Das ganz Gewöhnliche und die Kunst

Nähert man sich dem neuen Kunsthaus in Viernheim von hinten, von der Goetheschulseite, sieht man ein sehr hässliches Gebäude. Und dort soll Kunst sein? Was schreib ich denn da? Wo steht geschrieben, dass Kunst schön sein muss? Das Haus selbst ist wahrhaftig kein Glanzstück moderner Architektur, aber es liegt mitten Viernheim und ist ehrlich. Es erzählt über die Irrungen und Wirrnisse der Geschichte einer zu schnell gewachsenen Stadt, die in historischen Dimensionen gemessen vorgestern noch ein kleiner Bauernweiler war, sich den Gegebenheiten der Zeit mit ihren bescheidenen Mitteln stellte. Abgestraft für die Dummheiten, Grausamkeiten der Nazis, die auch hier ihren Sitz hatten, Juden deportierten, Menschen verschleppten. Fast meint man die Bombenlöcher noch erahnen zu können. Das Haus könnte überall stehen, wo es keine „Altstadt“ gibt und sich die alten Herrenhäuser heutzutage als Kulturdenkmäler präsentieren können. In solch ein ehrlichen Haus ist also Kunst hinein verfrachtet worden. Einfach so. Weil es leer stand. Auf der anderen Straßenseite eine Kneipe und die Kirche. Gut eine Buchhandlung gibt es jetzt auch, neben der Apotheke, so schräg gegenüber. Neben den Wettbüros auch ein Internetcafe/Telefonhaus, mit viel Publikum aus aller Herren Länder, dort herrscht Kommunikation, vor dem Laden und drinnen. Vor dem Monitor und dahinter. Globalisierung in der Dorfstadt. Und dann ein Kunsthaus. Man sieht den Räumen noch die Bank an. Die Neon-Lampen flimmern, die Klimaanlagen gähnen ihre Luftschlitze in den großem Raum und Glasbausteine schreien

Read more »

Mittelbar und unmittelbar, die Mittel machens….

(größeres Bild: Klick Klick)

Presse I (Südhessen Morgen)

Mit Sprachwitz und Wortakrobatik hat der Autor schnell die Zuhörer für sich gewonnen.

Im Schnelldurchlauf fliegen Satzfragmente durch den Raum, die sich jedem Sinn-Zusammenhang entziehen. Ab und zu blitzt noch ein zeitverzögertes Lachen bei den Zuhörern auf, oder ein heftiger Zwischenapplaus brandet auf.

Eine völlig andere Seite des facettenreichen Künstlers tut sich bei den Liedtexten auf, die Bauer für die Gruppe „Uhne Ferz“ schreibt. In unmittelbarer direkter Sprache finden die Texte den Zugang zum Publikum – und dieses ist begeistert.

Und das alles in EINEM Artikel..hier der Artikel im Web.

Es hat noch selten jemand so genau umschrieben, wie ich oft Resonanz auf mich und meine Texte erlebe. Das fast fassungslose Erstaunen darüber, dass ich nicht in eine Schublade passe, schon gar nicht die Bandbreite der Stilmittel, die ich mir erlaube zu benutzen. Das ist eine gute Kritik. Und doch scheint alles zu passen! Mit keinem Wort wird erwähnt, dass da zwei Sprachen beteiligt waren. Standarddeutsch und kurpfälzer Dialekt. Es ging um mittelbar und unmittelbar. Kann man Lyrik besser umschreiben?

Den zweiten Pressebericht gibt es hier erst heute Mittag. Spannung aufbauen ist auch ein Stilmittel, gell?

Performance

…Sie kann überall, zu jeder Zeit und ohne zeitliche Begrenzung stattfinden. Dabei kommen vier Grundelemente ins Spiel: Zeit, Raum, der Körper des Künstlers und eine Beziehung zwischen dem Künstler und dem Zuschauer. Performance ist zu unterscheiden von Malerei oder Skulptur, bei denen ein physisches Objekt das Kunstwerk bildet.

Die Performance ist nicht genau definiert, was angesichts der von ihr konsequent durchgeführten Überwindung jeglicher Regelästhetik folgerichtig ist……

Quelle Wikipedia

Da darf Mann die Regeln selbst erfinden! Folglich:

Ich mach natürlich auch Performances. Am Donnerstag zu Beginn der Lesung.

1. Die Sache mit den Klopfzeichen. Eine Sprachperformance…
2. Der arme Poet…

Nein, ich werde keine öffentliche Lesung meiner Kontoauszüge als neue literarische Aktionskunst einführen, nein das nicht..:>:>:>

Das Kunsthaus ist eröffnet


.
sprach der Bürgermeister, also ist es. Ein Bürgermeister der knappen und treffenden Worte. Er sprach nicht ÜBER Kunst, sondern warum Kunst die Innenstadt bereichert und somit ein Instrument des Stadtmarketing ist. Gut so.
.

.
Der Kurator der Ausstellung, Vorsitzender des Kunstvereins, Chef von Kunststückchen, allseits bekannter Videokünstler Fritz Stier und Spiritus Rector des Kunsthauses kann das auch viel besser.

Read more »