Twittern aus dem Plenum

Volker Beck twittert aus dem Bundestag über die 1. Lesung des Konjunkturprogramms II. (Läuft gerade!) Seine ganz pesönlichen Eindrücke. Keine Berichterstattung im klassischen Stil ist das. Hhm. Ich weiß jetzt nicht, ob ich so was immer mitlesen wollte. Aber das hat was. Ist Politik und keine PR. Und doch Werbung für ihn. Transparent und nicht ungefährlich. Ich sehe schon die Kommentatoren die Hornbrillen rücken. Pressefreiheit. Investigativ nur mit Qualität.

Und dann vielleicht irgendwann der morgendliche Bericht: Die Tweeds des offiziellen FDP-Twitteres Osterquelle entsprachen nicht seiner sonstigen Qualitätshöhe. Sein Pedant, der CDU Mergelhofer dagegen, hielt sich heute tapfer. Der Tweed der SPD fiel der Gerechtigkeitskampagne zum Opfer, Frau Mundesbeck-Fontänchen weilte zur Kampagne in Davos. Für die Grünen wie immer: Volker Beck, die Linke sucht Twitter bei Marx. Hashtag #bondestag.
Die Tweedrate in der Bevölkerung betrug sehr schwache 23,6 %.

Trotzdem. Sehr spannend Volker. Auf jeden Fall besser, als PR von Agenturen twittern lassen. Irgendwo tut sich was.

Maulwurfskunst

Lyrik aber sei nur „Maulwurfskunst“. Niemand bemerke sie.

dafür der MM vorher:

Früher war er Realist.

und:

Die Schmunzelprosa Genazinos ist in diesem Buch ins Stadium ihrer technischen Reproduzierbarkeit getreten, und der Autor selbst sagt später, manchmal glaube er, dass er „an einem einzigen Roman“ schreibe.

Genazino liest in Heidelberg.

Ja, ja…

Verstaatlichung

Er wetzt schon das Messer (und seine Vorgänger helfen, Schily hilf, Schily hilft):

Wenn der Steinbeck, äh Brück, also der Eichel-Waigel die Real Estate Hypochonder verstaatlicht, dann will ER das Internet. Komplett.

Nein, nicht so, lass mich wenigstens zu Endeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee :roll::>;D

* Unser Finanzminister macht einen guten Job, finde ich. Wirklich!

abgegluckts in kaffeebräune

haselnuss gleich dir
verdurstmichnicht
klopfherz hast du mir
entkofferiniert in
danebenbenimmerter
freiseeligkeit

süsselnde zweisamkeit
verbraten in dosen
eingemacht mit dir
vergnügeln sich unter sicheln genügsamen
samen sie sich mit lliien auf dem dreierfeld
in exoterranischen lustgemolchen
hochheilige verse verkauldauend

in dieser küssnacht
zischen lauteln aus sprechern
regenbogenbare cielabfarben
ultraviolett in den trauben der camparen
zu sushi zerschmeckt glutigster weinreim

abgekluckst zu kaffebräune

Sie kapieren es nicht

Es gibt also Twitter. Ein Medium, wo man schnell etwas in 140 Zeichen darstellen kann. Ich bin gerade dabei, es für mich zu testen / zu entdecken / zu beschreiben.
Es ist ja der ganz große bahoy und alle Welt, selbst der amerikaniche Präsident und der designierte Chef der hessichen SPD tut es.

Voller Wohlwollen und Sensation berichtet die traditionelle Presse ob des ach so modernen Politikers, bis denn herauskommt, dass ab und an und vielleicht doch seine Agentur dies tut. Und wahrscheinlich immer tut, vermute ich jetzt und lasse mich nicht davon abbringen.

Ich vermutete es ja bereits. Was die Damen und Herren nicht begreifen wollen, wohl auch nicht können ist folgendes: Die Menschen haben die Nase voll von PR. Himmel noch einmal, kann keiner mehr sagen. Tut mir Leid, aber ich hab so viel zu tun, aber der und der oder die halten Euch auf dem laufenden? So easy as.

Und wer das nicht kapiert: Persönliche Ansprache muss auch persönlich sein, und wer das nicht so handelt, der hat nichts kapiert. Ist so.

Fast sind mir Leute wie unser BundesWirts-Mminister lieber, der sagt, dass er Leute hat, die das Internet für ihn bedienen.

Ich fand die Reaktion von Tilla heute toll!

Erst so, dann so

Erinnert sich noch jemand daran? Genau, Bloglesung!

Und wem ich meine Texte beim Singen auf die Stirn schrieb, der sollte, die sollte, die sollten wirklich zum Gran Prix Eurovision Song Contest gehen. Die Lichtpunkte probieren es und der Song erinnert mich sehr an „Alexandras Baum“, weiland. Go, Go.


anhören, Daumen drücken und bei den Radiostationen wünschen!

Im Netz

Im Netz. Mal wieder. Ich liebe diese weitmaschigen Netze. Leicht schwimmt fisch rein, leicht wieder raus. Aber wenn das Netz gehoben wird und genügend Leiber Halt geben, ja dann werde auch ich empor gehoben, unaufhaltsam nach oben, der Sonne entgegen. In die Welt jenseits der Trübe, in die Klarheit des Kosmos, dort wo die Kiemen reinen Sauerstoff trinken, dort wo Gott wohnt und uns emporhebt, wenn wir bereit sind, wie ich heute. Im Netz nach oben, Gott hebt mich, wie wird mir, die Sonne, die Luft…Luft, Luf, Lu, L, .

Weltempfänger

Hier ist sie: Die die erste und aktuelle litprom-Bestenliste „Weltempfänger“ mit den 7 besten Büchern in deutscher Übersetzung von Autorinnen und Autoren aus Afrika, Asien und Lateinamerika.

Der kürzlich aus der Taufe gehobene „Weltempfänger“ soll im Dschungel der vielen Neuerscheinungen Orientierungshilfe für Feuilleton und Buchhandel und nicht zuletzt für Leserinnen und Leser sein.

Finde ich gut! Sehr gut! Das schwimmen im eigen Saft lässt behäbig werden! Wenn man das vielleicht als rss oder so? Wenigstens ein newsletter. Dank, wäre nett!!

Aufmerksam geworden durch die NZZ.