Dichterenteignungen in Heidelberg!

In Heidelberg appellieren sie wohl zu Recht! Dort stehen für jeden ersichtlich Gedichte auf Stein gemeiselt! Frechheit! Bereits zum zweiten Male muss ich darüber berichten.

Gruß an den Neckar.
Still ist der Berg und der Fluss und das Tal
Es scheint die Natur in Sinnen Versunken.
Die gefiederten Sänger verstummen zumal
Und der Wald an dem Hügel ruht schlummertrunken.
Die Karawane der Sterne zieht
Ohne Glöckchenklingen auf himmlischen Wegen
Still leuchtet der Mond. Die Bewegung entflieht,
Im Schosse der Nacht sich schlafen zu legen.
So stark ist der Stille Zaubermacht,
Dass der Neckar ruht, nicht weitertfliessend.
Nun sei auch Du stille, mein Herz, in der Nacht
und schlafe, das Leid in Dich verschliessend.

Mohammed Iqbal

Sir Muhammad Iqbal ist DER pakistanische Nationalphilosoph, Poet, islamischer Reformer und geistiger Vater Pakistans, der dieses Gedicht wohl 1907 in Heidelberg, während seiner Studiums geschrieben hat. Es ist auf diesem Stein eingemeißelt, der in Heidelberg am Iqbal-Ufer steht. Ich weiß sonst nichts von dem Gedicht, wahrscheinlich war es in persisch geschrieben, aber es rührt etwas in mir.
und Eichendorff (den hat der heileige Guggl auch am Wickel! Siehe da)

Hölderlin!

Heidelberg, lange lieb‘ ich dich schon!

weiß der Teufel wo sonst noch in dieser Enteignungs-Stadt! Appell! Appell!

Wenn die Krise länger dauert

und die Arbeitsagentur meine Kürzelarbeit weitersponsort und mir vielleicht nix mehr sonst einf?llt, werde ich die Libretti einiger Opern neu schreiben. Das h?tte doch was. Wie die Synchronisationen von Hollywood-Serien früher. Mhhm. Nein, nicht Wagner. NIE! Hhhm, mal h?ren.

Gebete eines Agnostikers #1: Gott duzen?

Ich werde einen Gott doch nicht duzen.
Nie. Auch wenn es ihn vielleicht gar nicht gibt. So viel Zeit muss sein. Nein, ich werde auch nicht anordnen was er tun soll. Was soll denn das? Mach, dass alle Menschen, sende Regen oh, gebe den Mächtigen Gedanken des Friedens, zermalme die Feinde der Gläubigen, lass Dein Erbarmen walten und so weiter, so weit fort. Ich empfinde solche Anordnungen als unseriös und nicht zielführend, wie all die Geschichte lehrt, vor allem, weil immer der Anspruch der Erfüllung fast religio-juristisch zwischen den Fürbitten und sonstigen Bettel-Gebeten zwischenbittlich steht. Und wenn der Gott dann nicht gehorcht, was er sowieso nicht tut, siehe wiederum den Lauf der Geschichte.

Aber irgendwo müsste es doch möglich sein zu beten, ohne in solche Bitt-Hudeleien zu verfallen, es müsste doch möglich sein, dem Grundbedürfnis des Betens zu frönen, ohne auch nur an einen einzigen Gott zu glauben, den es womöglich gar nicht gibt. Nein, nicht anbeten. Anbeten ist noch würdeloser als Bitt-Beten, natürlich nur für vielleicht-Gottlose wie mich. Der Rest der gläubigen Menschen möge doch bitte in der vorgeschrieben Form zum jeweiligen Gott, respektive zu den ehrwürdigen Götter/innen beten, wie das eigen-religiöse Gesetz / Vorschrift / Norm es befiehlt.

Also wie betet man ohne Gott? Ich weiß, das scheint allzu schwierig, aber deshalb aufgeben? Nein, es ist nicht im Sinne dieses Aufsatzes, wie jetzt Aufsatz, das ist doch kein Aufsatz, also im Sinne dieses Gebetes, einen Gott zu erschaffen. Es erscheint mir doch allzu anstrengend zu sein, man denke nur an die Einweisung des Personals, das redigieren des Regelwerkes, das Erfinden von Strafen, ahh, dieses Arbeit!
Mangels eines direkt ansprechbaren Gottes/Göttin (immer geschlechtsneutral bleiben, gell) wird sich ein Gebet also notwendigerweise als Zwiesprache mit sich selbst erweisen.

