Ach, glücklich

Lyrische Lauf-Meditation entlang eines Kunstweges
(zur Erklärung hier klicken)

Vom Glück
Sandstein
Daniel Priese, Halberstadt
http://steinsculptur.de/

Von welchem
Glück sprichst
Du Gunther
Siegfried wollt
ich oder Krimhild
aber keinen König
Mein Glück liegt
im Rhein
nimm mich
Alberich
nimm mich
Was heißt
hier Glück
ich bin
eine Königin

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Glückspfade

Nein, ich mache jetzt nicht auf Glückskekse. Die Sparkassen Stiftung Starkenburg hatte Uhne Ferz engagiert die Finissage der Kunsttage 2009 zu besingen. Die Idee der Kunstwege finde ich gut, jenseits des Sponsoring, Kunst bei den Menschen und nicht in Museen eingesperrt und dieses Wanderkonzert entlang frischer Werke hat mich angemacht. Da passten Texte von mir, bald 15 Jahre alt, fast schon Klassiker, scheinbar, im Dialekt und doch wollte ich da nochmal hin, gucken, ohne Presse, Bürgermeister und Kassenpräsident, schreiben und ja, da passte so manches. Für mich wenigstens. Ich sprach heute morgen extra mit keinem der Künstler, wollte für mich alleine reflektieren. Hier entlang ….

Rita

Peter sprang. Es tat nicht weh. Der Schatten war wirklich nicht lang. Nicht viel länger als er selbst an diesem Morgen. Er sprang und war drüben. Auf der anderen Seite. Er war über seinen eigenen Schatten gesprungen. Drüben an der Mauer stand Rita und kaute auf einem Grashalm. Sie hatte wieder Hesse gelesen, wusste er dann, seinen Narziss. Auf der anderen Seite des Schattens war die Welt nicht viel anders. Langsam schlenderte er auf sie zu. Was hatte er sich nicht alles vorgenommen für die Welt drüben, jenseits des Schattens. Aber nichts davon tat er. Er stand da und blickte Rita an. Ging zu ihr hin und nahm ihr den Grashalm aus dem Mund, steckte ihn in seinen. Ihre Augen leuchteten auf, maßen ihn neu, lasen die Reste des Schattens weg. „Hi“, sagte er. „Hi“, antwortete sie. „So ist das also“, sinnierte er mehr zu sich selbst, als zu dem schönen Mädchen an seiner Seite, mit dem er schlafen wollte, seit ja -, seit er daran überhaupt nur denken konnte. Er las in ihren Augen die Geschichte vom Glück im Bett unter den Vorhängen aus Tüll, im Auto auf dem Rücksitz, die Wonnen aus Brüsten, Lippen und Backen. Er sah Kinder und Schwiegermütter, Onkel und Tanten, Bankkonten und Sofas. Näher und näher rückte er an Rita heran, roch ihren heißen Atem, der noch nach dem Strohhalm schmeckte, er dachte kurz daran, dass es wohl Gerste war und begann zu singen. Jenseits der Schatten war er Tenor und Dirigent, Drummer und Gittarist, Keyboarder und Leadsänger, auch wenn das Feuer in Ritas Augen erlosch. Die Sofas qualmten in den Grillfeuern der Onkel, die Tanten lachten schrill zu den Hasstiraden der Schwiegermütter. Peter sprang zurück. Aber die Schatten waren verschwunden. Er sprang in die Leere seines einsamen Bettes, sang sein Lied, immer lauter, heftiger, stampfte mit den Füßen, warf seinen Kopf in den Nacken, die Hände an seinem Glied und Rita schrumpfte. Zu dieser schattenlosen Gestalt, die er kannte. Ruhe überkam ihn. Langsam schlenderte er erneut auf Rita zu, nahm sie am Arm und leitete sie in den Porsche von Christoph, der nach Schwiegermutter, Sauna im Haus und Swimmingpool neben der Garage duftete. Er rupfte direkt neben Christophs Schatten einen Grashalm, nahm seinen Hesse und wanderte zu Fuß die so oft befahrene Straße hinab, lachte den Mädchen zu, die auf dem Weg zum See kaum ihre Brüste verbargen, die im Takt der Schlaglöcher über den Fahrrädern wippten. Rote Lippen und kleine Zehen waren jenseits der Schatten und das Licht dieser Frau, die auf ihn wartete, dort in den Tiefen seiner Geschichte, was wusste schon Hesse, was Rita, was Mama von ihm. Und da war er wieder sein Schatten. Leicht sprang er hin, her, hinüber und zurück. „Was sind schon Schatten“, lachte er in Ritas Gesicht, küsste sie leicht und ging wieder. Er war Peter, der Schattenspringer. Mochte sie mitkommen oder auch nicht, da ging es lang. Er gab ihr Grashalm und Narziss und schwang sich durch die Luft davon.

