Da wurde gerade eine Frau umgebracht,

was weiß ich warum wirklich, ja ich meine Frau Buttho. Sie war im Weg. Nun, das kommt jeden Tag vor, gell. Es herrscht halt Krieg da, gell.
Wen interessiert schon, dass sie eigentlich gerne weiter gelebt hätte, denke ich mal, ich kannte sie nicht.
Es zählt nur in den Edelgazetten dieser Republik, unter den wahrhaften Journalliern, den ernsthaften, die nicht zur U-Fraktion zählen, was dies für ihren Krieg bedeutet…

..den wir täglich auf den Autobahnen verursachen und nicht zu vergessen durch unser allzeit so geliebtes Kupfernetz hier, samt angeschlossener Server und Suchmaschinen, die Tag und Nacht laufen und stromern.

Erzähl mir keiner was über Religion und Ost und West.

Das wirkliche Spiel findet jenseits der Gazetten und Weblogs statt.
Und selbst die Casinos, die sich Börsen nennen, lenken eigentlich nur ab.

Ich nehme mir nun Zeit an diese unbekannte Frau zu denken, wer auch immer sie wirklich war, wenn sie Schnupfen hatte und ihre Tage. So viel Zeit muss sein.

Poesietherapie

Toni Reiz im Interview mit der Ärztin. Poesietherapeutin und Autorin Silke Heimes.

Und was ist Ihre Haltung zum heutigen Literaturbetieb?

Literatur und Literaturmarkt sind zwei Dinge, die nicht miteinander vereinbar sind….

Welche Erneuerung bringen Sie in die Literatur?

Muss es denn immer und um jeden Preis eine Erneuerung sein. Wir erfinden sowieso nichts neu, das ist Augenwischerei. Alles, was wir schreiben, wurde schon einmal geschrieben. Was das Spezielle ausmacht, ist die Komposition. Mein spezielles Empfinden, meine Grundtönung, meine Wahrnehmung der Welt.

Das ganze Interview gibt es hier als pdf zum Download.

Passt doch der Artikel über Raoul Schrotts neuestes Werk in der FAZ dazu:

Raoul Schrott hat Homer, den Schöpfer der abendländischen Kultur, als einen Schreiber in assyrischen Diensten identifiziert….

Entstopft

bin ich endlich!

Seit mindestens zweieinhalb Tagen verstopft ein 4-Zeiler hier oben, – da, siehst Du da!, genau da! – das System, aber eben, eben kam er heraus, nein, nicht was ich der Mixerin, nein, nicht das, einfach 4 Zeilen, nicht der Rede Wert, aufs Papier getintet, ich sag nur GE.HA, GE.HA., Stan Getz.Joao Gilberto auf den Ohren. Und dann ging es ab. Der 4-Zeiler wurde den Musen geopfert, wer auch immer das ist, wo sie/er/es dero Firmensitz besingen, und ab, ins Archiv, nein, ich werde doch keine 4-Zeiler morden, nein archiviert ist er, abgelegt. Nein, nein, nein, ich werde kein Werkeverzeichnis einrichten. mikelVZ 23.8- archiviert/nicht freigegeben. Wie klingt denn sowas? Ich bin doch nicht Wolfers Cousin, wer war eigentlich dieser Köchel? Aber dann! Dann pour-zelten sie endlich heraus, all die Ferslein, die ich gab, pardon in Versen und der Peli-GE.HA flitzte über die Papiere, die eigentlich banken sollten, prozentig, you know (yk).

Endlich, ach was schwimmen sie so schön in Wannen (Wonnen?). All die , ah, ich muss erst schlafen. Es tat gut….

Hey, da ist eins dabei, ich MUSS es jetzt hier, sorry, ja, der Rest ist für Dich, mein Archiv..

Im frühen Heu

Füße streuen
die Wiesen
Blumentritte
laufen
lassen
sie grasen
beten

DIE

Lesen, lesen, lesen

Nächstes Mal lesen die Räuber in Heidelberg, nach Ludwigshafen, MA-Feudenheim und Viernheim, Mannheim kommt noch ein paar Mal. Dieses mal in HD, was brauchen wir einen Kanon und Postkarten-Moderne, nun ja, was solls.
Hab ich nicht einen schönen Flyer gebastelt?

Ich freu mich besonders auf Elisabeth Alexander (war auch lange Jahre Vorsitzende), natürlich Bettina, die ich schon lange nicht mehr hörte und dann auf unser Neumitglied Jacques Outin….
Ach so ja, das ist die Heidelberger(+Umgebungs)-Fraktion.

Lustig: Jacques Outin hat einen Bassisten als musikalische Umrahmung vermittelt und siehe da, das ist Matthias Debus, zu dessen 5 Minuten vor Ladenschluss ich schon 2006 mal was schrieb.

Wer hin will: Stadtbücherei, 30.10.08 19:30. 4/3€!

Holz streifte meinen Kopf

und Holz werf ich zurück: denn ich bin der xmas, der Weihnachstmann von Fegidai Süd und der Weihnachsthasser der Kurpfalz 😉 äh Notizen.


