Weinheimer Dreierlei

http://mikelbower.de/blog/media/users/mikel/Woinem.mp3

Probierung 2.0 (ich hasse das Wort Verkostung) getwittert, nicht gebloggt

(Weinrallye #22, proclaimed by Winzerblog)
title: Regionale Spezialitäten
teaser / subtitle: Weinheimer Dreierlei

dreierlei #1
Weinheimer Rittersberg Riesling 2007, Bergsträßer Winzer eG Heppenheim“
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hearing: Mike Bloomfield: Drinking Wine Live!!

(von unten zu lesen!)

kurzdielyrik: war eine Serie von offline-Papiertwitters von gestern, mit Füller auf Papier, jetzt ins Web, voll die ZwoNull, yeah #wr22
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kurzdielyrik: mit Rieslingsekt (Pfalz) gemischt zu Winterschorle / ohne Eis / mit Zitrone / geht / doch / kann man trinken #wr22
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kurzdielyrik: sehr gut als Schorlewein / hervorragender Riesling Schorle / kann man sich daran gewöhnen / Notiz: mal bei über 30 Grad probieren #wr22
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kurzdielyrik: kann man auch aus der Flasche trinken / schöner Schraubverschluss / demnächst mal in Weinheim probieren / bei den Mammuts #wr22
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kurzdielyrik: passt: sehr gut zu Jamie Cullum / Blood Sweat & Tears / Krimis / nicht zu Miles Davis / ist eine helle Freude zu Tango #wr22
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kurzdielyrik: passt:Gedichten von Kästner / Ringelnatz / Gernhard / zu meinen nur bedingt / passt zu Vivaldi im Ohr / auf dem Balkon / Mozart nicht #wr22
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kurzdielyrik: mehr als 15 km würde ich nicht fahren / um ihn zu kaufen / wirkt leicht / schmeckt nach sich, sonst nach nix / unaufdringlich #wr22

dreierlei #2
Apfelwein aus Fürth-Fahrenbach, privat, nach Weinheim mitgebracht.
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hearing:Hubert von Goisern & Zabine -Juchitzer

kurzdielyrik: Man könnte sich dran gewöhnen ;-). Harald: Viskostät? phWert? Alkohlgehalt? Feststoff? Netzzeit? lol Danke nochmals, war echt gut!!!! #wr22a
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kurzdielyrik: Es ist verblüffend, der eWoi (auch gut, gell), der eWoi lässt einen wirklich jedesmal beim ansetzen an A-Saft denken #wr22a
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kurzdielyrik: Für die Jüngeren: Apfelwein ist kein neuer Wein der Firma Apple, obwohl iWine was hätte, als Marke. EiWein ist kein Ersatz, nee #wr22a
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kurzdielyrik: Ein Ebblwoi – ganz nach meinem Geschmack – schon lange keinen solch guten mehr getrunken – können die Kommerziellen nicht mit #wr22a
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kurzdielyrik: Es riecht anch Apfel – es schmeckt vorn nach Apfelsaft – erst im Abgang kommt die Säure zum tragen – hat wohl auch nicht zu viel Alk #wr22a
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kurzdielyrik: Alder, harald, des s e geiles Schdöffsche #wr22a
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dreierlei #3
Woinemer Blob, naturtrübes Bier Woinmer Brauerei 2009
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hearing: Uhne Ferz: Woinem!


kurzdielyrik: werde ich halt öfter mal dort verbeischauen im Sommer, nach der Spätschicht #guteidee #wr22b
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kurzdielyrik: Wie immer kommt die Flaschenware nicht an das Helle aus dem Faß heran, schade #wr22b
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kurzdielyrik: nicht zu süß-vermalzt, ein klein wenig mehr Hopfen dürft sein, eine Spur herber #wr22b
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kurzdielyrik: Ein leichtes Bier, könnte bayrisch sein, Schankbier, schmeckt nach Sommer #wr22b
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Und weil doch dies alles mit dem Hinweis auf Slowfood geschrieben steht: Weblog des Thomas im Post Weinrallye #22, Vers 6, und dies hier ein mehr oder minder literarisches Blog ist, eine gaaaanz ganz lange Fassung, mit Überlegungen, Gedankenwinden, Einlassungen und vielen Links, wie das bei mir ab und zu sein muss. Also Vorsicht, das sind locker mehr als 5 DIN A4 Seiten. Pi mal Daumen. Auch das ist Web 2.0. Anything goes. (Das wollte ich auch immer mal schon schreiben.)