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Das Böse, das böse Internetz

und die Lachnummern der FAZ:

Unter dem Titel „Unter Piraten“ wird der heilige Google als Oberenteigner abgewatscht und in den Text gestreut Google-Anzeigen, hier gerade eine: „Bestseller als downloads“…
Die Urheber sind leicht n?rrisch heute und sooooooo konsequent. Ja, ja und vom Don Alphonso h?rt man nix. Ja, ja. Ich h?tte heute ja nicht mehr gelacht. Bestseller als downloads.

Die Geigerin

Silke hat mir ihren ersten Roman geschickt. Er durfte mit auf die Reise heute. Lesen an sch?nen Orten. Ich liebe es Bücher von Menschen zu lesen, die man kennt und denen man irgendwie verbunden ist. Die ersten 15 Seiten h?rte ich Silke noch lesen. Auch so ein Ph?nomen, wenn man sich schon Sachen ?ffentlich vorgelesen hat. Aber nach 15 Seiten schwand die Stimme. Dies ist keine Kurzgeschichte. Hhhm, erst fertig lesen…

Kulturbeutel für Alle!

Die Kultur ist in Gefahr! Das Andenken des Kaisers! Die FAZ macht Druck und überschüttet uns mit Hiobsbotschaften und die Heidelberger appellieren, jetzt sogar mit Frau Zypresse zusammen! Dieses Mal ist es also nicht das Abendland, nein die Kultur geht baden. Daher mein Appell, auch zur Konjunktur-Belebung:

Der Viernheimer Appell:

K U L T U R B E U T E L    F Ü R    A L L E !!!!!

Damit wir unsere Kultur immer bei uns tragen und uns der Offene Akkzess und der satanische Guggl diese nicht stehlen können. Jeder trägt unsere Kultur in seinem Beutel immer mit sich. Dort kann kein böses Internetz diese Kultur beschädigen oder gar in den Gulli kippen.

Es lebe der Kulturbeutel und seine Industrie !!!

Nach Sascha Lobo rettet diesesmal der Heidelberger Appell zusammen mit der FAZ die Kultur

Dazu gibt es einmal wieder mein verlinktes Kulturbeutel-Gedicht

Kultur aus dem Beutel

Uns ist die Kultur ausgegangen
tschuldigung
hätten sie vielleicht was
in ihrem Beutel?

So ganz ohne ist ja auch nix
bei den Kulturtagen
in der Kulturscheune

danke, danke
soviel brauche ich nicht
So?
dann kommt’s ab
in den Beutel

Natürlich ist es verantwortungslos

laut über soziale Unruhen nachzudenken. Natürlich. Man MUSS ja heute verantwortungslos sein. Wie all diese feinen DamensHerren, die das Schlamassel angerichtet haben. Ihnen wird geholfen. Die Milliarden in den Hintern gestopft, die Milliarden, die noch unsere Enkel werden zurückzahlen müssen. Die bösen Papiere in böse Banken verlagert, damit die Verantwortungslosen sie los sind. Denen wird geholfen, die veranwortungslos waren. Natürlich ist es verantwortungslos über soziale Unruhen nachzudenken, das könnte die Wut doch tatsächlich locken.
Man könnte darüber nachdenken, was da passiert ist, wer denn da wem das Füßchen hob und vor allem darüber nachdenken, wer auf einmal, auf einmal den Pseudo-Sozi gibt. Die Angst geht schon lange um, auf beiden Seiten. Bald werden die Banker ihre Berufskleidung nicht mehr in der Öffentlichkeit tragen können, sich umziehen, am Spind, vor der Arbeit. Sicherheitsdienste dürften Hochkonjunktur haben. Damit mich keiner falsch versteht: Ich halte absolut nichts von Randale und Revolutionen spülen immer nur andere nach oben, nie bessere. Aber vielleicht könnte der eine und die andere aufwachen, sich vom Pupsersessel erheben, den Mist der Bolän-Klümps und ihrem Trash-TV mal ausschalten und anfangen nachzudenken. Und das dann laut sagen, was man denn so denkt, von mir aus auch auf der Straße grölen, nein man muss sich nicht hauen, es reicht, im Wahlkampf präsent zu sein, die Typen zu befragen, zu nerven, anzuschreine, z.B. die mit den gelben Plakaten, bestens gerechtsanwaltet in deren Kassen und den feinen Anzügen oder die Kristen und deren Sozen, die einst den Hartz schröderten. Nein, wir ohrfeigen keine Banker, nein, aber es wäre nett, wenn ihr auch nächstes Jahr noch an ihre Verantwortungen denkt.

