soll ich sie freigeben, bloggen? Ich bestellte mir einen gespritzten Apfelwein in einer Glühweintasse (man war sowieso einiges gewohnt von mir) und der Mauszeiger näherte sich dem Veröffentlichen-Button. Ich bin Agnostiker,wer weiß schon was alles sein könnte. Meine Leser werden es wissen. Hallo Helena, willst Du nicht kommentieren? Klick.

Drei Könige, der Gral und der Tempel des Merkur

aus dem Endspurt des vorigen Jahres, aber die Gralsgeschichte 2 erwärmt die Herzen der Weltkulturler auch im Endspurt des Jahres 2010. Noch eine WeltGralsgeschichte aus 2009 zum Mannheimer Schillerjahr gibt es hier.
Eine Spurensuche, gebloggt und versiegelt! :>
Ich liebe die 3 Könige, bescheren sie mir doch jedes Jahr einen Feiertag. Doch, bei uns schon, ich arbeite in Baden-Württemberg. Lasset uns preisen und sternsingen. Aber dieses Jahr wollte ich schon wissen, warum man in Bayern und hier (Sachsen-Anhalt auch, ich weiß) die Feier tagt und ja, ich war auch einst ein Sternsinger. Immer der Schwarze mit dem Rauchfass. Aber wozu das alles? Hei, in Köln haben sie um die 3 Könige Caspar, Melchior und Balthasar einen Dom außen herum gebaut, macht sich gut als Kulisse für den Bahnhof und das Früh, obwohl sie in Kölle gar kein Feiertag dazu haben, alaaf.
Wenn man aber voll ins Reliquien-Recherche-Buisness einsteigt, findet man mal wieder Helena, die auch die 3 Könige fand. Immer diese Helena. Klar, die Grabkirche, das Kreuz Christi. Und ja, das Zeug liegt jetzt in Wien. Reichskleinodien. Doch. Die heilige Lanze und die Kreuzpartikel, alles HÖCHSTE Schätze des Reiches deutscher Nation. Lacht nicht. Das trugen die deutschen Kaiser, samt den österreichischen, absolute Machtpolitiker, alle. Sogar der braune Nazi-Österreicher ließ sie wieder aus Wien nach Nürnberg bringen. 1938!
Irgendwie scheint ja da doch ‚was ‚dran zu sein.. Helena, Mutter von Konstantin. Gründer von Konstantinopel. Römischer Kaiser, erst in Trier und dann im gesamten Weltreich. Hei, das war auch kein Waisenknabe, ein harter Krieger, erhob das Christentum fast schon zur Staatsreligion oder so und mischte gleich in den Konzilen umher.
Ja, ja diese Helena. Hei, da fällt mir ein: Trier, da war ich doch gerade. Und dort lebte diese Helena. Genau. Dort haben sie einen Dom um den heiligen Rock herum gebaut, auch von Helena gestiftet. Wie gesagt, das ist nicht irgendein bigotter Pippi-Kram. Da ging es neben dem religiösen Eifer um hohe Politik. Das ist TOPP. Da hängt sogar die UNESCO mit drin. Alles kulturelles Welterbe!

„Du solltest über den Gral schreiben.“ Fast wäre das Laptop umgefallen. Ich saß in der wlan-Kneipe in Ladenburgs Altstadt und googelte das Siehe-Oben vor mich hin, als mich eine Frau von hinten ansprach. „Nochmal über den Gral, das von letztem Jahr war ja nicht so der Hit“. Ich konnte immer noch nichts sagen, so etwas war mir noch nie passiert. „Hei, guck nicht so, ich lese Dein Blog, das Blog, ich weiß und hätte ich kommentiert, dann wären wir auch per Du“. Was es nicht alles gab, Blog-Fans in offener Wildbahn. Verstörend allerdings war die Tatsache, dass es eine Dame mit Palästinenser-Tuch um den Kopf war und dem Aussehen nach eine Frau vom Mare Nostrum. Ein Namensschild verriet, dass es sich um eine Stadtführerin namens H. Caspar-Melchior handelte. Fast hätte ich gelacht, fast..“Das ist natürlich ein Pseudonym“, sagte sie auf das Schild äugend, „Fast.. Aber ich erzähle Dir die Story, willst Du mitbloggen?“ Ein Nicken verließ meinen Hals. Kein Ton fand die Kehle.
Und ich schrieb mit:

