Orphismus, Lyra, Laterne und eine Disc [Update I, II, III]

(Beitragsbild: Wandtext zum Begriff „Orphismus“ in der Ausstellung)
tl;dr
Updates weiter unten zu den besuchten Veranstaltungen der Ausstellung.
Lesung mit Ragna Pitoll
| Der Scriabin Code | Lichtoper

Ich war im Wilhelm-Hackmuseum in Ludwigshafen. Pressegespräch zur Ausstellung:

Stimme des Lichts – Delaunay, Apollinaire und der Orphismus.
2/12/2017 – 02/04/2018 Öffnungszeiten, Tickets &mehr.. Die Anfahrt wird hier beschrieben.

Mein Fazit:

Ich war schon lange gespannt, was das gibt. Orphismus. Noch nie gehört. Eine Erfindung eines Dichters. Prima. Apollinaire, noch nie gehört. Orpheus. Spontan stellen sich musikalische Erinnerungen ein. Ich hab euch eine Playlist gemacht. Könnt ihr beim lesen vielleicht nebenher hören. Kennt ihr bestimmt auch. Sind Hits!

Irgendwann bekam ich auf Twitter mit, dass Artefakt Kulturkonzepte die Ausstellung begleiten, auch im Netz. Wir hatten uns bei der Noldeausstellung von Böhringer im Museum Wiesbaden kennengelernt, wo sie auch das Socialmedia-Event managten. Ich berichtete. Kurzer Hand lud man mich nach zwei Tweets per DM zur Pressekonferenz ein. Ein Treffen entlang der Engelhornlinie sozusagen… Engelhorn BASF, Urenkel Engelhorn Böhringer. Die BASF ist Hauptsponsor des Hack an sich und dieser Ausstellung im Besonderen. Ich komme noch drauf. Das Headquarter ist ja nur ein paar KM vom Museum weg, wie alles in LU und MA. So machte ich mich auf den Weg.


Pressekonferenz. Also eine Old-Scool-Media-Veranstaltung, kein Social-Media-Gedingse, die ich sonst gewöhnt bin. Pressemappe, Begleitbuch. Jede Menge Papier, kein #hashtag, keine Buttons mit dem Account. Keine spontane Folgen auf Instagram, kein „und auf Twitter? Auf Facebook hab ich dich schon geliked“ Die Presser*innen kennen sich wohl doch, ist ja eine Geheim-Community von Freien und Unfreien :). Ich kannte nur die Artefakt-Leute. Niemand nutzte ein Smartphone, außer den Artefakten und mir. So weit ich das mitbekam. Nun ja. Print lebt und das Dampfradio und das Färnsehen.

Pressegespräch im Hack

Von links (wühlt in der Pressemappe nach Namen), tolle Erfindung!
Direktor René Zechlin, Karin Heyl, BASF -Kultur, Sport und Soziales-, Prof. Dr. Cornelia Reifenberg Kulturdezernentin Ludwigshafen, Dr. Nina Schallenberg, die „Stimme des Lichts“, also die Kuratorin davon. Orphismus, Lyra, Laterne und eine Disc [Update I, II, III] weiterlesen

Winter im Februar

Meine Texte zur Spätlese #21

Winterlied 1

Weiß läuft
eine Straße
Schnur
gerade so als
ob zu Dir

Zungenspitzen
flocken
Empfängnisse
zu Schnee

Kalte Schöße
stöhnen
Eis
hitzen Glüh
 

 

Winterzauber

Stille Wasser hüpfen
über die Filets der Forellen
träge frieren meine Zehen
im eiskalten See
 

winter

schlitternde lemminge
durchfurchen die nacht
frierende lichter
durchbrechen die selbe
weihen sie
neu abgasgeprüft
heilige nacht
einsam friert eine
zigarette
zischt fröhlich im schnee


Päckchen (2010)

(Als Fake News noch Desinformation hieß, ein Vorschlag, auch wenn es so schwach erscheint)

