Der Mühe Dichter

wie viel Arbeit, welche Mühe

ja, ja, so muss teutsche Dichtkunst sein, die Qual des Endreims, die Einfalls-Arbeit.

Ich habe noch nie verstanden, was die alle ein Getöse um den Rühmkorf machen, der klingt für mich immer, als wolle er dem Schiller die Hauspantoffeln bringen, aber suum cuique, ich verstehe es nur nicht. Dirk hat ja auch einen schönen googler dazu gefunden.

Bis tief in die Nacht

dauern Lohnverhandlungen immer. Bis tief in die Nacht. Könnte man sowas nicht mal live übertragen, statt den dämlichen Talkshows? Nur mal so zum angucken, bis tief in die Nacht.

Dann könnten wir das dann auch kommentieren und auswalzen und besprechen und weiß der Ahne was. Und dann zusehen analog der Papstwahl, wie man weißen Rauch macht mit der ererbten Formel die Presseverkündung: HabemusNach langen und schweren Verhandlungen ist es in der Nacht zum ….zu einer Einigung im Tarifkonflikt der …..Gewerkschaft mit dem …..Verband gekommen.

…% mehr Lohn und Gehalt und weiterhin…., dafür wird….

Gibt es solche eine Vorlage nicht zum Download? Ich liebte SAP R2 auf den . Da gab es eine Transaktion, wo man gucken konnte, wie das Controlling bereits den Faktor eingegeben hatte. (Wir hatten damals Haustarif), bis auf zehntel Werte war das immer schon wochenlang vorher klar. Aber immer waren es lange und schwere Verhandlungen bis in die frühen Morgenstunden…lol

Prolet

Man sollte das Wort Prolet wieder in den politischen Diskurs einführen.
Neu wäre die weibliche Ausprägung des Wortes. Proletin. Gerne auch in der umgangssprachlichen Regelung Proll.

Na, ihr Linken? Muss ich noch mehr locken? Es gibt sie zu Hauf!

Wie jetzt, so genau wolltet ihr das gar nicht wissen? SO genau, es reicht wenn sie sich ihre Diss und beim Prof, gell….und soooo links immer und die Deppen gucken Privatfernsehen und fressen Müll.

DÄ KURPÄLZER KLONG!

Schon komisch, aber in Ordnung. Uhne Ferz mit mikel-texte in der Sakristei der Schloßkirche. Da hat schon Mozart gespielt.
Romy singt dann nach Jahren auch einmal wieder dort. Wollte sie schon immer ‚mal machen. Marienlieder. Ave Maria.
update[Mannheimer Sommermusik heißt das! Klingt wirklich gut!

Nur was

von einem ordentlichen Verlag gedruckt, vielleicht sogar lektoriert und mit knebelndem Autorenvertrag versehen, vertrieben wird, ist Literatur! Nur wer seine Vertriebs- und alle anderen Rechte (Filme, Hörbücher, Drittverwertung bei den Weltbildern, samt Diözesen) bedingungslos an den höchst geliebten Verleger vergibt ist ein Autor.
(Das mit den öffentlichen Fördermitteln vergessen wir gerade einmal.)

Also, nur wer all dies hat und quasi abhängig ist, wie alle anderen abhängig arbeitenden auch, also nur der ist ein wahrhaftiger Autor. Ich hielt diese Rede jetzt zum wiederholten Male vor der Tafelrunde im virtuellen Jenseits und wie immer grölte der Herr Bligger von Steinach: Siehs’te jetzt, warum ich die Nibelungen nie signierte? Warum wir im Mittelalter NIE Autorennamen hinterließen, nur die Amateure wie der Herr Vögelweidner, oder wie er hieß?
Vergil will eine Legion ausheben, um die Drucker unter Druck zu setzen, nur Homer streichelt den Heiligenschein des Raol Schrott, biegt ihn zurecht, damit Paris (hey, nicht Hilton, der hatte was mit Helena, und mit APHRODITE) ihn als Zielscheibe verwenden kann.