Darf man als einfacher Blogger, ohne Affinität zu essensundtrinkensgenüsslichem Schreiben, einfach so über Wein oder andere OH-Gruppen-Getränke schreiben? Ganz ohne Erlaubnis durch höhere Wein -Instanzen, -Autoren, -Journalisten, -Reportern und ebensolche Blogger? Aber ja doch. Ich mache es einfach. Frech, frank und ebenso frei.

Wenn ich dann allerdings lese, wie Profis das machen:

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Nägel

Welche Art von Nägel braucht man eigentlich, um Götter damit, an welche Balken zu nageln? Nein, mir ist nicht nach Katholen-Reliquien-Kitsch. Mich interessiert das jetzt mal technisch. 200er Nägel? Und das hatten diese Römer immer parat, falls, sie wissen schon, wer zu kreuzigen war? Respekt! Technisch tolle Leistung! 300er? Is nich wahr! #karfreitagsfrage

Kaffee-Opfer

Weil mir ein ausbaufähiger Plot zum Krimi_ohne_Verbrechen einfiel, gedachte ich seiner in seinem 250. Jahr mit einem CafGa-Fair. Wollte er nicht, trank ich ihn selbst. „Ach, Urlaub? Sie haben einen Brotberuf?“, wurde ich gefragt, von der anderen Bankseite. Mannheim B2. Nein, ich sang nicht. Auch nix von Freudenfunken. Sonst kämen noch die Mariechen.

Punk-Ökologe, Open-Dung, Offline-Shop, gemischter Satz!

Ideen

Eigentlich Werbung für einen Blumenladen und mein zweites Interview, danke für das Gespräch, morgen komm ich ja wieder hin und dann ist das Nest noch dichter und dann merke ich mir auch den Namen. Aber dort wird er spielen, der Krimi, so ich denn jemals anfangen werde, aber die Ideen wachsen, wenn sie schon auf Fahnen wehen. Seht ihr im Hintergrund die nicht mehr bebauten Weinberge, unter den Seniorenresidenzen, dort wo der Dichter als Altenpfleger arbeitet, der alle Foren sprengte? Dort gibt es die Reben MEINES Weingutes. Ich werde sie genau dorthin transponieren. Die Wine-Yards, die Reben und das Gut selbst verlegen wir nach Ladenburg, als dem Bach entlang, seiner Neckarmündung zu. Er hat mindestens 3 Namen und 11 Zuflüsse auf 13 km. Ich weiß allerdings noch nicht, ob ich tatsächlich Wein und Baseball zusammenschreiben soll. Hätte was. Ein BC Raubritter klingt. Ha. Was mich total erstaunt: Ich wohne seit 57 Jahren mit kurzen Unterbrechungen ca. 9 km entfernt und dachte ich wüsste genug von dem Ort und weiß nichts. Interessant. Morgen fahr ich wieder hin und werde interviewen und in der Stadtbibliothek recherchieren, ja, ja, einen histerischen Romen könnte man bestimmt auch schreiben, sogar SF oder Fantasy, wenn man Die Raubritter-Base-Baller instrumentalisieren wollte, was sie nun gar nicht verdient haben. Droben auf der Strahlenburg war ich noch nicht. Hhhm. Wie gesagt, der Morgen hat seine Tage.