In diesen dicken Regenwolken, die von Atlantik, Salz und frischem Wind erzählen, stecken meine Gedanken. Ich spende sie der Menschheit, nicht dass sie gebraucht würden. Nein, niemand muss sie annehmen, man kann sie getrösteten Mutes weiterleiten, in die Mülltonne kippen, ganz wie es dem werten Herrn und Frau Gehirn genehm. Gedankenspenden sind der Hit der Saison, niemand kann sich dagegen wehren, so wenig wie gegen die Sommerhits, die bestochene DJeis in den Radiostationen jahrjährlich generieren. Die Uno rief zunächst dazu auf, hoffte sie doch liberale und tolerante Gedanken allen Menschen zur Verfügung stellen zu können, auch und gerade in den Diktaturen dieser Welt. Wussten sie schon, dass reine Gedanken sprachlos sind? Bar einer herkömmlichen Menschensprache, die über die Zungen wandern müssen? Die Menschen machten sich Gedanken, in den Fernsehstationen gerannen die Spezials durch die Mattscheiben, die Zeitschriften gaben Anleitungen zum verpacken, sogar die Rolling Stones und das Orchester der Mailänder Skala, samt dem Fanclub von Che Guevarra machte mit, zeigte, wie man Gedanken packt und in der Luft frei setzt, an diesen magischen Punkten, die der Mufti von Kairo, der Oberrabiner von New York, der Papst und der Bischof von Canterbury zusammen mit Fidel Castro in die Wiesen und Haine der Welt gesprochen, gebetet und polemisiert hatten. Aus der Bevölkerung des Planeten streckten die Nachfahren der Schamanen ihre Nasen in den Wind und hielten sich bereit die Gedanken aufzufangen, zu entpacken und allen zur Verfügung zu stellen. Für drei Wochen standen die Kriege still, selbst die Lobbyisten in Brüssel, Washington, Paris, London und Berlin lächelten öfter und dann geriet der erste Geheimndienst in Panik. Er packte geköderte Gedanken aus der Desinformation und Agitation in manipulierte Gedankenpäckchen, alle anderen Agenturen, selbst die kleinste Geldwäscherei und Werbefuzzerei spielten nun mit. Nach weiteren drei Wochen hatten die Regierungen, Verbände und die üblichen Hintergrundfamilien die Sache wie üblich in der Hand, die Gedanken waren in nichts mehr zu unterscheiden von den Werbe- und Nachrichtenmanipulationen, die täglich in unsere Köpfe geblasen werden. Glücklich hauen sich die Soldaten wieder die Köpfe ein, die Fanatiker pflegen ihren Hass und den Rest hat die Melancholie der Resignation wieder ergriffen und sie pfeifen selbst im Winter noch den Sommerhit der Saison. Ich packe weiterhin fröhlich meine Gedanken und puste sie in die Luft, gebe sie frei zum kopieren, liege nur ganz wenig von den üblichen entfernt, nur so weit, dass man sie noch als meine erkennt und gebe sie frei zum kopieren und als eigene ausgeben. Es ist mir egal, ob das nutzlos ist und ich deshalb keinen Schekel, Euro, Dollar, Taler, Denar oder Lira verdiene. Ich kann nicht mehr aufhören, die Gedanken springen von selbst in die Päckchen, so wie in dieses. Gefällt es Euch, wollt ihr es weiter schicken, in die Wolken, die von Atlantik, Salz und nur leichter Freiheit beim Wein erzählen?
Die Geschichte dazu:
Es gab 2010 das Projekt „AdeventPodcast“. Autoren stellten Texte zur Verfügung, dieese wurden professionell gesprochen und als Werbung für Non-Profit-Projekte ins Netz gestellt. Hier Creative Commons.


Die ursprünglichen Links funktionieren nicht mehr. Deshalb hier der Screenshot von sintemals.

Der Link zu CC-Creative Commons und 8 Jahre später läuft das direkt im Blog. Sprecherin war Ruth Emminger

Diesen Text stelle ich daher unter die CC-Lizenz Namensnennung-Nicht kommerziell-Keine Bearbeitungen 4.0 International

Mudda, Vadda, Bischbaschbroch

(Zum Tag der Muttersprache 2018)

Isch hebb koa Mudda
des is moi Mamma
Koan Vadda net
de Babba war des
Desweje hewwisch e
Mammababba-Schbrooch
Die Duden-Sprache
hewwisch vum Schullehra
gelernt sellemols
Des is die Schullehraschbroch
Englisch hewwisch vun de Amis
gelernt die vun newedroa
mit Jimbimm, Ice Cream un AFN
Des is moi Bob-Dylan-Schbroch
Un imma die Frog, wie
de Sigges un die Krimhild
in Worms driwwe
gebischbad hewwe
wura doch net vun do waa
sondern aus Xanten
jo, aa oam Rhoi
und was
wohl de Drache ghaße hod

Un du Herzbobblsche
Loss misch bischban
in moinere doinere
Mommababba-Schbroch.