Aber natürlich ist es verantwortungslos über soziale Unruhen zu reden, Here Frouwe Kanzlerin, das wäre ja noch schöner, wo kämen wir denn da hin. Oder doch? Vielleicht würden sie uns dann auch helfen. Aber geh, so was gibt es doch nicht. UNS? Verantwortungslos, gell!

Sie prognozieren wieder!

Die Wirtschaftsinstitute, die Volks-dings-schaftler, die kompetenten Alleswisser prognos-zieren sich mal wieder. Hier eine Prognose für 2008 ja, ja, was interessiert mich mein Gew?sch von gestern. Oder hier (Achtung pdf!)Die wissen so viel, wie ihr auch, wer liest denn so etwas noch, nimmt es ernst? Stellt wie einst bei den Kaisern von mir aus wieder Glaskugel-Auguren oder Astrologen ein, aber h?rt auf uns Wirtschafts-Weise vor die Nase zu setzen und uns weiter zu verarschen.

Die Wissenschaft hat festgestellt, festgestellt, festgestellt, dass Marmelade Fett enth?lt… sangen einst die Wanderv?gel und die Fahrtenjugend… weiter hier GE-Nau!

Gebt den Leuten einen Blaumann, schneidet ihnen den Schlips ab und gebt die Nadelstreifen-Designer-Anzüge verarmeten, enteigneten Dichtern, Denkern, Freisch?rlern und Literatur-Verwissenschaftigern die darin lesend ihre Urheber wickeln k?nnen, damit sie das Abendland dereinst zerretten k?nnen.

*H?lt sich die Ohren zu und pfeift: Heute back ich, morgen brau ich und übermorgen trink ich Bier und esse mein Brot.

Was ist WISSEN-schaft? *fragt ja nur!

Spül mir das Lied vom Abendbrot

Eine Fleischwurst vom Discounter
zwei Wiskey drei Pils und diese Flasche Korn
vergessen die Visagen da draußen
die eben noch unsere Kreationen fraßen
und die Korken heimlich im Täschchen parkten
auf blankem Tisch vögeln wir Speisenkarten
in die Reste der Nacht lass uns fliegen
bis die Betten uns finden

Und wenn alle Stricke reisen

dann lass ich mich hierher versetzen. 😉
Ich lästerte ja bereits bei der Weinrallye.
Ach, da ist auch schon einiges verlagert? 😉
Seit gestern denke ich darüber nach, wie man in einem Weingut Kurzarbeit realisieren könnte. WAS? DIE machen nicht mit?

*man wir doch nochmallachendürfen

Kurzarbeit, betriebsbedingt

Nun ist es also so weit. Mein Arbeitgeber hat Kurzarbeit bis Juni 2010 angemeldet. Heute Nachmittag ist Betriebsversammlung, dann wird wohl der restliche Schlamassel auch verkündet werden. Entlassungen, strukturelles, das übliche. Alles schon gehabt, bis zum bitteren Ende. Deshalb habe ich auch mein Romanprojekt „betriebsbedingt“ zurückgestellt. Nicht aufgegeben. Ich brauche mehr Distanz, kann während des Erlebens zwar mitschriebn, als Rechecherche, aber dies dann ein Report, muss irgendwann literarisch verarbeitet werden. Außerdem hat die „Krise“ alles überrollt. Die Dämlichkeiten der Finanzwelt und uns Giernasen allen pflegt im Augenblick Kapriolen, die man sich nicht hätte ausdenken können.

Ich habe in den Achzigern und Neunzigern schon einmal lange Strecken Kurzarbeit „miterlebt“ und bin gerade dabei meine Erfahrungen abzurufen und in Handlungsmaßnahmen umzusetzen. Es wird also weniger Geld dasein, bei gestiegener Freizeit. Ich bin froh, dass die Chose dieses Mal im Sommer stattfindet. Laufen, spazieren, Rad fahren, schreiben kostet nix außer Zeit ;-). Die Gastronomie wird leiden, denn ich werde meine leiblichen Bedürfnisse dabei mitnehmen oder vor Ort einkaufen, aber wohl eher selten in gastronomischen Betrieben. Meine geistige Sammlung an Ruhebänken, gerne auch mit Tisch ist groß genug!