(Wiedervorlage aus 2003)

#lda #zweiter

Mit diesem Tweet wurde ich Zweiter unter Sieben beim Literatur-Twitter:

Aphorismen, Gedichte und Ein-Satz-Geschichten mit bis zu 140 Zeichen zum Thema Arbeitswelt

Laudatio:

„Die gegrillten Actien lassen vor meinem geistigen Auge das Bild von Nationalökomen im Gehrock und Backenbart, von Kuponschneidern als auch von Bettgehern entstehen. Sie erinnern mich aber auch daran, daß bereits zu dieser Zeit, die zyklische und krisenhafte Entwicklung unseres Wirtschaftssystems beschrieben wurde.“ Georg Schober

Ich bedanke mich bei der Jury und werde den gewonnen Button in Ehren verschranken und zukünftig NUR bei wichtigen Tweets ans Revers heften. ;D

Dieser Wettbewerb hat mir viel Freude bereitet, fast ist es unwesentlich, dass ich in der „Siegerliste“ stehe. Es ging um ein vernachlässigtes Thema, jeder konnte mitlesen (lustig die Spanier, die das gleich #hashtag benutzen), alles war entspannt, nicht überlüteratürt und doch sehr gehaltvoll. Ein gelungenes Experiment des Duftenden Doppelpunkt
Twitter ist eben mehr! Und das Banale gehört mit dazu, gleichwertig mit der Twitteratur und der Nachrichten-Verbreitung.

Sehnsucht unter Kopfhörern

Meditaion zu Choro para metronome. Berceuse a jussara. Baden Powell.

Auf Gitarrensaiten tanz ich grüne Schatten durch die Blätter der bevögelten Bäume, die keines Menschenhand je beschnitzte. Gedankensalven jag ich durch die Haine der Maikäferdruiden, die sich unter der Autobahnsichel Ameisen schälen. Noch besoffen vom letzten Schnee brennnesseln die Wildgänse kurze Gesangskaskaden, bis bald schon, bald, das Konzert der Frösche die nächtliche Sinfonie in die Kröten des Sommers unken wird. Eiche hörnen sich im Wind, die Libellen grüßen die Cousinenhubschrauber der ehemaligen Besatzer, die in Kaskaden neue Krieger begleiten, drunten in den Wüsten des Südens. Mein Ich fliegt mit den Fingern den Akkorden entlang, nur meine Hände schweben, die ersten Schnaken zu verscheuchen. Die Sehnsucht unter Kopfhörern gebiert einen neuen Sambaschritt, den der Fuchs drüben in seiner Höhle trottet. Nacht erhebt sich aus den Feldern, mein Bett ruft von fern.