Natürlich hat Helena all diese Dinge nicht gefunden. Selbstverständlich nicht. Dafür hatten solche Leute schon immer ihre Leute, egal ob Sklaven oder andere mehr oder weniger fest Angestellte. Man ließ buddeln und finden. Es waren die kleinen Leute, wie immer und die kleinen Leute verraten den großen Leuten nicht alles, nicht immer alles. So auch hier. Helena hatte unter ihrem Gevolke auch eine kleine Frisösin, die in den Hauptgrabungsleiter verschossen war und ihm überallhin nachfolgte. Und als ihr Angehimmelter das Grab fand, es spielt gar keine Rolle, ob das echt war, da fand SIE einen vergammelten Becher. Einen Tonbecher. „Das Trinkgefäß vom letzten Abendmahl“, feixte einer der Buddler. Frisösen galten schon in der Antike als nicht allzu helle, sehr zu Unrecht. „Vom letzten Abendmahl“, hauchte sie, „der Gral“ und nahm ihn mit. Interessierte ja niemand. Jeder wusste, damals schon dass Joshua, Jesus, wie ihn die Römer nannten, der Bruder, zum Herrn und Christos mutiert, nie im Leben beim letzten Abendmahl einen gewöhnlichen Tonbecher benutzt hätte, dazu benutzt man einen Gral, einen Kelch mit Rubinen oder so, Da Vinci hat das ja schon richtig gemalt, später. Aber unsere Frisösin spürte, dass dieser Tonbecher aus Jerusalem etwas besonderes hatte. Also nahm sie ihn mit. Nach Hause, in die Kaiserstadt Trier. Und weil es im Hause des Konstantin auf einmal so christlich zuging, mit Beichte dauernd, beten, kasteien und auf jeden Fall wenig bis gar keinen Sex und das nur in einer Position, beschloss der Buddler sehr bald diese eher langweilige Umgebung zu verlassen, um die Taberna an der Straße nach Metz zu übernehmen. Tawern heißt der Ort heute. Und unsere Frisösin folgte ihm nach. Ihre Schwester übernahm des Buddlers Bruder und zu viert führten sie ihre Taberna in Tawern glücklich und zufrieden und opferten dem Merkur im Tempel, der heute wiederaufgebaut auf dem Metzenberg in Tawern steht, dort wo SIE ihn wieder aufgebaut haben.
Als es aber mit der alten Religion abwärts ging und es zuerst geschäftsschädigend, dann rufschädigend, später lebensschädigend war, statt in die Messe lieber zum Tempel zu gehen, die neue Religion war da auch eher ungnädig, wie die Vorgängerversion auch, nun da besann sich unsere Frisösin, deren Namen nie überliefert wurde auf „ihren“ Gral. Sie verbreitete es nun als erwiesene Tatsache, dass dies der „wahre Gral“ gewesen sei und ließ die nächste Töpferei tausende davon klonen, offiziell zwecks Merchandising, inoffiziell zu Opfertarnung. Man nahm also den Gral und füllte Apfelwein hinein, um sich vom Messwein abzugrenzen, sagte Viezewein dazu, um die gläubigen Römer-Katholiken zu täuschen und aß ein gutes Steak dazu, vom Ochsenspieß aus der Taberna. Aber nur wir eingeweihten Graler wussten, das dies nur das geheime Ritual einer Ochsenopferung für den Gott des Handels war, Merkur, gesegnet sei sein Name und an Weihnachten auch einmal Jupiter.