Der Buchhandel wird leiden, weil ich absofort noch mehr auf die Flatrates meiner zwei Bibliotheken setzen werde. Wie früher auch, werde ich auch dort wesentlich mehr vor Ort (Zeitschriften etc) lesen und auch schreiben (bei schlechtem Wetter).

Der Flug nach Berlin ist gestrichen, ich werde notfalls mit dem schönen Wochenend Ticket fahren, 5 Stunden länger Bahn sind leicht verdientes Geld. Das Hotel bei der Bloglesung ist gestrichen, es gibt soooo viele Privatzimmer für 20 Euro oder so.

Und so geht das weiter. Merkt ihr was? Genau, die restliche Wirtschaft, sprich Einzelhandel, Gastronomie, vorgeschaltete Landwirtschaft, Touristik, die ganze Freelancer-Szene samt Consulting-Branche wird das Ding verspätet, dann aber brutal erleben, denn wir kurzarbeiter und/oder Arbeitslose Erleider der Finanzkatastrophe sin deren viele.

Aber hier wird wohl der Unkrimi wachsen und wahrscheinlich gleichzeitig das Terxtrepertoir von Uhne Ferz.

So, das Netbook ist jetzt auch entgültig gestrichen. Als erstes wird der Pentium II Schlepptop wieder fit gemacht. Mal ein anderes Linux probieren, oder doch wieder DOS. Doch, damit kann man schreiben, doch. Online sind wir daheim, brauch ich nicht unterwegs.

Ach so ja, geplant sind 10 Tage kurz/Monat und weil wir doch so grünlich (meist im Gesicht) sind: Aus energetischen Gründen wohl immer am Stück. Freitag solls losgehen.

Ach ja, 25 Tage Urlaub hab ich auch noch.

Tod eines Winzerhundes

Die letzten zwei Wochen war ich ernsthaft mit dem (Un)Krimi beschäftigt. Recherchierte Orte, Literatur, las und dachte nach. Lies Szenen im Hirn entstehen, speicherte sie, begann Exposés zu schreiben, Rahmenhandlungen, Grundsatzüberlegeungen und alles missfiehl mir. Nicht die Grundidee, das Essentielle, das gefällt mir, ist satirisch genug, dass es von mir sein könnte, fast zynisch, aber da stimmte noch nicht alles, war zu weit hergeholt. Ich habe schon lange nicht mehr an einem längerfristigen, umfangreicheren Projekt gearbeitet, muss mir eine Systemazik erst wieder erarbeiten.
Aber all das, was ich wollte, angefangen hatte, mir vorgenommen, verursachte mir Unwohlsein, ich wollte das eigentlich nicht.
Dann war ich die letzte zwei Tage faul oder schrieb Lyrik, um das Hirn zu entlasten, bloggte, twitterte, man sah es ja hier, fing sogar an zu flashen. Und endlich heute Morgen war das Ding da. Komplett im Hirn.Wie schon immer bei mir. Ich muss das alles nur noch abrufen. Eine andere Systematik ist wohl nicht die meine. Das Unterbewusstsein legt diue Geschichte, nach langem Tändeln und füttern und lesen ins Hirn. An eine Stelle, die ich erreichen kann. Ich lasse es an der tastaur einfach laufen, korrigiere nur grobe Tippfehler, das Debuggen kommt später.

In der Story wird gebloggt, getwittert, ganz unverkrampft, es wird Open Wine geben, Online-Spinner und all den ganz normale Wahnsinn, wie seit Jahrhunderten. Die Menschen nutzen das Netz, wie sie es eben tatsächlich Nutzen, weil es inzwischen dazugehört und doch wirkt alles ganz normal. Man simst, man handyfoniert, man bestellt bei ebay oder kauft auf dem Wochenmarkt. Liest Zeitung, schreibt in Foren. Liebt, lebt, und lacht. Es spielt hier in der Gegend, ich kann jederzeit an die Orte hinfahren. Notfalls dort schreiben. Ich werde das Ding jetzt einfach ‚runter schreiben, den potentiellen Co-Autor löchern, ihn versuchen mehr ins Boot zunehmen, sein Wissen stärker anzapfen. Mal sehen.

Kostpröbchen?

