Abgfahrn

(ab-ge-fahren) statt närrsich wird das Projekt für die DVD heißen. Grad vorhin hat es klick gemacht. Siehe hier…(Links heißt vornehmlich Redudanz, oder?) Der Narr als philosophisch-theologisch-künstlerisches Projekt (ok, es darf gelacht werden, aber ich dachte mal so, in diesen Pfaden) wird neu belebt. Der Narr, der auf der Schaukel sitzt kostümiert und vor sich hinpfeift. Kein Kabarett, keine Comedy, kein Theater, keine Großkunst (oder wie man sowas nennt als Gegenteil zur Kleinkunst nennt, was ja eigentlich nur mit der Bühnengröße zu tun hatte). Ein Mix, wie das bei Uhne Ferz schon war und ist. Von allem etwas und zutiefst mikelig ist. Der Narr hoch oben in den Bäumen hängend, Wolken jagend und gleichzeitig unten am Biertisch lachend, motzend, polternd, in der Ecke schmollend und die Augen leuchten lassend, ob nicht doch ein Kuss vom Baum gefallen war oder so. Es wird, das war die Idee, die ich brauchte. Der Narr ist ein zutiefst unpfälzer Ausdruck und so kommt es zur Übertragung nach „abgfahrn“. Jetzt gehts awwer los. Abgfahrn! Ja!

Chateaux 08

Das Gesicht lackiert von deinen Nägeln
getropft Logo glänzt vom Sponsor gebrannt

Ich lecke das Gleitgel des Kondoms
das man stülpte mein Rest und Amen auch

den Arsch der Börse zu stopfen
Propfen für die Scheiße

aus Spekulatius und Aktienoptionen
Erste Pressung der Daxer

ich bin Gesicht aus
Nägeln lackiert gekreuzigt

Rot ist die Liebe die Linke
und der Arsch und der Wein

der rote Wein und ein Reim
auf Vater und Rhein

Das Wort Tollpatsch

wurde von Frau Eulberg (Berlin ) aus Ungarn importiert. Frau Limbach, die Ex- Goethe-Präsidentin hat dieses Wort dann persönlich migriert. Tollpatsch bedeutet in weiten Teilen des deutschen Presserlandes: Überflüssiges Wörtergesuche/Ranking, tollpatschig eben. Aber Goethe-Präsidentin, der ist sau-stark, natürlich kommt das aus dem READING-Room, wo sonst ist unsere Nationalkultur zu Haus‘?

Manchmal wünschte ich es wäre ewig Fastnacht und ich hätte die einzige Bütt!

Kultur- und Kreativwirtschaft

WIRTSCHAFT, eben. Der D.Th. Kuhn und der Ralph Siegel. Hurra, das ist die Kulturwirtschaft. Und die kreative Vielfalt wird abnehmen, meint BAP und eben der Siegel. Ein bisschen Frieden, verdammt lang her, hossa, hossa, hossa. (Das Abendland wird aber scheinbar nicht untergehen, steht nix von da.)

Und alles weil sie nicht genügend Datenträger verkaufen. Es geht um den Verkauf von Datenträgern, wie bei der Literaturern-Wirtschaft um verkaufte Bücher (altmodische Datenträger). Und um Vertriebswege. Wirtschaftskram eben, selbst der Reinhard Mey, mit dem Hossa Hossa.

Staatliche Aufsicht, jawoll, knallt die hacken zusammen. Die Kandesbunzlerin soll die Provider knechten.
Steht alles hier.

Und die Söhne Mannheims sind natürlich auch in den Wirtschaften unterwegs. Apros Popo, das war ich gestern in Mannheim auch. Die Beach-Wirtschaft ist wieder offen..OEG-City-Beach. (Prima Bratwurst gibt es da!) Im Hintergrund die Feuerwache, wo ich geistiges Eigentum gestern da äh schuf, mit den Räubern…

Kündigung! Nimm das: Nationale Initiative Printmedien

Mein Beitrag dazu:
Ich habe mein Print-Abonnement des Südhessen Morgen gekündigt und bin in Zukunft ZAHLENDER Abonnent des Morgen-Web (dem Online-Ableger des Mannheimer Morgen).
Wenn ich Frühschicht habe, dann ist die Print-Ausgabe des SM noch nicht da, wenn ich frühstücke, also las ich die Zeitung (im pdf) am Bildschirm. Die Hälfte der Zeit also las ich die „Zeitung“ also eh am Bildschirm, das verlangte nach Konsequenzen. Außerdem hat die Qualität der „Zeitung“ stark nachgelassen, sieht man von der Kulturredaktion ab, die einen guten und engagierten Job macht. Gefühlte 85%(oder so) der Inhalte (mindestens) stammen aus fast nicht redigierten Agenturmaterial, das ich schon aus dem Netz kannte, bevor es das Papier ziert. Bleibt allein die kommunale Kompetenz, die zumindest in Viernheim stark sinkt. Der lokale Teil des „Südhessen Morgen Viernheim“ verkommt mehr und mehr zu einem schülerzeitungsartigen Blatt für Riesenartikel mit katholischen Querelchen, politische Berichterstattung gibt es, wenn überhaupt, zumeist stark einseitig, die Artikel sind oft flach recherchiert, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, die Bilder zumeist gestellt, weil die Herren Fotografen ja nie Zeit haben, gell. Nichts destotrotz werde ich das alles weiterhin lesen, mit Blick auf die lokalen Seiten der anderen Ausgaben, die sich über die halbe Metropol-Region erstrecken, dafür zahle ich auch gerne, für die Bemühungen im Web.

Wie kommt aber ein Kulturstaatsminister dazu mir vorschreiben zu wollen, wie und wo ich meine Informationen herhole? Wie kommt er dazu MEINE Steuergelder auszugeben um für GEDRUCKTE Inhalte zu werben? Mir gar politische Kompetenz abzusprechen, nur weil ich meine Informationen anders zu erhalten wünsche? Die Kompetenzen hat er da weit überschritten, der Herr Minister und seine fachlichen Qualifikationen damit eher diskreditiert. Vergesst den Typen, der hat keine Ahnung!

Ach so ja: Ich bin im Augenblick 56 Jahre alt und beginne von der Rente zu träumen. Von wegen blöder, lesefauler Jugend

Deutschland sucht den Superwagner

Könnte man diese öden Wagnerkindereien nicht irgendwie vermarkten? Deutschland sucht den Superwagner oder so, Festspielleiter im Casting mit Gottschalk, Roberto Blanco und Boris Becker in der Jury. Vorsitzende: Die Radisch, die hat nix mehr zu tun nach dem Klagenfurt-Exit und natürlich mit Sascha Lobo als Superberater (Regie und Dramaturgie), der reißt die dann auch aus der Subkultur, die Bayreuther. Natürlich sollte es ein Computerspiel geben: Festival genannt. Dort kann man dann den Ring inszenieren und Kram machen, Reschisseure einstellen, Bühnenbilder entwerfen (mit Export nach DeineTube) auf Wunsch mit Karaoke. Dann wäre das dauernd in der Blödzeitung und ich müsste nicht die Überschriften lesen. Es wird demnächst schon schlimm genug bei der Europameisterschaft. Nein, nicht wegen der Fußballspiele , sondern wegen der Experten. Mir graust vor dem „public viewing“, wenn einem urplötzlich auf den schönsten Plätzen dieser Republik der Netzer und der Beckenbauer, diese wandelnden Litfaßsäulen und Bildzeitungsmenschelein, mit der ernsten Mine eines Kriegsberichterstatteres den richtigen Einwurf erklären oder warum wer seinen linken Nasenflügel zu früh gebläht hat.

*klopft sich an die Stirn. Natürlich: Beckenbauer und Netzer müssen auch in die Wagnerjury, natürlich.