Der Föderalismus ist das Non Plus Ultra

Ich weiß nicht, wie oft ich in meinem Leben schon nach Mainz gefahren bin. Tausend mal? Vielleicht, oder 500? Ist auch egal. Morgen machen Sohnemann und ich unseren jährlichen Ausflug und hatten keinen Bock weit zu fahren. Normalerweise fahren wir gen Süden oder Westen. Letztes Jahr waren wir in Straßburg (mit der Baden-Württemberg-Karte, via Kehl, ich berichtete). Sohnemann vermerkte, dass er noch nie touristisch länger in Mainz gewesen wäre, das Unterhaus, ja, aber so tagsüber… Also Mainz. Klar Rheinland-Pfalzkarte, Mannheim-Mainz, kein Thema. Doch, Mannheim gilt auch, sogar Karlsruhe, damit die Jungs aus Germersheim auch zum Zuch fahren können.
Oder doch, Probleme? Wie lange dauert das? Die Online-Zugabfrage zeigte mehr als 2 Stunden an. Hallo, das sind so 80 km. Und dann begann es zu dämmern. Ah, die bauen da immer noch an den Gleisen herum. Also andere Rheinseite, das kann die blöde Software nicht. Müssen wir die „Quer durch Deutschland Karte“ nehmen. Kostet halt 39 Euro. Aber halt, was steht da im Klein-Gedruckten? Die Hessenkarte für 30 Euro gilt auch für Weinheim (Baden-Württemberg) und Mainz (Rheinland-Pfalz)? Ist logisch, schaut man sich die Karte an. Wir hessischen Viernheimer und Birkenauer müssen über Weinheim, wollen wir in die Landeshauptstadt oder die Bankenhauptstadt und Mainz ist die Schwesterstadt von Wiesbaden über dem Rhein und bestimmt kommt man nach Kastell nur über Mainz. Also fahren wir jetzt über das badische Weinheim in die hessische Landeshauptstadt und von dort (nach angemessenem touristischen Tun) in die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt, mit der S-Bahn sind das dann 10 min. Und wieder zurück. Vielleicht dann zur Germania, ja, Rüdesheim ist hessisch, um das Binger Loch ( RP) zu betrachten und das Mittel-Rheintal ist eben AUCH hessisch. Der Regionalverkehr obliegt den Bundesländern, der DB-Regio. Privatisiert ruhig weiter….

Ach so ja. Der Rhein ist Grenze, merkt man jetzt, erst Baden-Württemberg vs. Frankreich d’alsace, dann BW vs Rheinland-Pfalz, dann Hessen vs Rheinland-Pfalz, bis er in NRW endlich beidseitig einheitlich verwaltet wird. Aber lasst Euch nichts von den Landesfürsten weiß machen: Es gibt keinen Zoll mehr oder ähnliches. Man kann einfach entweder links oder rechts davon hoch und runter fahren, egal mit was und wenn es Furten, Fähren oder Brücken gibt auch hinüber und herüber. Nur mal so daher gelabert.

Ganz leise werden wir inwendig summen: Warum ist es am Rhein so schön. Nix da, zur Lorelei werden wir nicht pilgern. DAS singen wir auf keinen Fall! Obwohl, was kann der Heine für den Silcher?

Schlossgarten Schwetzingen Apollotempel

(Mark Knofler, Sailing to Phil. auf den Ohren)

Alle Texte zum Schlosspark Schwetzingen vom 4.8.09

I

Sing doch
schrei doch
schreib doch
immer die gleiche
Leier
ach der Frieden die Gerechtigkeit
Nur die Sieger
kränzen ficken
Lorbeer
in heilige Uzzis

II

Lies mir die Schuppen
vom Haar
Die Risse in meinen
Lippen
lächeln auf deine
gezupften
Beine
Augenbrauen
heben
sich

III

Meine Stufen
rinnen zum Berg
ich fließe
schon lange
nicht mehr
so hoch hinauf
Blätter schwimmen
erinnern sich
an übernächstes
Jahr

IV

Auch diesen
Code werden
schlüsseln
Gefühle kaufen
wir zu
Küss mich
source mich
aus
Wir nennen es Liebe
so what

Schlossgarten Schwetzingen Artemistempel

(Chet Baker, playing standards, auf den Ohren)

Alle Texte zum Schlosspark Schwetzingen vom 4.8.09

I

Säulen klappern
angsten um Brüder
im Olymp
brechen Stümpfe
in Fontänen
zum glucksenden
Lachen der Söldner
aus dreitausend
Jahren
Wir fangen uns Eulen
weisen uns aus

II

Falls es doch das Herz wäre
das mich so und so fühlen lässt
und es eine Seele gäbe
um darin zu baumeln
Falls, also nur falls
ist alles blau
wie der Himmel
der auf das Orange
der Sonne wartet
bevor wir
vöglen und nachten
wenn das nur nicht
alles so kitschig wäre
dieses Gefühl und
die himmlischen Farben
des Sommers aber
es ist ja doch
alles nur falls

III

und wieder
drohen
Dimensionen
mich zu zwergen
als wäre ich Lift
und könnte auch
Wolken jagen
so wie jetzt

IV
Unter den Nehmern
ist er doch groß
Säule des Landes
bis Abend
und gibt
ach ja?
Gibt?

Schlossgarten Schwetzingen Artemistempel

(Chet Baker, playing standards, auf den Ohren)

Alle Texte zum Schlosspark Schwetzingen vom 4.8.09

I

Säulen klappern
angsten um Brüder
im Olymp
brechen Stümpfe
in Fontänen
zum glucksenden
Lachen der Söldner
aus dreitausend
Jahren
Wir fangen uns Eulen
weisen uns aus

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Schlossgarten Schwetzingen Moschee

(Vivaldi, Jahreszeiten, Sommer auf den Ohren)

Alle Texte zum Schlosspark Schwetzingen vom 4.8.09


I

Zivilisatiönchen
faltern Zitronen
über den Gräsern
Gelder fischen
trübe Wasser
Halbe Monde
zweifeln
kreuzen über Gang
federn Brüstchen
aus Pfauen zu Tümpel
Entschuldigung
aber auch Poseidon
gab es nie

II
Treibe Fürstchen
treibe bunt
Völker zu Orangen
beuget die Knie
beuget die Knie
wälz dich Seelchen
im Gras
das darüber
wuchs

III

Kronen will ich
über den Thronen
lasset uns drohnen
und dröhnen
Heissa, Heissa
Kanonen will ich
und Arien
Tuilerie und Tullera

IV

und schweige
brüllte er
Schweigen ist
Gold
verfluchtes Volk
was redest du silber
ungefragt
SCHWEIGT
es ist mein Gold
Blech vom Bleche
meines Ordens
blecht und schweigt

Schlossgarten Schwetzingen Moschee

(Vivaldi, Jahreszeiten, Sommer auf den Ohren)

Alle Texte zum Schlosspark Schwetzingen vom 4.8.09


I

Zivilisatiönchen
faltern Zitronen
über den Gräsern
Gelder fischen
trübe Wasser
Halbe Monde
zweifeln
kreuzen über Gang
federn Brüstchen
aus Pfauen zu Tümpel
Entschuldigung
aber auch Poseidon
gab es nie

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Schlossgarten Schwetzingen Hirsche im Blick

(Miles Davis 1958, auf den Ohren))

Alle Texte zum Schlosspark Schwetzingen vom 4.8.09


I

Pflege und Pflüge
doch, doch
es gibt sie noch
Ordnung und sag jetzt nicht
Liebe
das Chaos frisst doch
die Nebenkosten
Pflege und pflüge
blitze das Gold
zeuge auf Marmor
auch die Alten ja
zeuge und pflüge
und hör doch auf
mit Liebe
Ein Kuss speit Hirsche
über Wasser

II

Wir können
nicht schweben
nein und was
mache ich dann
gerade erzähl
mir das mal
ja ich weiß wir
können das nicht
und hör auf mir
die Schwerkraft
auf den Schoss
zu sitzen
wir können
nicht schweben
nur, was tun wir
denn?