Jetzt also leben in Viernheim, arbeiten in Ladenburg dachte sie noch, als der ICE aus Spandau in Mannheims HBF langsam einzischte, aber statt ihres Großvaters stand dessen langjähriger Freund Paul, der Pfälzer aus Bockenheim, am Bahnsteig. „Cornel ist tot.“ Er hatte noch nie viele Worte. Er nahm sie in den Arm und küsste ihre Wangen. „Herzinfarkt, gestern in der Nacht, Ilse hat ihn heute Morgen gefunden.“ Ilse war die Freundin ihres Großvaters Cornel. „Scheiße,“ sagte sie, „vafluchda Scheißdregg.“ „Fuck“ fiel ihr noch ein und: „Was geid’n jetzt?“ Sie hatte vollkommen vergessen zu weinen. Wie sollte sie auch, hatte sie ihren Großvater nur selten gesehen. Sie sah nur Ärger auf sich zukommen. „Alles geregelt“, murmelte Paul. „Cornel hat testamentarisch eine Seebestattung verfügt, anonym. Du musst nur unterschreiben. Als Erbin.“ „Und Ilse“ näselte sie jetzt? Eigentlich konnte sie Ilse gut leiden. „Ilse will nix, hat genug, ginge alles bei der Erbschaftssteuer d’rauf. Sie waren ja nicht verheiratet. Du hast jetzt ein Haus und einen Weinberg in Schriesheim, eine Wohnung in Viernheim, und ja, eine Gastwirtschaft in Mannheim.“ „In Monnem?“, das Krächzen ihrer Stimme wurde deutlicher. „Jungbusch, sagte Paul, total hipp.“ „Hipp“, mehr konnte sie nicht sagen. „Was soll ich denn mit einem Wingert? Wohin gähn man jezd?“ „Erst mal in das Haus in Schriesheim, Koffer abgeben, dann zum Notar und wenn Du willst in die Leichenhalle.“ „Leichenhalle.“ Sie nickte betäubt. „Wir müssen mit der OEG fahren“, sagte Paul, „der 5, ich habe meinen Führerschein mit 75 abgegeben.“ „Dann können wir die Koffer auch gleich in Viernheim deponieren“, ordnete sie an. Die Wohnung war ok, sie hatte vor 14 Tagen bei den Verhandlungen zur Übergabe alles gecheckt. Für den Anfang war alles da, sogar eine Espresso-Maschine. Sie hatte keine Lust in dem Kaff an der Bergstraße zu wohnen. Sie würde schnellst möglich ein Auto brauchen. Es war aber zu blöd, dass ihr alter BMW im Graben lag. Dieser Scheiß-Typ hatte ihn in den Graben gefahren. Sie dachte an IHN nur noch als an den Scheiß-Typ, sie hatte seinen Namen aus dem Gedächtnis meißeln lassen.

Schiller Bier

Das Schillerbier aus Oggersheim, ja dort wo der Bimbes-Kanzler auch herkommt, das gab es ja schon 2005, ich berichtete, auf der Website der Brauerei Mayer ist es noch zu finden. Am 26.7.2009 spielt dort Stefanie Neigel (die Nichte von Jule). Da könnte ich ja auf dem Schiller-Radweg nach Oggersheim fahren und dort Jazz hören und Schillerbier trinken. Mal sehn!

Der Schiller Rap

Ich ahnte es bereits im Januar. Irgend etwas haben die Goethe-Freaks vor: Das Goethe Institut hat seinen Wettbewerb beendet: Schiller-Rap. Das Punschlied hat gewonnen. Litauen! Mein Favorit D.T.Francy (Ungarn) / An die Freude. Ich wusste es! Sie hassen den Schwaben, die Goetheleute. Zum nachhören: hier!

Politik-Web 2.0 auf vännemarisch

Goldig, die Politik 2.0

Über die Unmöglichkeiten der grünen Europa-Wahlkampagne hatte ich mich ja bereits erregt. Sei es denn wie es sei. Die zwei großen Parteien im Bund setzen ja auf klassische Wahlgeschenke, Geld ohne einen Gedanken der Refinazierung in die Luft blasen. Nur nicht nachdenken, Soli zurücknehmen, 300 Euro Abwrackprämie für den Steuerbescheid, mal sehen was noch kommt. Da lob ich mir dann doch wieder die Inhalte grüner Politik, was sollen auch die Slogans.

