Kleine Buchmessen, Konzerne, die Literatur, Verlage und das Internet

Keine Sorge. Trotz der gewichtigen Überschrift wird dies kein bedeutsamer Titel des abendländischen Grasswurzel-Feuilletons. Vier Dinge ließen mich zur Tastatur heute greifen und wie immer mit zwei Fingern Buchstaben längs des Cursors auf den Monitor fabrizieren.

  1. Die Abrechnung meines Verlegers kam heute an. Jedes Jahr ein vergnüglicher Akt, eigentlich possierlich, fast peinlich. 92 Eurocent will er mir gerne überweisen. (BoD Autoren amortisieren ihre Bücher über Eigenverkauf, wer denkt schon an Gewinne?). Aber tatsächlich haben zwei Bücher ihren Weg durchs Internet zu den Bestellern gefunden. Dies allein wäre aber natürlich kein Grund die Leser hier damit zu behelligen, es passt nur in eine Serie von Gedankengängen, die vielleicht der Öffentlichkeit zuträglich wären.
  2. Ich wollte eigentlich alle Homepages der Verlage ergründen und hier vorstellen, die an der kleinen Buchmesse teilgenommen hatten. Und ich tue es nicht. Warum soll ich deren Arbeit tun? Warum muss ich wie ein wilder Watz durch die Gegend googlen, um das irgendwie nachbereiten zu können? Ich möchte so etwas haben, wie Lehmanns Weblog. Gefüllt von einer Arbeitsgemeinschaft dieser Verlage. Alles wohl aufbereitet für meinen Feedreader! Das wär‘ doch mal was für die IHK, oder?

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Parallelen schneiden sich an der Unendlichkeit

habe ich gelernt. Dieser Satz birgt bis heute noch die Weisheit an sich, ist absolute Filosofie (ich schreib das mal bewusst so) und der Punkt, auf den alles zusteuert. Denn: Der Satz gilt für absolute Parallelen. Zeichnerische. Und absolute Parallelen gibt es zeichnerisch, im realen Leben nicht. Nichts ist bei entsprechender Auflösung so, wie es denn aussieht. Alles besteht aus Pixeln. Unser Abbild dieser Welt. Pixeln oder anderen virtuellen Tieren, die sie in Area 51 neu definierten und zu Pilzen erbrachen. Und doch ist dieser Satz von der Schneidung korrekt. Wird im mathematischen Universum gebraucht oder doch nicht unbedingt? Was weiß ich. Eine andere Frage: Wie lange sollten Blogeinträge gespeichert sein? Oder andere Einträge im Netz? 2 Jahre? Bis der webspace platzt, der Datenbank-Dämon erstirbt? Ist die Nachhaltigkeit des www auf die Ewigkeit angelegt und jetzt kommt der filosofische Oberhammer. Wie lange verzehrt sich google am eigenen Cache? Wie lange wird das Gedächtnis des Webs gelagert und wo? Nur mal so angedacht für die Spinner des heiligen Web 2.0 und auch dessen Kritiker. Was wollen wir hinterlassen? Außer der kollektiven Gelassenheit der Verbrennungsmotoren, die unsere Datenbanken, dok dok 01 0001 1000 erhält? Mit was bitte werden Klimamodelle errechnet? Ich furze, also bin ich zu viel. Wie gesagt, die para-lellen Schnittchen, beim Schmidts-Bäcker rezeptiert….Mit was werden Backofen betrieben?

Anfrage: Wie denken eigentlich Historiker und Archäologen? Schon wieder für die Kollegen in tausend Jahren etwas in den Paierkorb gekippt? Sind Laserdrucker die Rettung unserer zukünftigen Vergangenheit?