Gelbe Werte

Man sollte den Titel „Promi“ (in allen Variationen) samt „VIP“ gesetzlich schützen und halbjährlich versteigern. Nein nicht online, das würden die nicht packen, sondern bei einem Event, das da auch mündestäns 10 Riesen kostet, Beischlaf, äh Eintritt.

Und wehe das Blöd oder die Spügel, der Z©it oder die anderen gelben Blätter berichten dann über die Hollywood-Geister, die Fußball-Geschreier und ähnliches Gelerch, ohne VIP-Abgaben an den Staat zu zahlen!

Und wie nennt man die Menschen, die Perlen suchen, die man den Schweinen vorgeworfen hatte? Nee nicht Perlenretter oder Schweineperler, sondern eher Schweineperler. Mit Bauch und dem Fett der frühen Jahre!

Neue Werte

Können wir nicht neue Teufel schaffen, die es nicht gibt, die uns wieder das Fürchten lehren, die Disziplin in die müden Knochen prügeln, den Respekt vor den Herren?
Warum nur ereilt uns immer wieder der Neid, wenn wir hören, was Herrschaft uns abzockt? Kleine Teufel könnten wir brauchen und die Sehnsucht nach einem strafenden Gott! Wie schön wäre es wieder nur von Reisen zu träumen, statt in den Staus von heimischer Ruhe zu schwärmen. Es gäbe auch kein Fernsehen mehr, nur noch für die Herren, die zahlen, nur das Radio mit einem Sender, für die Nachricht, die uns zusteht. Was könnten wir wieder beisammensitzen bei köstlichem Gänsewein und ein klein wenig Hunger dem Morgenbrot opfern? Warum nur, warum glauben wir nicht mehr, noch nicht einmal mehr an kleine Teufel, die es nicht wirklich gibt?

KultTour

Die nächste Veranstaltung: KultTour in Mannheim-Neckarstadt. Die Räuber lesen und ich werde live bloggen und um 13:00 (literarische) Blogs und die Blogtechnik vorstellen. Wer Lust hat hin zukommen. 13.9.08 Alter Bahnhof Mannheim. Ich gebe nochmal Bescheid.

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Die URL des Blogs (mit RSS, klar) gibt es hier. Ich fang jetzt schon mal an, das Blog zu füllen. Grundlagen etc..

Pranger, Palmen und deutsche Linden

Wie soll ein teutscher Tichter denn romantisches aus alten Zeiten erzählen, das nicht 08/15 ist, wenn sie vor die Linde am DorfStadtbrunnen PALMEN aufstellen, überall Palmen, gell und dazu noch den Pranger wiederaufleben lassen.

Man sitzt aber gut dort in Schriesheim. Im Kaffeehaus. Übrigens das Schwesterkaffe zu dem von gestern

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Goethe liest Goethe

Das Goethe-Gymnasium in Bensheim versucht ab heute Abend 17:00 einen Guiness-Rekord, nein nicht im Biertrinken, sondern im Goethe lesen.

Wir versuchen die erste pausenlose Lesung aller dramatischen und lyrischen Werke Goethes. Das dauert schätzungsweise ca. 50 Stunden. Wir haben uns verpflichtet, dass mindestens 1000 Schüler (auch ehemalige) und Lehrer lesen werden.

Heißt es auf der Homepage der Schule, dort gibt es auch einen Ablaufplan.

Aber für alle Leser der Kurpfalznotizen besonders interessant: Es gibt eine Webcam. Hier ist der Link. Wer also schon immer einmal Goethe hören wollte mit (fast) originalem hessischen Akzent. Nix wie hin!
goethecam.jpg
(Empfehlung des Autors: Nicht um 16:00 direkt einschalten, da liest wohl der Landrat :()

[Update 22:59] Sie haben auch ein Live-Blog, in dem sogar LEHRER kommentieren! Das ich sowas noch erleben darf!

Gestern

war ich zu müde zum einschlafen und jetzt kann ich kaum noch die Äuglein aufhalten. Irgendwie kamen heute Nacht nur 2-3 Stunden Schlaf zusammen, aber ich bin tapfer, noch 3 Stunden, dann ist 8 und ich darf langsam ins Bett. Und dann die Alpträume: Ich war Ghost-Writer für Grass und der meckerte an jedem Satz ‚rum und zeigte ihm dann ReichNicki, der dann auch mäkelte. Er sagte immer butt, butt, blogg min Frouwe. Der Grass und der Reichnicki lästerte: Das ist ein schlechtes Blog und küsste der Radisch die Hand. Und der Grass schrie dann: Nee, das gibt kein Blog und küsste meine Hand.

Was war ich froh, als der Alptraum vorbei war und ich endlich arbeiten gehen durfte.

Am Sonntag träumte ich, dass ich Gedichte in Kastanien ritzte. Das war ein schöner Traum!

Schlager

ist schon ein seltsames Wort für ein Genre. Dabei ist Pop-Music auch nix anderes. Auch wenn die Major Companies der Musikindustrie es nicht verstehen und im Nachklang dazu die Radio-Stationen. Ich war heute damit beschäftigt die geheimen Aufnahmen dieses Konzertes zu digitalisieren und nachzubearbeiten und damit gezwungen die Lieder beständig anzuhören. Mit meinen Texten und den genialen Kompositionen von Rainer dazu. Und ganz eindeutig sind das gute Schlager. Sag ich jetzt einfach mal. In der Klasse des „kleinen grünen Kaktus“ angesiedelt. Nein, ich will mich nicht beweihräuchern, sondern eigentlich dazu auffordern „deutsche“ Schlager, PopMusic ganz selbstverständlich zu schreiben, zu komponieren, scheiß drauf, dass die Japaner, Amis, Chinesen, Vatikanesen und die Räto-Romanen das nicht verstehen. Jo, Chanson kann man auch sagen, aber nie Song-Contest-Lied. Um das einmal deutlich zu sagen: GUTE Schlagertexte sind schwieriger zu schreiben, als die Art von Lyrik, der ich normalerweise huldige. Aber grad hab ich Lust ‚drauf! :>

