Lesen, schreiben, lesen, lernen

So entstand das letzte hier gepostete Gedicht, ich schrieb es ja schon. Nein, ich will jetzt keine technischen Lobgesänge oder sonst etwas singen, ich wollte einfach nur beschreiben, dass solch ein Smartphone ein Gerät ist, das dem nahe kommt, was mir schon lange vorschwebte. Klein genug für die Hosentasche, leicht und doch bedienbar, soweit, dass ich damit Gedichte schreiben und wenn es denn opportun erscheint auch hier posten kann. Das geht, ganz gut. Doch. Es ist erstaunlich und zusammen mit der Flatrate von Vodafone (ich weiß, das sind böse, böse Loboisten, aber mich interessiert PR bei der Wahl von Produkten eigentlich nicht) auch erschwinglich. Ich kann damit lässig in der Straßenbahn twittern (da gibt es eine App, in der Pause im Geschäft meinen zuvor downgeloadeten Südhessen Morgen lesen, als pdf lesen (geht, wenn man das Spiel langsam zu beherrschen lernt. Der Rest des Internet ist auch präsent, vor allem die Wikipedia, google (samt phantastischer Anbindung zum Maildienst, ja, ja, auch so ein Böser, den alle trotzdem benutzen) die Fahrpläne der Bahn, samt Verkehrsverbund. Und vor allem: man kann damit lesen. ePub und pdf. Es ist nichts weiter als ein Linux-Computer (Distribution Android, auch vom bösen google) mit kleinem Bildschirm und eingebautem Telefon.

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Siesta

Stunden aus Marzipan
röcheln im Zucker
der nächsten Nacht
rollen die Kissen
die sich sehnen
wie immer die
Decken grinsen
wissen mehr

der erste Text, den ich über mein neues Smartphone in die virtuelle Tastatur eingab und via Browser hier einfügte, nur für das Protokoll, Text ist Text, wie auch immer in Medien gehämmert, gemeiselt, getippt

KussKuss (zum Tage)

nur ein Kuss
aus bluetooth
und infrarot
durch die Laser
gejagt lippen
unfeucht getrocknet
und doch expoldiert
diese Idee
was weiß ich
ob es Musen gibt
ich lecke meine
Lippen spitze
dem Mond zwei
Centipoise
Sucht
doch ich sehne

(nachdem michallein zum Tag des Kusses gepostet hat, ließ mich das nicht mehr los)

Wein trinken an schönen Orten 2 – Unter den Kuschelflöten

Einfach guten Wein einpacken und mit netten Menschen auf öffentlichen, schönen Plätzen trinken. Nicht verkosten, einfach trinken, nippen, probieren, bereden, genießen. Nicht zerreden, keine Besprechung, keine Demo, nur so und Verkostungs-Poesie nur am Rand, dieses mal auch keine Lyrik von mir. Bei fast 40° in der Sonne vor dem Mannheimer Schloss, diesesmal, dort wo sonst die Menschen Wirtschaft studieren für die Betriebe und das Volk, angeblich. Am Wein nippen, weil es Spaß macht. Dieses Mal mit dem Winzerblogger „25cl“ Thomas Lippert und Matthias Düsi, der das Mannheimer @duesiblog betreibt, natürlich twittern wir auch. Doch. Ok, Thomas wird das noch qualifiziert in seiner Weinralley beschreiben, ich will ja nicht vorgreifen. Aber der badische Riesling aus Heidelberg, vor dem zähringer Großherzog war, wie immer, top, in kleinen Mengen geschlotzt, passt. Doch. Er passt nicht nur zum Heidelberger Schloss, ich berichtete, er passt auch ins Mannheimer Schloss, dem Ableger, dem Trotzbau des Carl gegen die Protestanten in Heidelberg. Er passt, auch wenn dort eigentlich der Pfälzer Wein normaler Weise dominiert, die paar Meter vom Rhein weg.

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Sie knutschen die Demokratie

sie knutschten
die Demokratie
oder was sie dafür
halten nämlich
sich und vielleicht
gerade die noch
und stimmten
und stimmten
drei Gänge lang
als ob es ein
gutbürgerlich
deutsches Menü
wäre nach dem Kirchgang
am Sonntag
mit Markklößchen
Suppe Bratengenudel
samt Wackelpudding
und lauschen verzückt
dem Crescendo ihrer
Großartigkeit bei
der Zubereitung der
drei Gänge
und die Freiheit
natürlich
und jetzt gibt
es wieder Würde
zum Glotzen TV
das Volk will jetzt
ach das Volk