Die Re : Duktion des Filmes zu Text

Ich weiß nicht, ob ich es jemals schaffen werde, einen Roman fertig zu schreiben. Einfach Satz für Satz, Bleiwüsten schaffend. Irgendwann schwirrt mein Geist ab. Wie beim lesen, will sehen, hören, fühlen. Ich wollte ich könnte Bilder hinter den Text auf den Bildschirm projizieren, zum Text. Nicht bebildern, keinen „Film“ produzieren, sondern Text in Bilder schreiben, es könnten auch Fotos sein. Meine Bilder in Bilder texten. Musik anmachen dazu, den Text umfließen lassen, in die Wucht der Musik schreiben. Montieren, wie ich beim lesen montiere. http://twyric.com/ hat mich wieder verführt. Montagen. Montieren. Kombinieren. Die Re : Duktion von „Film“. Einfach ein „Film“ nur mit Text. Keine Schauspieler, nur Text. Eine Geschichte, viele Geschichten erzählt in 26 Buchstaben oder auch mehr, vor einer Kulisse zu Musik. Keine Stimme, keine „Lesung“, nur Textumgebung, die korrespondiert, mit Links zu Erinnerungen, zu Gefühlen, Metaphern, zu anderen Seiten im Web, Hyperlinks for ever. Keine reine Animation des Textes, keine Standard-Animationen um einen Text herum. Ein neues Genre. Riecht nach viel Arbeit, nach Kooperation, nach Regie, nach Studio. Ob ich nicht besser meinen Roman weiter schreibe? Doch, doch, aber diese Eiferer und ihre eBooker und Copy Wrighter und Verlager und die Autoren, die doch gerade lernten zu faxen und zu emailen, sie wissen noch nicht was kommt. Der Mix. Das absolute Crossover. Ja, ja, das werden die Jungen schon machen. Und Du mikel, schreib weiter. Mach schon, mach schon. Ich lese Herr, ich lese ja schon. Obwohl, die Re : Duktion des Filmes zu Text, das hätte was. Womit nach den Druckern auch die Schauspieler …. NEEEEIIIN. Ich bin nicht schuld. Nein!

Literarische Rundradfahrt Mannheim

Nachdem die bildendend Künste bei den Strümpfen im Jungbusch verraucht waren (ich lasse mir nie mehr meine Klamotten zuräuchern, so es geht) und auch noch der Ex-Kunst-Bonze im großen Schwarzen mit Ring am Finger umher schwadronierte, zog ich mich auf meine Kernkompetenzen zurück, so ich denn welche habe und nicht nur bilde.

Nächsten Samstag: mal sehen. Eine schöne Plakat-Sammlung. Politisch, bildnerisch, inhaltlich.
Lit.Plakat

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ach wie verrätersich

ist doch die Sprache:

mit Zeilenumbrüchen aufbereitet (Twitter selbst stellt diese nicht dar):.
Es behandelt das alte und oftmals überstrapazierte Thema der Vergänglichkeit (Vanitas),

Aus der Laudatio zum Sieger-Text des Wettbewerbs Twitter-Lyrik.

Vorweg: Dies ist ein gutes Gedicht von Nanuscha, es hat mir beim mitlesen in der Zeitlinie des Wettbewerbs gleich gefallen und ich gönne Nanuscha, wer auch immer das ist, zum lyrischen Text. Das Ei-Pott sei ihr(?) gegönnt. Nein, es geht mir gar nicht um den Text, oder dass ich nicht gewonnen habe, oder meine Favoriten, nein, nein, ..
Aber eine Jury, die in einer Laudatio den Siegertext anders umbricht, als eingereicht, als sogar thematisiert, verrät sich selbst: Es wurde keine Twitter-Lyrik gesucht, sondern Gedichte, die man drucken kann, aus dem Rachen des Web 2.0 in die heile Welt des Print erretten. Ich hatte gleich ungutes Gefühl dabei. Man wollte halt auch dem Web 2.0 hinterher hecheln, den Hype nutzen. Dass die uralt-Interpretations-Sau der Vanitas durch das germanistische Proseminar (gibt’s sowas heute noch?) getrieben wird, nun ja. Sei’s drum.

Ich denke schon, dass Nanuscha überhaupt nicht twittern will, nur für den Wettbewerb sich angemeldet hat. Vielleicht hat er oder sie aber jetzt doch Lust weiter Lyrik zu twittern?

Denn für mich gewinnt diese Gedicht durch die „Twitter“-Form, den nach rechts geneigten Längsstrichen. Es muss ja keine hashtag-Lyrik sein oder die Sprache im Twitterland karrikiert werden, animiert oder assimiliert, die Weiterentwicklung der Telegramm-Sprache.

Die Ästhetik des typografischn „abhackens“ verschärft hier die Brüche in den schönen Bildern, kontert sie, dreht sie, lässt den Rhythmus optisch grooven, fast swingen, führt hin zum Höhepunkt: Dem „fressen“. Da hätte ich vor dem Verb gerne noch ein / gesehen.

Wie gesagt: Ein schönes Gedicht hat gewonnen. Ob es Twitter-Lyrik ist? Was weiß ich schon… Ah vanitas, ah vanitas, alles nichtig unter der Sonne.