Sinnlicher im Februar

Fürs Protokoll und meine Erinnerungen, damit ich’s nicht vergesse.

Seit Wochen lag diese Graue Glocke über uns. Ich hatte die Nase voll! Im Februar startete ich einfach durch. Befreit von allen sonstigen (kleinen) Aufgaben startete ich ein kulturelles Feuerwerk, ging wirklich einmal ins Kino.

 

Samstags dann Jazz-Klassik-Crossover. Der Link zum Blogpost kommt am 5. erst dran. Siehe weiter unten.

#ariabincode #stilledeslichts #crossover #jazzclassic #videoperformance

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2 x Theater. Wollte ich unbedingt sehen, auch wenn es an zwei folgenden Tagen war.

Ich mochte das sehr. Eine bitterböse Komödie.

paradies spielen (abendland ein abgesang) von Thomas Köck, ehemaliger Hausautor des NTM mit Twitteraccount. Ein bedrückendes Stück, voller erzählerischer Wucht. Fiel einml aus, jetzt konnte ich es sehen. In seiner Hausautorenzeit sprach ich einige male mit ihm, bei seinen Veranstaltungen, wir tweeteten auch davor. Das schafft besondere Spannung auf die Werke. Ich hätte dieses Stück gerne auf der großen Bühne gesehen. Vor allem auch die Video-Sequenzen.

Screenshot NTM zu „paradies spielen“ von Thomas Köck

 

Undokumentiert am Dienstag das umjubelte Abschlusskonzert (Jazz) an der MuHo Mannheim in der Feuerwache vom Brasilianischen Saxofonisten Joander Cruz.

Nachts danach fand ich dann noch den Artikel in einer lokalen Ausgabe des Mannheimer Morgen zur Spätlese #20. Ein schnell gestrickter Artikel mit Copy & Paste aus meinem Blog. Das ist aber vollkommen in Ordnung. So kamen meine #twly in den Print! Das war der Blogpost.

Meine #twly 2017

Die Abschlusskonzerte gingen weiter. Ich gehe da gerne hin. Meist sind das fantastische Konzerte. Anders, weil es da Vielfalt zu hören gibt, auch Eigenkompositionen, Arrangments der jüngen Künstler.

Dann zweimal Kunst & Museum. Darmstadt beschrieb ich hier.

Fluxus an Gold und Mastodon, jawoll Kaiser Willem.

Ich hatte ein Early Bird-Ticket für die Rubens-Ausstellung im Städel.

https://twitter.com/mikelbower/status/961602896105222145

Mitten im Museum in Darmstadt hatte ich Angst um meine Knie! Doch mehrstündige Museumsbesuche sind Leistungssport! Dieses Getrippel und Getrappel, das Umherstehen geht in die Beine. Aber ich wollte nach Frankfurt. Jetzt. Weil die Gelegenheit günstig war und…..

 

 

#treppenhausfreitag Ecce Homo… Rubens an der Wand

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Wie immer erzählt das Städel auf allen Kanälen von der Ausstellung. Besser als ich es könnte. Guckt. Vor allem das Digitorial.

Die Gazetten sind bereits voll davon. Es wird bestimmt noch mehr. Hier die FAZ. Die Süddeutsche.

Die Hessenschau hat berichtet. Hier der Link, obwohl niemand weiß, wie lange das noch in der Mediathek sein wird.

So. Ich mach jetzt mal langsam. Alles verdauen. Ach so ja! Mainz bleibt Mainz guckte ich auch. War schwächer denn das letzte Mal. Warum auch immer. Es ist Rosenmontag heute. Ich werde das nicht zelebrieren, dieses Jahr. Aber allen Fsnachtsgläubigen sende ich Ahoi, Helau und Alaaf.

Meine #twly 2017

Für das Protokoll und zum vergnüglichen Nachlesen.
Live-Lesung im Theaterarenal Felina zur Spätlese #20 am 24.1.2018


Lesung direkt vom Blog im Netz bei der Spätlese #20. Danke für das Bild Dr. Angela Wendt.

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