Ciao!..ich hab zu tun…

Zurück zur Leibeigenschaft

Genossen. Fron statt Steuer, ja bitte. Leibeigene kann man nicht entlassen, nur verkaufen oder töten, wenn man denn kann, vielleicht verschleppen, aber wär das nicht schon lange egal?. Nein, töten dürfen sie uns nicht, auch nicht quälen, nur verkaufen, wenn sie können. Sie müssen wieder für uns sorgen, die Herren. Zurück, Genossen, zurück in die Gnade der Hochwohl Geboren. Lasst uns wieder Lakaien sein und dumme Bauern. Heißa Genossen, der Allmächtige swingt im Wohlklang unserer Kehlen. Wir lassen die Herren auch wieder den Himmel tragen zum Fronleichnam.
Flectamus genua. Levate.
Herrin? Ja?

Jamaika

Und wie meint das die CDU in Hessen denn jetzt genau, nach den neuesten Rekorden und erst die gelbe Gefahr? Ob das auch mit Riesling aus den Staatsgütern geht?
Riesling statt me-no-EPO? No Riesling, no pride!
In Wiesbaden klingt es aller Orten: Links, zwo, drei, vier, Links, zwo
Abteilung! Kehrt! Richt Euch! Die Augen LINKS!
und keiner hört zu und Bob singt was von me-no-revolution und der Debuty wurde immer noch nicht erschossen..

No Riesling no pride!

Rostige Gezeiten

Rostige Gezeiten ruhen im Müll Deiner Mundwinkel, die Du täglich neu einschiefst, auf dass kein Lächeln Dir entspringe. Du treibst im Ozean Deiner unerfüllten Wünsche und schießt auf Piraten, die Dir auch nur einen entwenden wollen in die Erfüllung. Mit den Kanonen Deines angebrannten Herzens zielst Du auf die Sonne, den Mond und die Kerzen, die im Maibaum brennen; kein Licht soll Deine Dunkelheiten hellen. Unbeweglich rennen Deine Füsse in die Erstarrung, keine Bewegung soll Deine Vorurteile kasteien. In den Ecken der Litfaßsäulen klebt Deine öffentliche Pein, die Du über allen ausschüttest, die sich Dir nähern. In der Einsamkeit der Massenbäder himmelst Du Deiner Kindheit und schämst Dir den Tod herbei, in den Rost Deiner Gezeiten.

Weinrally

An der Bergstraße. Bensheim, Heppenheim, Hemsbach, Laudenbach, Weinheim. Zusammen laut Wikipedia 127000 Einwohner, soviel wie HD auch. “ 3 x badisch und zwei mal hessisch“ und jede Menge Wein. Ok, drüben in Neustadt betrachten sie gerade ihre Fingernägel und telefonieren mit den Wormsern (zusammen 136000 Einwohner und was weiß ich wie viel mehr Rebfläche) und fragen sich: „Was dringe ‚ma donn middags“? Aber das hat was, jede Stadt (nun Laudenbach hat niemand eingemeindet, gell): ein oder zwei Burgen, ersatzhalber/und ein Schloss und ein Fahrradweg der B3 entlang, der es in sich hat. Einfach mal guggen gehen, man kann auch mit dem Automobil dorthin reisen! Und die Dialekt-Grenze schleichend erleben. Vom kurpfälzischen Dieda (Dieter) zum fast schon rheinhessischen Diede (Dieter), obwohl Bensheim alleine 200 Jahre kurpfälzisch war. Und jede Menge Wein! Und keiner versteckt ihn! Aber wirklich nicht! Und alles ist Kurmetropl! Ok, wir Bergsträßer sind sowohl, gell, als auch Metro-Mainisch!

KURMETROPL ist doch geil, oder?

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Erwischt: Weinralley live! Inmitten des Wingerts!

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Berliner Humor

Es ist schon eigenartig. Dieser seltsame Berliner Humor, der sich so gerne davon nährt auf andere einzudreschen, gerne mit dem Verweis auf die eigene Größe und Wichtigkeit versehen und die Provinzhaftigkeit aller Dinge außerhalb der nun gefallenen Mauern. Nein, ich kenne das nicht nur aus der Blog- oder Medienwelt. Darf ich drei besonders schöne Beispiele vorstellen?

Es geht um Obstsalat, der natürlich nur in Preußens Hauptstadt gedeiht, oder um das urberliner Thema Städte-Bashing, oder gar um Wein-Blogging aus BERRLIN, wo so viele bedeutende Weine wachsen. Zum Thema Wirtschaftsjournalismus hatte ich mich letztens erst ausgelassen.

Noch ein Beispiel? Der hier.
Es ist schon seltsam, oder? Wie gesagt, ich kenne das auch im Real-Live.

Online lokale Zeitungen Lesen?

Seit dem 1.6.08 habe ich mein Print-Abonnement des Südhessen Morgen gekündigt und bin Morgenweb-Abonnent geworden. Als Schicht-Arbeiter bekam ich in der Frühe nie die Zeitung, also las ich sie online, tatsächlich als E-Paper. Irgendwann kam schon die Überlegung auf, was das denn soll. Das klappt alles recht gut. Geld (9 €/Monat) und Papier gespart. Schöne Sache. Nun dachte ich, dass es ja hübsch wäre, könnte ich auch die anderen großen Zeitungen der Kur-Metropole online lesen.

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