Angestellten Lyrik

schreibt der Rabe vom Raum 503 in der SZ. Mein Gott, wer interpretiert denn Schlagertexte und fordert dann auch noch bessere?
Und dann dieses blöde Wort. Erst Angestellten-Romane, die der Reich-Niki nicht leiden kann, jetzt Angestellten-Lyrik, auch noch für die Massen, ah na, das Abendland deutscher Räson ist einmal mehr in Gefahr!

Diese Art freischaffenden Pfeifen, (und nur diese Art, gell), die so gerne andere Berufsgruppen denunzieren und wahrscheinlich jedem müden Euro hinterherhecheln müssen, sollten mal vor sich hindenken, falls das geht, und überlegen, wer denn dieses Zeug kauft, abonniert in das sie da schreiben, diese lesenden Massen?

Angestellten-Lyrik. Ich fasse es nicht. Diese durch nichts erhärtete Arroganz, Ignoranz und Lebensangst in einem Wort zusammengefasst. Es geht um das Wort Angestellten-Lyrik, hhhm, wie könnte man denn das charakterisieren? Schlagertext-Rezensent, Seichtum-Warner? ;D:>>

(Ja ich weiß, die versammelte Buchstaben-Blogger-Prominenz hetzt auch immer wieder gerne gegen Sachbearbeiter, man muss sich halt abgrenzen, gell, zeigen dass man Studi war/ist. JAWOLL, Herr Magister! Also tatsächlich: Sachbearbeiter-Lyrik fehlt noch in meiner Sammlung, das hab ich noch nie gelesen, das Wort.)

man wird alt

Seit zwei Stunden schrieb ich jetzt Prosa im Dialekt. Wenn man da drin ist, macht das höllischen Spass, weil das dann der Alltagssprache, meiner so verdammt nahe kommt und so richtig rund läuft und das Herz über, wenn ich das auch ‚mal so sagen darf. Nein, das hat vorläufig noch nichts im Blog verloren, kommt irgendwann, aber wenn man dann aufhört und Emails schreibt und gerade noch vor dem Absenden merkt, dass da immer noch kurpfälzisch steht, was das Gegenüber mit Sicherheit nicht lesen kann, dann wird man alt, oder?

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Ich wollte schon (..update)

immer einmal in einem Museum bloggen. Also ich bin jetzt gerade im Kommunion-Museum in Sachsenhausen (ohne Stöffche, gell) und blogge. Bild kommt später. Ich wollte erstmal nur sagen, dass zwar Kafka, Don Alfi und Anke Gröner, samt Andrea Diener auf den Teppichen erlaufbar sind, nur kein mikelbower weit und breit. Was muss man tun, um hier betrampelt zu sein? Seufz. Kann man das in den Seminaren da lernen? :>>. Nee, ich weiß nicht ob ich so gerne besohlt werden möchte, eigentlich nicht.

Bis nachher. Ich habe Hunger!!! [Update, 15:12, 2 Stunden später]
Uff, das war knapp..So, die Links sind im Text, jetzt erst mal Bilder hochladen. Sodele, das Linke ist drin. Also, das ist eine hübsche Ausstellung da im Museum für Kommunikation: Absolut privat? Vom Tagebuch zum Weblog. (Flyer gibt es da) und das Blog zur Ausstellung da. Bemerkenstwerte Exponate wie Andrea Diener’s kaputtes Ibook wechseln mit den Tagebüchern von Kafka und den Holzblogs von Anke Gröners Opa. Ich wollte schon (..update) weiterlesen

leiden eines ernstzunehmenden dichters

mein lyrisches ich
hat mich
mit frau prosa betrogen
schreibt jetzt handbücher
für sägende drucker
in koreanisch und kirchenlatein

eingelegte buchstaben
schwimmen nach santa fee
handeln mit einhörnigen elfen
und gereimten aktien
in den armen dichter fond

im musenstreik
vermitteln minister
werfen mit kult
bomben akten zurück

Das stammt aus dem Jahr 2002, aber beim Ausdruck als Datensicherung |-|fand ich das für heute sehr passend. Ist da drin enthalten (pdf!).

Tubuk

http://tubuk.com

Ein online-Portal für kleine Verlage. Hhm. Gar nicht schlecht, solch ein Marketing-Vehikel, allein mir fehlt der Glaube, dass das wirklich etwas wird. Gerade bei solchen kleinen Verlagen, die sich gerne „jung“ und „abseits vom Mainstream“ betrachten, wünschte ich mir ein MEHR an Anreiz. Empfehlen, jo und woher weiß ich, dass da nicht die angeheiratete Cousine vom Autor etwas schreibt? Ich mag Avatare und Nicks überhaupt nicht mehr, solange nicht irgendwo der Klarname lesbar ist, wer zum Hook ist lesebesen??
Außerdem ist das alles nicht wirklich neu. Just another „online-Portal“.
Warum wagt es keiner pdf downloads (auch auszugsweise, aber nicht nur ein Pröbchen!!)anzubieten. Ich würde zum Beispiel gerne einmal den Ron Winkler ansehen. Den finde ich in einer Buchhandlung bestimmt nicht. Einfach so mal zum durchblättern. Aber gleich 15.90 Euronen hinblättern und bestellen? Nee. Also, das Risiko wäre das doch wert, oder? Ich meine, ich kaufe das Buch so einfach eh nicht, aber VIELLEICHT nach dem download. Aber was red‘ ich da.
Mensch der Verbrecherverlag müsste das doch können. Soll mal die Strübel und die Passig fragen, wie das geht.
Zumindest gäbe das mehr Presse für Tubuk und sie wären der Held des Web 2.0.

Jetzt überleg ich gerade, ob ich mir das nicht doch dort bestellen soll. Nee, ich geh mit der ISBN lieber zu meinem Buchhändler, wenn schon kein download, dann spar ich mir wenigstens die Porto-Kosten ;-))))

Lieg ich da so falsch?

Outing

Ich wollte das schon immer von der Seele schreiben: Lyrik schreibe ich ja (fast) immer mit dem Füller in wechselnde Lieblingsmedien. Den Füller samt vorletztem Medium sieht man im Blogheader. Zur Zeit ist das so ein Lederdingens mit < Dina A5 drin. Dieses Medium liegt jetzt seit fast 4 Tagen neben mir an der Tastatur und ich traue mich nicht es aufzuschlagen und den Inhalt zu sichten, zu sortieren, Gut von Sauschlecht zu trennen. Das geht manchmal 14 Tage so. Lieber schreib ich auf etwas anderem weiter, als dass ich zugebe: Da steht nur Schrott drin, vielleicht. Ich denke, ich werde morgen nachsehen....