Weihnachtsbackerei im Tann

Du
vielleicht
ist mir das
alles viel zu leicht
und zu viel gebacken
Safran macht nur Kuchen geel
Gebäck backen will Ich
über alle Backen, Dir immergrüne
Herzen hertzen vielgetaktet,
unter diesem Ast komm hier ja ja hier
nach oben willst Du, dort
In meinen Gipflern Dich wiegen erhitzen
Ich wieg Dich
back mich
Stramm mich
starker Stamm
Du stärkst mich
in unseren Hitzen
backen wir auf Backen
allen nadeln uns zusammen

und damit Frau Petersilie nicht weinen muss zum Fest hier die Antworten

  • 3 materielle Wünsche zu Weihnachten? Haushaltsroboter, Nobelpreis, Subnotebook auf eingebautem Schreibtisch im Fahrradlenker mit Anschluss an den Farraddynamo
  • 3 Menschen, die von Dir ein Weihnachtsgeschenk erhalten? Sohn, Tochter, Sohn
  • 3 Menschen, mit denen ich gerne Weihnachten feiern würde? Zuckmayer, Lucia Borgia, Hadschi Halef Omar ben Hadschi äh weiter weiß ich nicht mehr.

Aber nein oh Nein, ich bringe es nicht über die Betabloggercker meines Herzen, ich kann nicht totes Holz nach Menschlein werfen, sie zum apportieren erniedrigen. :>>
This is a free Stöckchen and eferbaddy kann teik it with him orra her.

Ernstkünstliches

Es ist ja auch schlimm. Überall nur Pop und kein Quentlein Ernstmusik oder gar Ernstliteratur, von der Ernstkunst ganz zu schweigen. Nein, es geht nicht um dich, Ernst. Überall unterhalten sich die Menschlein und ernsten nicht. Sogar bei den blutrünstigsten Filmen und den langweiligsten Büchern (ich sage nur: Buddenbrooks, echt grass, eh) unterhalten sie sich, lächeln oder lachen gar. Ich bitte Sie, lachen bei der Ernstkultur! Keiner kann mehr richtig die Stirne runzeln und die Hornbrille in den Untergang des europäischen Abendlandes schwenken. Keiner. Sie unterhalten sich. Sie tun etwas für ihren Unterhalt, ja so was. Und kein Ernst ist zu sehen.
Wie kann denn dann Ernstkünstler beweisen, dass er Ernstkünstler ist, wenn selbst diese Beweisführung zur Unterhaltung der Massen beiträgt? Es wäre an der Zeit die Akademien und Gesellschaften wachzurütteln, sich endlich ihrer Aufgabe zu stellen und ein Ernstkünstlerzertifakt zu entwickeln, das dann kostenlos erworben werden kann, denn Ernstkünstler sind ja arm, oder, können ob ihrer Ernsthaftigkeit bestimmt kein Zertifikat bezahlen. Ich denke, das Fraunhofer Institut für offene Kommunikationssysteme wäre das richtige Haus um ein solches Zertifikat auszugeben. Ich sehe die Testprobanden, wie sie verkabelt und bemonitort auf Stirngerunzel beobachtet werden und die elektronisch-berührungslose Mundabtastung garantiert kein noch so schiefes Grinsen feststellen darf. Die PulsmessMaschine überprüft auch die Wallungen des Blutes, die nur minimal sein dürfen, soll doch keineswegs irgendeine Erregung die Unterhaltung fördern. Alles wird dem Ernst der ewigen Lage unterworfen.
Solch ein Zertifikat wäre doch wundervoll, schwelgt da ein Dichter und Denker und ist schon disqualifiziert. Schwelgen unterhält. Er schaut ernst drein, was aber auch nicht hilft. SO einfach ist das nicht mit der Ernstkunst, gell! Aber pssst: Es heißt die ISO ist am werkeln, zusammen mit der DIN. Es soll irgendwann eine DIN für angewandte Ernstkunst geben. Dann wird den Poprezipienten aber das Lachen vergehen. Ha. Sie müssen dichten und hören und denken, ganz ohne DIN und ISO und keiner auditiert sie, ha! Wie jetzt, das sei auch unterhaltend? Was ist es schwer so ernst zu sein.

Pop in HD (cum hyper äh links)


Und keiner|in verliert
mehr sein Herz

hertz hartz
cardioLogisch
im Neuenheimer
Feld
nur weil
keiner und kaine
diese Ruinen
repariert
(instandbesetzt meinethalben)

nur die Herzen
mit Schmerzen
in Förmchen
für gerundetes
Stearin

Pop-Rezipienten
geißeln sich
in Glühwein
Sümpfen aus
AltStadt

ach was hätt ma
heidelbeern
wonn se net so
deier wärn
(sangen die veteranen in zuckmayers fröhlichem weinberg)

all the fuck
et hominibus

ei, heidelbergensis

wir kreuzigen uns ein E vor das U

Irgendwann

werde ich folgendes tun:

Eine Veranstaltung in Viernheim hochziehen und den Fotografen, die wie immer viel zu früh anrücken jemand unterschieben, der nix, aber auch gar nix mit der Veranstaltung zu tun hat. Dann warten wir noch, bis die Schreiber auch wieder weg sind (die bleiben nie bis zum Schluss) und dann mache ich was total abgefahrenes. Und filme es. Den Film stell ich dann ins Netz, zusammen mit dem Artikel. Bestimmt mach ich das.

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