Aber es herrscht ja Wahlfieber im allgemeinen, der 7.6.2009 rückt näher, der Superwahltag. Nicht nur zur Europawahl. Drüben in der unmittelabren Nachbarschaft der rheinland-pfälzischen und baden-württembergischen Gemeinden herrscht Kommunalwahlkampf, der langsam auf Touren kommt, auch im Web. Besonders den Mannheimer Wahlkampf werde ich genau beobachten. Denn was in der Metropole der Region, der Großstadt nebenan, passiert ist manchmal wichtiger, als die kleinen Rangeleien vor Ort, hier in der Trabantenstadt. Nichts desto trotz freue ich mich auf den Landrats-Wahlkampf, hier bei uns im Kreis. Anderorts berichtete ich bereits und werde dort auch weiter berichten, zum Amtsinhaber gibt es allerhand zu sagen, nix gutes, aber warten wir es ab.
Was war ich erstaunt, dass auch Regio-Blogger in der „Palz“ Polit-Weblog-Watch betreiben.

Aber auch hier in Viernheim wird der Bürgermeister gewählt, alles zum Europawahl-Termin. Der Amtsinhaber Matthias Baaß (SPD) vs Sigrid Haas (CDU). Meine Entscheidung ist da klar (nein es gibt keine Wahlempfehlung der Grünen, das ist ja auch mein Privatblog hier): Ich werde den Amtsinhaber wählen, wie schon 2 mal. Nicht aus persönlichen Gründen oder wegen seiner Politik (die war im großen und ganzen, na ja, sagen wir zufriedenstellend), sondern einfach weil es bereits einen CDU-Wahlbeamten im Rathaus gibt und das ist mehr als genug und die Programme sind ja am 8.6. schon Makulatur, die aktuelle Situation dann wird die Politik gestalten, der finanzielle Spielraum, sowas halt. Mit Sigrid als Bürgermeisterin könnte ich auch leben, man kennt sich ja schon lange genug, aber sie ist halt in der falschen Partei ;-). Schauen wir uns also einmal die Kandidaten-Websites an, sowas ist wohl ein Muss in 2009. Im Vorraus: Ein Bürgermeister oder Kandidat kann nicht alleine mit 30000 Menschen persönlich kommunizieren, Social Web in der Politik ist aufwändig, personell, will durchdacht sein. Das MUSS auch nicht sein, aber wenn man schon eine Website hat, dann sollte man Bürgerbeteiligung anders darstellen, sonst geht es vielen potentiellen, netzaffinen, Wählern, wir mir: Man weiß nicht, ob man weinen oder laut lachen soll. Gewollt und nicht gekonnt. Man muss ja heute den Obama geben, wenigstens ein wenig, a little bit. Ohne Netzpräsens geht nix mehr, aber doch nicht so:

Wenn man im Team Viernheim (was auch immer das sein soll, bisher habe ich nicht begriffen, was das denn werden soll) des aktuellen Bürgermeister mitmachen will, dann solle man doch im Kontaktformular Name und Anschrift mitteilen, damit er SpampostWahlkampfunterlagen mit der Schneckenpost zustellen kann. Immer brav an den gelben Riesen gedacht , jawoll. Oder werfen die Genossen das dann selbst ein? Interessant übrigens: auf der ganzen Seite nicht EIN Hinweis, dass Baaß für die SPD antritt. Da hat wohl wer Angst in den hessischen SPD-Ypsda-Sumpf gezogen zu werden. Sieh da:

Und natürlich ist Sigrid Haas auch für die Bürgerbeteiligung und macht es einfacher, verzichtet ganz auf eigene Privacy: Privat-Adresse samt privater Festnetznummer im Klartext, auf der Startseite sogar die eingescannte Unterschrift als transparenter gif-file, download-geeignet und ein Kontaktformular, klar. Und ganz Parlamentarierin, Bürgerbeteiligung = Öffentlichkeitswirksame Stadtverordnetenversammlungen. Guck Dir das an: (auf den Script-Button Bürgerbeteiligung klicken

Manchmal wünsche ich mir, es gäbe keine Politiker im Netz, denn beide sind besser, als sie hier dargestellt werden. Ich gucke erst gar nicht ob die Zwei irgendwann auch in Facebook oder wkw aufschlagen. Wenigtsens lassen sie nicht twittern. Ich weiß ja was ich wählen will und ein Bürgermeister MUSS nichts von Netzkommunikation verstehen. Noch nicht. In sechs Jahren wird das anders sein. Wetten?

Wär ich jünger, dann würde ich eine Agentur aufziehen, die soetwas macht und auch KANN. Politik-Web. *empfiehlt jüngeren sich das zu überlegen! Es besteht ganz offentsichtlich Bedarf.