Mikel spinnt wieder, rufen sie alle und richten etwas Weizen-Met, wenn er heiser nach Bier ruft. Ich schreibe, also bin ich, ruft der heilige GhostWriter des Johannes in die Runde und ertränkt das Imprimatur in Messwein. Mikel, kannst Du uns nicht endlich solch einen Autor hier mitbringen? Und was schreibt er? Literatür? Wie süß, das müssen wir alle einmal probieren. Also: Wer druckt das jetzt und wer legt vor?

Und dann schwingt Augustinus die Keule und ….

*Dies ist nur der Anfang einer längeren Skizze für die Freunde aus dem Real-Live, die das Thema plagt. Das bespricht sich gut am Fluss, beim Tellerklappern 😉

was ich bin?

was bin ich ?
lyriker ?
klingt wie politiker
poet ?
altertümlich oder schlimmer
dichter ?
steh ich in dünner luft auf sockeln ‚rum ?
texter ?
arbeite nicht für agenturen
gedichtemacher ?
oh nein, war nicht auf burg waldeck

bin
wortverdreher
wortverwerter
werker
wortwerker
wortwerker, jaaaa

aus 2001, nur weil’s zum Diskurs gestern passte.

eBooks

Wie ihr ja alle wisst fiel dieses Jahr das Weihnachtswetter auf Ostern, was meiner Birkenpollen-Allergie sehr gut tat und ich hatte endlich keine Ausrede mehr endlich einmal meine Lyrik-Auswahl in Chronologie zu vervollständigen und als offline-Backup alle auszudrucken. Und weil das alles so schön flott geht, habe ich auch pdf’s für Euch gemacht und das hochtrabend eBooks genannt, in einem Posting zusammengefasst und in der Sidebar als solche verlinkt. Legt man die Ausdrucke malerisch auf den Schreibtisch sieht das so aus:

Ich hab übrigens aufgepasst: Die Texte wurden durch das Drucken per se nicht besser. Ich werde sie morgen mal per Forma verkaufen (nur mal so, Sohnemann hat ja Ferien und natürlich wieder zurückkaufen) und sehen, ob sie dann besser werden. Ich mein ja nur, wegen der ökologischen Nischen..lol

eBooks

Ich weiß, ich weiß, es gibt NOCH keine richtigen Lesemaschinen, es gibt auch kein allgemein gültiges Format. Dennoch. Ich wollte einfach die Dinge, die (lyrischen) Texte, die ich unbedingt aufheben wollte auch ausgedruckt als Backup haben. (Die Theaterstücke und Singspiele bleiben vom Netz, sie liegen auch nicht digital vor, die Texte für Uhne Ferz bleiben auch außen vor, das sind Gemeinschaftsprojekte!) Weil sowas sehr öde ist und doch nur vor sich hingammelt habe ich mich daran gemacht alles nach und nach in eine Buchform zu bringen. Nein, nicht für immer neue BoDs. Einfach via Star-Office auf 12:19 formatiert in Geramond, mit Deckblatt versehen und nach dem Druck als pdf-Datei hier auf die Web-Site gestellt. Wer mag kann sich dies herunterladen, ansehen, ausdrucken, was auch immer, nur bitte nicht verkaufen, da werde ich böse oder unter eigenem Namen vernetzen. (Einige der Bücher sind bereits bis zu 800 mal heruntergeladen worden, ohne große Verlinkung im Blog, nur um einmal eine Zahl zu nennen, die nicht wirklich wichtig ist) Die pdf-Dateien kann man natürlich auch weitergeben, obwohl es einfacher ist einfach den Link weiterzuleiten, dann kann ich hier sehen, wie viel Downloads es gibt, deshalb auch bitte nicht auf anderen Seiten wieder hochladen. Jetzt habe ich alles soweit fertig und deshalb gibt es jetzt hier eine Zusammenfassung. Ich bin noch dabei all meine Dialekt-Sachen zu durchforsten und auch hier abzulegen. Als geschlossenes Werk so zu sagen. Mal sehn.

Zur neuen Elektrobuch-Seite geht es hier

20 Jahre PC

Jetzt hatte ich Jubiläum und wusste es nicht. Seit dem 14.3.88 habe ich einen PC zu Hause.