III

Rasier mir
die Schatten
von der Erde
style Geruch
aus den Dornen
30 Rosen
schenk ich Dir
Sing mir ein Lied
zwischen
Millionen
aus Watt
in
haarlose Schenkel

IV

Geraden und
solche Winkel
kotzen in
Ecken
Sonnen strahlen
Insekten blühen
Pflanzen schützen
ach Gott
nicht sich

Schlossgarten Schwetzingen Hirsche im Blick

(Miles Davis 1958, auf den Ohren))

Alle Texte zum Schlosspark Schwetzingen vom 4.8.09


I

Pflege und Pflüge
doch, doch
es gibt sie noch
Ordnung und sag jetzt nicht
Liebe
das Chaos frisst doch
die Nebenkosten
Pflege und pflüge
blitze das Gold
zeuge auf Marmor
auch die Alten ja
zeuge und pflüge
und hör doch auf
mit Liebe
Ein Kuss speit Hirsche
über Wasser

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Schwetzingen, wieder einmal

Alle Texte zum Schlosspark Schwetzingen vom 4.8.09

Gestern zog es mich in den Schlosspark nach Schwetzingen, meditatives Rad fahren, Kopf freimachen. Schreiben an schönen Orten. Ich hatte eine Serie von Dialekt-Texten im Sinn, eventuell als Erweiterungen der Uhne Ferz – Texte. Und dann schon auf dem Weg dieses Plakat. Bilder zu Domin. Aber erst Mittwochs offen. Heute. Ein Blick in die Orangerie ließ mich wenig Neugier verspüren diese Ausstellung zu besuchen. (Siehe mein Wolkenfoto in das Plakat gewurschtelt). Aber die Domin gab den Ausschlag für etwas ganz anderes. Ich bin ja ein armer Poet, wenn ich Gedichte brauche, dann schreibe ich sie selbst, samt den Bildern. Ein „running gag“, ich weiß. Also streunte ich durch den Park und definierte 4 Orte. Stopfte mich mit Ohrhörern zu und schrieb. Es wurde eine Serie von 4 x 4 (mehr oder minder lyrischen) Texten. Assoziationen zur Umgebung, zur Musik, zuu meinem inneren Befinden. Schwetzingen, dieser morbide Traum einer heilen Welt in Parkgestalt in Mitten einer betonierten Welt. Eine Moschee, die keine ist, die romantische Verklärung des Altertums, die absolute Beherrschung der Natur. Es fasziniert mich immer wieder, reizt mich und zieht mich magisch an. Nicht nur das Bier des Brauhaus Ritter. 😉 Ich werde die vier „Sessions“ einzeln hier posten, mit dem Tag #sw0809 versehen, damit man sie auch zusammen aufrufen kann.

Weiterführende Links:

Bilder vom Schlosspark Schwetzingen aus dem Düsiblog
Website des Parks
Das Schwetzinger Schloss in der wikipedia
Private Website zum Thema
Mein Besuch in 2008

als ob gesungen wäre

Ungezuckerte
Süße
treibt
in meinem
Mehr

Lachfältchen wimmern
in die Seele einer Flöte
aus Kirschkernen
Herzchen glühen
in Rhythmen
Blätter regieren
den Wind

Einarmige Saxofone
klecksen Geschichten
in das Blau
Sommerträume
feuchten ins All

Pflastertürme verheilter Wunden
Eine Decke für augetatuten Atem
Ich tanze auf den Stecken der Pferde

Ungesponnen ein Netz
Spinnen können wieder
Salven lachen in Monate
Einsame Hormone schütteln sich
rührend

Floskeln wechseln über
grüne Berge
rot gesottener
Gedanken
ungesühnt die
Sünden frisch gebackener
Götter

Gerüste dröhen in die Himmel
locken meine Schritte
Nie wieder segeln Wolken
Ein fest spreut Weizen

Verbote fressen dreißig Para Grafen
tanzen mit Gesätzchen
küssen geile Riechter

Entstanden während eines grandiosen Konzerts von Stefanie Wagners Quinsch. Komplexe Heiterkeit mit leichter Hand in die Seele versenkt. Flöte und Sax, welch eine Kombination und dann sitzt da noch nebenan eine verwandte Seele und schreibt auch…….