Aber wie die großen Leute nun einmal sind, Helena fand das Treiben heraus und schickte die Vize-Bischöfe und Vize-Prälaten in die Taberna zum missionieren. Nein, nicht die Stellung. In echt, mit Weihwasser zur Taufe und allem. Unser Buddler samt Anhang suchte dann irgendwann das Weite und die Frisösin folgte ihm wie immer nach, inzwischen mit all ihren 8 Kindern. Ihr Schwager hatte einen Zenturio in Ladenburg zur angeheirateten Verwandtschaft und der erzählte bei einem nächtlichen Grabmahl über eine freie Taberna in Ladenburg hier, günstig zu erwerben, weil leicht vergammelt, die Alemannen hatten dieStadt zerstört und es gab noch nicht so viele wehrhafte Christen. Also zogen sie hierher nach Ladenburg und frönten ihrer Gralsmähler. So gut war ihr Ruf, so gut der Apfelwein und der Ochs am Spieß, dass der ganze nahe Odenwald zusammen lief um zu huldigen. Ihre Kinder führten die Taberna, ihren „Laden“ hier fort. (Doch der Name stammt von da, doch, glaub nicht immer den Historikern.) Aber als Valentinian dann Ladenburg wieder eroberte und der Christengott dann alleiniger Herrgott wurde (Bruder Joshua war nun endgültig verschwunden) gingen sie mit den Gralsmahlen in den Untergrund, nur die Äpplwoi-Bembel im Odenwald künden noch von ihrem Wirken, wenn auch das arme Bergvolk in den Verhauen der Geschichte das Ochsenopfer zu Handkäse mit Musik konvertierte. Nur eine handvoll Eingeweihter, die direkten Nachfahren der Frisösin und des Buddlers kennen noch das ursprüngliche Geheimnis. Sie rollte die Augen. Alle Welt glaubt daran, dass die Merowinger die Nachfahren Christi und der Magdalena waren, aber keiner glaubt an die lange Menschenkette eines Buddlers samt Frisösin.
Ihr Apfelwein und Steak wurde serviert und sie aß schweigend, mit bohrenden Augen.
In Tawern aber, sagte sie zwischen den Schlucken, verlor sich die Geschichte total. Helena und ihre christlichen Betschwestern und Brüdern tilgten das geheime Wissen aus, aber da die Menschen weiterhin nur Apfelwein trinken konnten, die Winzer an der Mosel waren schon immer etwas teurer, behielten sie auch das Viez-Trinken aus irdenen Gefäßen bei, wie hätten sie auch teures venezianisches Glas finanzieren können. Als das Glas dann aber erschwinglich war und der Wohlstand auch an Saar und Mosel langsam ausbrach, wollte man aber den Viez nicht mehr aus Durchsichtigem trinken und fertigte die Gefäße aus Porzellan und nannte sie Porz. So einfach ist das. Wenn du den Gral suchst, gehe nach Trier und frage nach Porz.
Ich schrieb alles brav mit, ihr Funkeln in den Augen ließ mich dies ratsam sein. Sie aß zu Ende, trank ihren Äpplwoi aus,murmelte etwas lateinisches, aus dem ich nur Mercurius heraushörte und spritzt auf, als ein älterer Mann urplötzlich schrie: „Helena…“, den Rest verstand ich nicht, es war ein äußerst vulgäres Latein, mir arabischen Fetzen durchsetzt, es hätte auch hebräisch sein können oder doch nur ein obskurer albanischer Dialekt. Sie zahlte und wisperte mir dann noch ins Ohr: „Nicht vergessen, wenn Du den Gral suchst, gehe nach Trier. Blogge das, bevor uns Dan Brown wieder den Templern und Freimaurern ausliefert. Was willst Du in Köln bei den 3 Königen? Und laut schrie sie: Ich komme Balthasar, wo sind Caspar und Melchior?“
Ich sollte aufhören öffentlich zu bloggen. Man wird nur verschaukelt von seinen Lesern. Diese Story ist doch ZU seltsam. Soll ich sie freigeben, bloggen? Ich bestellte mir einen gespritzten Apfelwein in einer Glühweintasse (man war sowieso einiges gewohnt von mir) und der Mauszeiger näherte sich dem Veröffentlichen-Button. Ich bin Agnostiker,wer weiß schon was alles sein könnte. Meine Leser werden es wissen. Hallo Helena, willst Du nicht kommentieren? Klick.

