Noch mehr Thesen-Thesen und Gewesen.

Die Kulturfritzen schon wieder, lassen uns paradieren, blog, blog! #theaterimnetz

(Im Foyer gehäkelt, unsereinem wird da immer so, vom Sekt. Heimlich an die Fräcke von Wagnerianer geheftet. Übersetzer: Für Facebook auf Sinnpostkarten copypasteten! Die Theselein gelten natürlich nur in der Provinz. In Berlin theatert man ja neuestens auf Flughäfen. Ja, Flughafentheater, ohne Netz.)

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Geht gar nicht!
Der Kulturausschuss verlangt mehr Klassiker, Vollauslastung der Zuschauerräume und die Brecht-Familie untersagt Router auf der Bühne! Die Theaterfotografen kreischen nach ihrem digitalen Copyright. Die Verträge der Theatermenschen sagen nichts zum Internet!

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Apps – früher Programme genannt – sind Theaterstücke für einen oder zichmilliarden Chips. Von Millionen Programmierern geschaffen, in was weiß ich wie vielen Sprachen (sprechen sie Javascript?), heutzutage vernetzt in TrölfzigTerras Rechnern. Der Code ist das Theater, samt seinen Algorithmen. Wer inszeniert Hamlet in C++ oder doch besser php/css? Die Hardware vom Discounter und Apfelversand. Versteht niemand? Seit wann stört euch das? Das will niemand sehen? #hach
(Hinweis: Programmieren bedeutet hier nicht die Aneinanderreihung im Spielplan und dem Spielzeitheft.)

98
Solange „das Netz“ nur als Spielwiese großer amerikanischer Firmen begriffen wird, samt deren Codern, Filterblasen und immer neuen Hypes, hat das Theater damit nichts zu tun. Theater bringt man nicht an die Börse. (Intendantinen müssen draußen bleiben.)

99
Solange das Theater sich als elitäre Hochkultur begreift, kann es sich nicht mit dem gemeinen Volk auf den gleichen Servern tummeln. Igitt, da sitzt ja mein türkischer Gemüsemann.

100
Entwickelt Klatschapps für das Volk. Das reicht. Wir Theatermacher genügen uns selbst.

101
ceterum ceseo … Das Netz ist schlecht und Hass . … esse delendam.
(Endlich)

Ein Beitrag zur Blogparade der Kulturfritzen! #TheaterImNetz

Listenig to:

#natur, gepriesen sei sie, unter freien Himmeln.

Es gibt einen „Deutschen Preis für Nature Writing“? Wie fast immer via Twitter gefunden. Die Herbergsmütter veranstalten morgen #wirziehnfallera zu der Ausstellung „Unter freiem Himmel“ der Kunsthalle Karlsruhe. Die Preisträgerin jenes Preises debattiert dort auch, siehe vorigen Link.
Scheint gerade ein Hype zu sein. Ich mache das ja oft, unter freiem Himmel schreiben (siehe Bild) oder aber im Nachklapp zu Hause, sogar live hier ins Blog geschrieben. Ich habe da einiges getagt unter #natur. Ein Service des Hauses! Greifen sie zu!

#natur

Die Welt tobt

da draußen vor dem Fenster. In den Hauptstädten toben Revolutionen, Fußballmannschaften verlieren. In meinem Hirn verschimmeln Gurken, die eigentlich salaten sollten. Präsidenten lassen sich krönen, vom Volke erkauft. Da schwebt das Prozent. