All die Seelen-Weens

Und die Kinder
verkleideten
sich als
Tetzel und
hausierten
Tür und Tor
Ablässe zu
betröteln
für die
Aller
Schein
die Heiligen
Hei Luther
schrien die
Seelen
und die
Schokinak
im Mann-Heim
lächelte
gütigst

ach die Heiligen
so lange die Weil

(in eine Zuckerrübe geritzt, was ist ein Kürbis?)

Ein Geist äussert sich zu Halloween (reloaded)

(aus 2007, 2009 nach oben geholt… scheint Tradition zu werden)

Seit einer Stunde schreibe ich jetzt schon mit weißem Stift auf weißes Papier und eigentlich dachte ich, es würde so bleiben, aber es will ans Schwarze. Stellen Sie sich vor : Ich hatte Besuch. Einen Geist. Einen sehr nachdenklichen Geist. Er fragte als geist@geistreichen.gs höflich per @mail an, ob er mich besuchen dürfe. Ich gestattete es, obwohl ich weder an Geister glaube, noch bisher logischerweise Kontakt zu solchigen hatte, ich fragte auch nicht nach der physikalischen Art des Besuches. Es war, wie es sein sollte, ein Herr im blauen Nadelstreifen schellte………

weiterlesen im Post vom 30.10.2007

Wie hätten wir es denn gern?

Der Politiker Koch war mir ein Graus, um es mal unter zu treiben. Ich halte ihn auch nicht für die Bestbesetzung als Vorstand für eine große Bau-Unternehmung, aber die Diskussion, dass er das nicht dürfe oder solle ist für meine Begriffe total daneben. Er wird voll verantwortlich Vorstands-Vorsitzender. Kein Berater für Energieriesen wie Schröder/Fischer oder sonstiger Pseudo-Lobbyist. Noch dazu in einem Unternehmen, dass seit dem Desaster des Köln-Archivs im Fokus steht. Was erwarten wir von Politikern, die im besten Mannesalter, ja, ja, die Frauen auch, ausscheiden? Der Rückzug ins Private? Rosenzüchten wie Adenauer? Welche persönlichen Werdegang hätten wir denn gerne? Nur mal so salopp daher gebloggt? Sagen wir mal: Wer will als 35-jähriger in den Landtag und nach 4 Jahren abgewählt werden ins Nichts? Nein, ich meine nicht nur das finanzielle….
Was hätten wir denn gerne für eine Art Politiker? Lehrer und Juristen, die sich das leisten können?
Wie stellen wir uns generell Berufspolitiker vor, so als Menschen, die auch verstanden werden wollen, die Art, die wir eigentlich gerne hätten?

Ok, Koch war ein Politiker zum Fürchten, aber sollte er nicht mehr arbeiten dürfen? Hinterher?

Feder lesens mit Okta

Auf Einladung von Ludwig Mahner lese ich am 3.11.2010 19:30 als Gast der Autorengruppe Oktafeder und der Stadbücherei Viernheim, als Teil der bundesweiten Aktionswoche „Treffpunkt Bibliothek“ in der angrenzenten Kulturscheune.
Motto der Lesung, wie der Titel meines Haupttextes:“Da war der Tag gelaufen„. Ich bin gespannt darauf und freue mich auf die „Kollegen“.

Ich freue mich besonders, dass in der Kulturscheune zur Zeit und am 3.11.2010 noch eine Ausstellung der beiden Heddesheimer Künstler Bernd Gerstner und Roland Schmitt gezeigt wird und es werden sich Interaktionen zu den Werken ergeben, Crossover einmal vor Publikum live. Geflasht hatte ich das ja schon, Holz an Erde, Erde an Holz.

nächtlich wandelnd Im Busch, twitternd 2010

Im siebten Jahr packte es mich endlich und ich wandelte nacht im Jungbusch. Der Jungbusch liegt am Mannheimer Industriehafen, einst Gründerzeit-Stadtteil für die Menschen mit Geld am Hafen, dann (fast) Rotlichtbezirk und heute eine spannende Mischung aus Migartions-Viertel, Szene und studentischem (Nacht-)Leben. Wenn es denn Bohème (in Mannheim) überhaupt gibt, dann hier. Alljährlich findet der „Nachtwandel“ statt. Ein Fest der Szene, des Stadtteils und ich durchmaß es twitternd. Ok, treue Besucher dieses Blogs wissen, dass ich öfter mal hier weile, aber bei dem Fest war ich noch nie. Doch, ich fühlte mich wohl, ich dichtete sogar spontan. Meine Tweets wollte ich auch meinen Bloglesern nicht vorenthalten. Links im Bild der Original-Tweet im Hause von ZeitraumExit!. Gedanken zu einem Werk der Austellung Adieu Adjemcl! Aber seht die Tweets in der zeitlichen Reihenfolge, mit Handy-Bildern…

Carola Brack, Installation #jungbusch #nachtwandel http://yfrog.com/j17avjj

Ich berichtete. Vor dem Rhodos.

http://yfrog.com/mmtiqaj Strümpfe #jungbusch #installationen #nachtwandel #fb

funkelnde Linien reißen / zucken schmelzen zicken / rauschen / bar der Onkel
#twly #strümpfe #nachtwandel #fb

(Gegenüber des „Strümpfe Jungbusch the supper artclub“ liegt die Onkel Otto Bar 😉 Eine ganz spannende Lichtorgie von Benjamin Jantzen und Swen Seyerlen da)

Schiller-Lesung #nachtwandel http://yfrog.com/n74supj

(Aus dem Fenster des Cafe Blau ein Gedicht von Friedrich aus Marbach & eigenem mehr, dargeboten vom Vertreter des Buero für angewandten Realismus Ludwigshafen Bernhard Wadle-Rohe Er las bewundernswert wie immer, egal ob ihn jemand verstand oder nicht. ;D

Weltjazz #nachtwandel http://yfrog.com/5jlffnj

Saxofone zimbeln / hinter Höfen / Rhytmen singen / Backsteinbrüche / hüpf Busch hüpf #weltjazz #nachtwandel #twly
(Mannheimer Oriental Ensemble der OMM, der Pop-Akademie und Studenten der Musikhochschule, ein Projekt, wie ich es liebe, Integration, Verschmelzung vom Feinsten, bleibt mir fort mit Eurer Leitkultur… Neues entsteht!! )

Engel Sekt Bio Riesling http://yfrog.com/n4qnmeij #nachtwandel

(vor dem Cafga, hinein gab es keinen Weg mehr ;-))

Moschee im Busch #nachtwandel http://yfrog.com/c8z2uj

(im Busch gibt es ja noch eine Moschee, die Fathi)
Akademie Rock #nachtwandel http://twitpic.com/307ou7

Hei, und bei Blueshotel ist Jörg „Shorty“ Höppner an der Gitarre. War’n Zeiten, gell.. und nebenan:
Die lichtschwache Twitterwall #nachtwandel http://yfrog.com/75qd6qj

Mannemer Bier 🙂 #nachtwandel http://yfrog.com/mta61icj

Symbadische Muslime setzten die Bierpreise auf dem grauen Markt unter Druck und verkauften ohne Pfand Ureich direkt aus dem Kasten ;-))))

Gasse-Jazz #nachtwandel http://yfrog.com/72c0utj

Lömsch Lehmann (sax), Hering Cerin (dr) und Steffen Rosskopf (git)“The Free“. Marching-Band. Jazz vom Feinsten, im Laufen.

geritzt / staben /ungebucht / die Knete ‚ye knowe #twly #zeitraumexit #nachtwandel http://yfrog.com/jwv90xj

Noch einmal lyrische Kommentare im ZeitraumExit! Im Hof: eine

analoge Twitterwall #nachtwandel http://yfrog.com/ev60668286j

und noch zwei #twlys, einmal von unterwegs und noch einmal bei den Strümfen und dann war es nach Mitternacht und Zeit für einen alten Sack, den Jungen Raum zu geben… ;-))
Grenzen nächten / zwischen Kabel / ich spiele / Freiheit / auf kleinen Tasten #twly #nachtwandel http://yfrog.com/4voe0qj

dj & kunst Strümpfe Jungbusch #nachtwandel http://yfrog.com/0f3puj

Farben kullern / tränen / Soul / hämmern / Seelchen / beats #twly #strümpfe #nachtwandel

nächtlich wandelnd Im Busch, twitternd 2010

Im siebten Jahr packte es mich endlich und ich wandelte nacht im Jungbusch. Der Jungbusch liegt am Mannheimer Industriehafen, einst Gründerzeit-Stadtteil für die Menschen mit Geld am Hafen, dann (fast) Rotlichtbezirk und heute eine spannende Mischung aus Migartions-Viertel, Szene und studentischem (Nacht-)Leben. Wenn es denn Bohème (in Mannheim) überhaupt gibt, dann hier. Alljährlich findet der „Nachtwandel“ statt. Ein Fest der Szene, des Stadtteils und ich durchmaß es twitternd. Ok, treue Besucher dieses Blogs wissen, dass ich öfter mal hier weile, aber bei dem Fest war ich noch nie. Doch, ich fühlte mich wohl, ich dichtete sogar spontan. Meine Tweets wollte ich auch meinen Bloglesern nicht vorenthalten. Links im Bild der Original-Tweet im Hause von ZeitraumExit!. Gedanken zu einem Werk der Austellung Adieu Adjemcl! Aber seht die Tweets in der zeitlichen Reihenfolge, mit Handy-Bildern…

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Gebete eines Agnostikers #4 – Bin ich?

…diesen Gott gäbe es nicht. Es sei ein Falschgott, ein Dämon, ein Schatten des wahren Gottes. Man dürfe auf keinen Fall zu ihm beten. Mein Lächeln versteckte sich im Ernst und winkelte den Mund nach unten, wollte überleben. Ich wusste nicht was beten ist. Natürlich kannte ich das Wort, hörte die Menschen von Türmen brüllen, aus Kirchen dröhnen, Orgeln jaulen, Rosenkränze schwingen, aber ich wusste nicht, was beten bedeutet. Dessen ungeachtet war diese Unerkenntnis nicht so schlimm, wie das Wissen, dass ich weder jenen falschen, noch den wahren Gott kannte. Noch schlimmer die Tragik des Nachdenkens. Was schadet ein Gebet, was das denn dies auch sei, zu einem nicht existenten falschen Gott? Es geht ins Nichts. Da ich auch dem wahren Gott in hintersten Zentren meiner Gehirnwindung keine Existenz zubillige, wären alle Gebete harmlos. Gingen ins Nichts. Prallten in die Nichtexistenz. Sind sinnlos. Oder ist daher dieses Nichts, das Nicht-Seiende der Gott, der weder falsch noch wahr ist, sondern NICHT ist, der wirkliche Gott, der Nichtgott sozusagen? Treffen ihn doch letztlich alle Gebete, was immer auch solchiges sein mag. Erschaffen die Gebete der Menschen erst die respektiven Götter im Nichts? Ich MUSS beten lernen. Ich bräuchte doch so dringend einen Gott, der mich erschafft……

Ach, die Verdrossenen

In ihren Redaktionsstuben sitzen Menschen, die keine Zeit haben, wenigstens nicht so viel, dass sie Zeit hätten, einmal von selbst die Nase vor die Tür zu spazieren. So scheint es wenigstens. Investigativ nannten sie das früher. Hat keiner mehr Geld dafür und die wahren Förderer der Gazetten und Fernsehstaionen samt anhängenden Radiodudler, die Agenturen und PR-Fuzzis samt sie dirigierenden Lobbie-Drangsalierer und zynisch-brutalen Spindoktoren haben anderes im Sinn, irgend etwas zu verkaufen, Ideen, Kühlschränke, Atombomben, Solaranlagen, Unterhosen, Politstars aus Uradelsgründen. Also werden Meldungen lanciert, Themen forciert, ein bisschen gelogen, ein wenig hin gebogen, so in der großen Politik und wir alle folgen wie die Lemminge diesem Zug von Thema zu Thema. Beispiele? Schweinegrippe, Loveparade, Tsunamis, Regenwald. Alles vergessen. Gerade wird ja wieder mit dem Rassismus gespielt, das zog schon immer, wenn man von anderen Dingen ablenken wollte, Hinweise für den Mob wen man mal ein wenig lynchen könnte. Dabei gibt es tausende von Kommunalpolitikern, Landtagsabgeordneten und andere, die sich aufreiben, doch, die gibt es. Kein Mensch kümmert sich um sie, will etwas von ihnen, ihre Veranstaltungen werden so gut wie nie besucht, es sei denn von der eigenen Klientel. Kein Mensch dankt es ihnen, ihre Meinung ist im öffentlichen Kontext weder erwünscht noch gefragt, da seien die Meinungsführer vor. Sie werden verschwiegen, wenn sie nicht mit den Lemmingen ziehen und sich schrill auch zu diesen Themen äußern. Sie sind dessen so verdrossen, wie ihre Wähler angeblich von ihnen. Ich schätze, irgendwann können kommunale Parlamente nicht mehr besetzt werden, aus Mangel an Kandidaten, durch Parteien, die zu wenig Mitglieder haben.(Ich drücke mich gerade auch an einer solchen Kandidatur vorbei, mit für mich guten Gründen, aber die haben wir wohl alle.) Und so werden wir irgendwann ganz von der PR, der Lobby, den Industrieverbänden und der Werbung regiert werden, es macht ja sonst keiner, nicht wahr. Alles andere gefährdet sowieso die Demokratie. Ja, ja, wir Verdrossenen werden dann immer verdrossener und auf die Straße gehen. Doch, das werden wir, um von Politik- und Berufs- verdrossenen Polizisten ein bisschen Wasser gewerft werden.
Dafür brauchen wir dann ein Leistungsschutzrecht für die Springers, Bertelsmanns, die Fazler samt Wazler und die Haas-Gruppen, wem auch sonst noch, damit wir schön weiter wie die Lemminge unsere Verdrossenheit, nicht wahr, pflegen können. Wir wollen es ja nicht anders. Keine Sorgen, solche blödsinnigen Glossen wie die hier wird es auch bald nicht mehr geben. Doch, das Internet wird wieder verschwinden oder in den Spindoktoren-Apps aufgehen. Dieses Geblogge, Getweete und die Kopftücher, den bösen Google nicht vergessen sind ja die wahren Feinde der Demokratie. Venceremos!