Wünsche wünsche Traum

Träume schwimmen auf dem Meer
das ich auch schon lange vergas
gehisste Segel schippern
verschimmelte Wünsche
ein frischer Wind
bläst von Morgen

Ich klage mir ein Kind
in den Bauch Frauen
können doch auch
wer kennt schon
das Ei des Kolumbus

Gebrauchte Teelichter
am Strand der Uhren
tropfen Wachs in den Sand
Störche klappern
im sieben achtel Takt

Träume schimmeln auf Segeln
und der Wind bläst
ein Lächeln in die Morgen

Auch ich war einst ein Kopftuchmädchen

(Bekenntnisse eines Abendländers, inspiriert durch Susanne Englmayer aka engl @ adsurdum)auf light-inside.de)

Das war ein privater Fasnachtsvortrag 1964, man sieht die aufgemalten Schnurrbärte des eigentlichen Trapper-Kostüms. Das war meine ganz heiße Karl May-Zeit, ich denke da hatte ich schon 2/3 der May-Titel konsumiert und meine einzige Quelle, was den Islam betraf, damals.
Aber ganz deutlich: Frau wurde ganz eindeutig mit Kittelschürze und Kopftuch karikiert. Das Kopftuch war noch zu der Zeit ein Schutz der Haare vor Staub, nichts sonst. Und es gehörte zu Deutschland, wie zum restlichen Europa auch. Von wegen jeden Tag duschen oder gar Haare waschen. Wir hatten einen Kohle-Badeofen und das galt bereits als mittlerer Luxus und der wurde nur Samstags angemacht und das Badewasser wurde geteilt. Wie sollte Frau da ihr Haar pflegen, in voller Länge und Dauerwelle? Schmutzvermeidung war angesagt. Ganz einfach. Die christliche Hausfrau trug bei staubentwickelnder Arbeit Kopftuch, auch als Sicherheit! Aber sag das mal der Jungen Union heute….

[update]Susanne hat eine Facebook Seite aufgemacht, in die man sich eintragen kann, wenn man auch ein Kopftuchmädchen war…. [/update]

Tatort im Kinderzimmer bei den armen Leuten früher

“Sei ein Engel und spinn mir ein Bier”. “Sag noch einmal -sei ein Engel- zu mir, EINMAL und ich reiß’ auch noch die Wurzel Deines Einhorns aus deinem Weichhirn, ich BIN ein Engel.” “Engel gibt es sowenig wie Einhörener, das wussten schon meine Vorfahren, die Drachenältesten.” “Gebt Ruhe, wie soll ich die Hölle sonst heizen? Spei weiter Feuer, ich bezahl dich gut, Du hattest heute schon 34 Trolle.” “Elfenmännchen, ich brauch ein Elfenmännchen.” “Ruhe im Puff, Papa kommt.”
“…..und so sang der Engelschor seine Weisen in das Halleluja der hohen Tannen, bis auch der letzte Schnee von den Tannen gefallen war und alle kleinen Kinder sich auf die Ostern freuen konnten.”
“Nacht Kinder, so brav, brav. Vorgelesen die ältesten. Gut’s Nächtle, träumet süß”
“Hex, hex, alle Geister, Tatort erscheine” “Leiser, Drache, leiser, wo kommt er her?” “Draußen, von Duisburg tönt es her.” “Danke, Tante Elis, für den Mini-TV, danke, Elisabeth.”

manno

gut
schön
klasse
hervorragend
wunderbar
geil
herausragend
spitze
sensationell
erlebnisreich
erregend
berührend
angeregt
gebührend
kantig
eckig
lockend
demütig
sinnvoll
sinnreich
nervenspitzig
cool
unlangweilig

(unvollständige Liste to be continued next year)

so viele schöne Worte und alle Welt wünscht mir „frohe“ Weihnacht und ich möge „besinnlich“ sein..

Am heutigen Tag denkt der Agnostiker wie so oft an den Mann, der in der christlichen Weihnachtsgeschichte am schlechtesten wegkommt: „Joseph“.

Uhne Ferz mit einem Text von mir.
Josefslied: Logga, Mary logga

23. Dezember: Mütter gegen Atomkraft e.V.

Zum zweiten mal (siehe hier) hat Binca Gade eine Geschichte von mir für http//adventpodcast.de ausgesucht, für den Verein Mütter gegen Atomkraft e.V. ausgesucht. Frank Budszuhn hat diese Story aus der Bibliothek des weihnerlichen Grauens gelesen. Passt alles. Ich freue mich.

Zum Hören ins Bild klicken!

Tweihnachtsmärkte

Im Dezember 1146 begab sich der Kaiser mit den Großen des Reiches von Frankfurt nach Speyer,um hier das Weihnachtsfest zu feiern…
Zur Weihnacht 1146 predigte der „heilige“ Bernhard von Clairvaux im Dom zu Speyer solange und sang Marienlieder, bis sich der deutsche Kaiser Konrad III samt seinem Neffen, und kaiserlichem Barbarossa-Nachfolger, dem Kreuzzug des Papstes gegen den Islam anschlossen.
Seit 854 Jahren dieses Theater.

und bestimmt gab es auch damals Leute, die einfach nur Weihnachten feiern wollten.
Egal mit welchen Göttern Licht in die Dunkelheit schickten, IHR Licht am Hotel der deutschen Kaiser und den Kaiser Kaiser sein ließen und den Papst den Papst, samt dem christlichen Abendland und dessen Leidkultur.

wie heute wieder.. immmer noch, einfach friedlich sich treffen und essen und trinken zur Ehre der Freundschaft, wenn schon

was scheren uns die alten Konzile in Konstanz…

Ach, die Freiheit der Gedanken

Gedanken lösen Buchstaben. Nicht auf. Sie tanzen über die Sätze und sehnen sich nach Runen, oder den Kalligrafen des Orient. Sie ängsten vor der Tastatur, selbst die softe auf dem Android fürchten sie und den Füller auf der Kladde wollen sie zerlächeln.

Soll ich Gedanken zwingen in Gänsekiele zu fließen, ich hätte auch gar keine Tinte dafür, müsste Patronen dafür lynchen. (Grüße an die Höllen_Time_line Mr. Lynch btw.)

Meine Gedanken sind frei. So frei sich nicht äußern zu wollen. Morgen wieder, vielleicht. Wenn ich sie malen wollte, sagen sie, dann könnte man vielleicht, reden, sagen sie. Ich meine, wie redet man mit eigenen Gedanken? Lyrik ginge immer, sagen die Altvorderen und liegen längs der Lappen. Ich könnte komponieren, Gedanken transponieren. Sie malen. Mich. Gedanken lösen sich, rennen durch Blockaden und schwimmen in die Losigkeit.
Die Gedanken sind frei….. Und ich? gedankenlos tippte er…

Teufel aber auch

Die Müdigkeit kroch ihm aus dem Hirn, man sah es, aber darunter leiden wir morgens um 5 in der Straßenbahn alle ‘mal, man spricht nicht darüber, es ist Teil unserer Zunft der Frühschichten. Aber heute saß mir der Teufel gegenüber. Doch. Sagte er jedenfalls. Höllenfürst grinste er schief. Gefallener Engel. Ich nickte wissend, sowas passiert morgens um 5, wenn der Schlaf 4 Stunden zu kurz war oder 6. Ich schlief schon tausend Jahre nicht mehr sagte er. Früher lag ich sogar im Fegefeuer und pofte. Ich nickte wissend. Kennen wir doch alle. Wenn die Müdigkeit aus dem Hirn kriecht. Agnostiker? Fragte er. Unverschämt die Frage, morgens um 5, wenn selbst die Ausstiege-rechts frieren und sich nach Links sehnen. Ja, Agnostiker. Ach, sagte er, wenn es keinen Gott mehr gibt, dann auch keine Teufel. Er spielte mit seinem Feuerzeug. Kennen wir, morgens um 5, wenn das Gehirn Lappen gähnt. Sei ein Engel und drücke auf den Halteknopf. Ich drückte und er lachte. Sei ein Engel und verschwand. Der Tag lachte und lockte mit Licht in 3 Stunden.