Was war das aufregend. Man beachte: mit GW-Basic. Das Handbuch dafür füllte alleine einen schweren DIN A5-ähnlichen Ordner mit Schuber. Und das Basic wurde genutzt! Innerhalb eines halben Jahres hatte ich den Rechner amortisiert. Es war eine Offenbarung gegenüber dem Lochstreifen-Basic/Fortran, das ich kannte.
Und dann die erste Textverarbeitung: Witchpen vom Schweizer Keller hieß das Teil mit einer sensationellen Rechtschreibprüfung. Wordstar konnte ja keiner bezahlen, wie jetzt Word? Das kannte keiner! Word Perfect war was für die Amis.
(In der Firma orgelten wir auf den gleichen Rechnern, OHNE den NEC V20, gell, das war TUNING!, da war Intel 8086 drin oder AMD kompatibel, mit Symphonie umher und irgendetwas textilem von IBM, ich glaube das Teil hieß PC-Text 4).
Die erste Maus dazu kostete 120 DM! Irgendwann kaufte ich dann den Starwriter, wohl so um 1989 herum, den Vorläufer des Open Office, ich glaube das waren 99 DM. Ich habe heute noch Texte auf der Platte, vor allem Uhne Ferz Texte, die ich damit schrieb.

Nein, online war ich da nie. (öhh fast 😉
Mein erstes Modem steckte in einem Pentium I (öh kompatiblen aus Taiwan, 1995 denke ich).

Der Vertrag übrigens dort oben war einer der letzten Texte auf einer Schreibmaschine aus bauerschem Hause. Bald, bald gab es eine 9, dann 24-Nadler.

Aber die ersten Schritte unter DOS waren schon sehr strange. Wo sollte man denn hier die Platte mounten? Ja, vor DOS war Unix, auf einem HP, da in den Geschäften!

20 Jahre, ich fass es nicht! Das war DOS 2.1, übrigens. 3.0 oder gar 3.3 waren SOLCH ein Fortschritt und immer noch nicht konnte man mounten!

Angestellten Lyrik

schreibt der Rabe vom Raum 503 in der SZ. Mein Gott, wer interpretiert denn Schlagertexte und fordert dann auch noch bessere?
Und dann dieses blöde Wort. Erst Angestellten-Romane, die der Reich-Niki nicht leiden kann, jetzt Angestellten-Lyrik, auch noch für die Massen, ah na, das Abendland deutscher Räson ist einmal mehr in Gefahr!

Diese Art freischaffenden Pfeifen, (und nur diese Art, gell), die so gerne andere Berufsgruppen denunzieren und wahrscheinlich jedem müden Euro hinterherhecheln müssen, sollten mal vor sich hindenken, falls das geht, und überlegen, wer denn dieses Zeug kauft, abonniert in das sie da schreiben, diese lesenden Massen?

Angestellten-Lyrik. Ich fasse es nicht. Diese durch nichts erhärtete Arroganz, Ignoranz und Lebensangst in einem Wort zusammengefasst. Es geht um das Wort Angestellten-Lyrik, hhhm, wie könnte man denn das charakterisieren? Schlagertext-Rezensent, Seichtum-Warner? ;D:>>

(Ja ich weiß, die versammelte Buchstaben-Blogger-Prominenz hetzt auch immer wieder gerne gegen Sachbearbeiter, man muss sich halt abgrenzen, gell, zeigen dass man Studi war/ist. JAWOLL, Herr Magister! Also tatsächlich: Sachbearbeiter-Lyrik fehlt noch in meiner Sammlung, das hab ich noch nie gelesen, das Wort.)

man wird alt

Seit zwei Stunden schrieb ich jetzt Prosa im Dialekt. Wenn man da drin ist, macht das höllischen Spass, weil das dann der Alltagssprache, meiner so verdammt nahe kommt und so richtig rund läuft und das Herz über, wenn ich das auch ‚mal so sagen darf. Nein, das hat vorläufig noch nichts im Blog verloren, kommt irgendwann, aber wenn man dann aufhört und Emails schreibt und gerade noch vor dem Absenden merkt, dass da immer noch kurpfälzisch steht, was das Gegenüber mit Sicherheit nicht lesen kann, dann wird man alt, oder?

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Ich wollte schon (..update)

immer einmal in einem Museum bloggen. Also ich bin jetzt gerade im Kommunion-Museum in Sachsenhausen (ohne Stöffche, gell) und blogge. Bild kommt später. Ich wollte erstmal nur sagen, dass zwar Kafka, Don Alfi und Anke Gröner, samt Andrea Diener auf den Teppichen erlaufbar sind, nur kein mikelbower weit und breit. Was muss man tun, um hier betrampelt zu sein? Seufz. Kann man das in den Seminaren da lernen? :>>. Nee, ich weiß nicht ob ich so gerne besohlt werden möchte, eigentlich nicht.

Bis nachher. Ich habe Hunger!!! [Update, 15:12, 2 Stunden später]
Uff, das war knapp..So, die Links sind im Text, jetzt erst mal Bilder hochladen. Sodele, das Linke ist drin. Also, das ist eine hübsche Ausstellung da im Museum für Kommunikation: Absolut privat? Vom Tagebuch zum Weblog. (Flyer gibt es da) und das Blog zur Ausstellung da. Bemerkenstwerte Exponate wie Andrea Diener’s kaputtes Ibook wechseln mit den Tagebüchern von Kafka und den Holzblogs von Anke Gröners Opa. Weiterlesen

leiden eines ernstzunehmenden dichters

mein lyrisches ich
hat mich
mit frau prosa betrogen
schreibt jetzt handbücher
für sägende drucker
in koreanisch und kirchenlatein

eingelegte buchstaben
schwimmen nach santa fee
handeln mit einhörnigen elfen
und gereimten aktien
in den armen dichter fond

im musenstreik
vermitteln minister
werfen mit kult
bomben akten zurück

Das stammt aus dem Jahr 2002, aber beim Ausdruck als Datensicherung |-|fand ich das für heute sehr passend. Ist da drin enthalten (pdf!).

Tubuk

http://tubuk.com

Ein online-Portal für kleine Verlage. Hhm. Gar nicht schlecht, solch ein Marketing-Vehikel, allein mir fehlt der Glaube, dass das wirklich etwas wird. Gerade bei solchen kleinen Verlagen, die sich gerne „jung“ und „abseits vom Mainstream“ betrachten, wünschte ich mir ein MEHR an Anreiz. Empfehlen, jo und woher weiß ich, dass da nicht die angeheiratete Cousine vom Autor etwas schreibt? Ich mag Avatare und Nicks überhaupt nicht mehr, solange nicht irgendwo der Klarname lesbar ist, wer zum Hook ist lesebesen??
Außerdem ist das alles nicht wirklich neu. Just another „online-Portal“.
Warum wagt es keiner pdf downloads (auch auszugsweise, aber nicht nur ein Pröbchen!!)anzubieten. Ich würde zum Beispiel gerne einmal den Ron Winkler ansehen. Den finde ich in einer Buchhandlung bestimmt nicht. Einfach so mal zum durchblättern. Aber gleich 15.90 Euronen hinblättern und bestellen? Nee. Also, das Risiko wäre das doch wert, oder? Ich meine, ich kaufe das Buch so einfach eh nicht, aber VIELLEICHT nach dem download. Aber was red‘ ich da.
Mensch der Verbrecherverlag müsste das doch können. Soll mal die Strübel und die Passig fragen, wie das geht.
Zumindest gäbe das mehr Presse für Tubuk und sie wären der Held des Web 2.0.

Jetzt überleg ich gerade, ob ich mir das nicht doch dort bestellen soll. Nee, ich geh mit der ISBN lieber zu meinem Buchhändler, wenn schon kein download, dann spar ich mir wenigstens die Porto-Kosten ;-))))

Lieg ich da so falsch?

Outing

Ich wollte das schon immer von der Seele schreiben: Lyrik schreibe ich ja (fast) immer mit dem Füller in wechselnde Lieblingsmedien. Den Füller samt vorletztem Medium sieht man im Blogheader. Zur Zeit ist das so ein Lederdingens mit < Dina A5 drin. Dieses Medium liegt jetzt seit fast 4 Tagen neben mir an der Tastatur und ich traue mich nicht es aufzuschlagen und den Inhalt zu sichten, zu sortieren, Gut von Sauschlecht zu trennen. Das geht manchmal 14 Tage so. Lieber schreib ich auf etwas anderem weiter, als dass ich zugebe: Da steht nur Schrott drin, vielleicht. Ich denke, ich werde morgen nachsehen....