Guttat

Im Stadtwald von Neustadt, dort wo Bibi Blocksberg und Benjamin Blümchen wohnen, saß ein armes, armes Mädchen in ihren dünnen Jeans und nur mit einem dünnen Unterhemdchen, das ihr der böse Bruder übriggelassen hatte und weinte bittere Tränen. Es hatte Hunger und kein McDofald weit und breit, sogar ihren AiPod hatte die böse Schwester ihr weggenommen. Ihre Wasserflasche, die sie sonst immer dabei hatte, war vom bösen Bruder ausgeschüttet worden und sie aß den Schnee um nicht zu verdursten. Alles nur, weil sie den nächsten Level auf der Wii vor den beiden heimlich erreicht hatte. Sie pufften sie in den Stadtwald und ließen sie dort jämmerlich alleine, schon eine Viertelstunde lang. Sie sehnte sich nach ihrem AiPhone, das zu Hause auf dem Bettchen lag und die Tränen rannen ihren gepiercten Lippen entlang, immer weiter, bis dass der Schnee sie schluckte. Doch da erklang ein heiteres Gebimmel, von fern nahte Niklas, der heilige Rapper, der eine neue App auf seinem iPad ausprobierte und lachend Sternenklänge und Schlittengeläut in den Schnee schickte und gar wundersame Gefühle in dem Mädchen auslöste, so heimelig klang das nach der guten alten Zeit, als die bösen Kinder noch geprügelt wurden und um Punkt 17:00 gegessen, wenn der Herre Vater von der Maloche kam und Mutter blauäugig dünne Suppen kochte.
Niklas sah das arme Kind und bedeckte es mit seiner neuen Bomberjacke und fragte nur: „Brother ej?“ Das Mädchen nickte hoffnungsfroh und Niklas nahm das Kind bei der Hand und leitete es heim zum AiPhone und drohte dem bösen Bruder mit der Vergeltung der Gang, sollte dem armen Kind noch einmal der AiPod entwendet werden. Unter Tränen und schwerer Reue versprachen die böse Schwester und der böse Bruder dem heiligen Rapper Besserung und luden dem armen Mädchen alle Songs von ihm aus dem AiStore auf den AiPod, auf eigen Rechnung. Niklas der heiligste Rapper sah dies mit Freude, denn so wuchs aus der guten Tat die Börse, seine. Jede gute Tat wird belohnt, von den heiligen Mächten im Stadtwald von Neustadt in jener heiligen Zeit, die oft von Schneeschauern begleitet wird. Nikals der Rapper gedachte eine neue Song-App daraus zu machen: Ei, Mädchen im Walde, gute Tat im Wald, Brother….

so schaurig schön kitschig wie die Pfarrer Heiko Kuschel aka @citykirche_sw auf evangelisch.de kann ich das nicht, aber sarkastisch geht, mal so zur Abwechslung.

Worte

In meinem
Meer die Worte
einst
ein
gebläut
befreien
die Staben
zu Buch
finden
Gedanken
jenseits
der Worte

(Bildquelle facebook..)

Spontanes Crossover zu einem Bild von Rita Hausen, selbst Dichterin, eigentlich Hilde Domin gewidmet… ich hab mich getraut, obwohl … 😉 aber Rita ist eine alte Mitstreiterin, sintemals bei den Räubern 77… danke, Rita. Und siehe da Facebook ist doch zu etwas gute ;-))

so Wik, mein i

250 tausend Depeschen weiter sehen wir uns an, die Wahrheit und ich. Man fasst es nicht, aber DIE Wahrheit saß auf meinem Schoß und betrachtete mit mir die Wikileaks Depeschen, alle, einzeln, ausdauernd, nachhaltig, inniglich. Und dann lachten wir. Ich wollte sie küssen, aber DIE Wahrheit rutschte von meinen Knien und tanzte, dass es sie gar nicht gäbe und außerdem asexuell oder besser okto-sexuell sei, was ich aber wohl nicht verstünde. Es gäbe immer 5000 Wahrheiten, statistisch gesehen, so ungefähr. Und sie sei eben MEINE Wahrheit, eben gerade, so wahr wie all die Depeschen. “SO wahr?” fragte ich und zog sie wieder auf meine Schenkel. Sie hopste auf und ab und zeigte auf die letzte Depesche. So. Ich las und sah sie schwinden. Lametta-Depeschen küssten die Wahrheit und zerkringelten sich zersilbert ins All.
250 tausend Depeschen küssen mich. Auf meinem Schoß liegen Krümel des Weihnachtsbrezels. Ich verkaufe meine Zweifel den nagenden Grübeleien, aktie sie und drücke sie dem Geldwertenvorteil in die Nasenlöcher, bis er prustet. All die Depeschen. Ich rammte meine letzten Zungenschnalzer ins Netz. Spinnen beginnen. Netze für Depeschen und kein Staub auf den Servern. Garten hacken Gänseblümchen. Für dich, sag nicht Wahrheit zu mir, depeschiere nicht! Ach, Wiki…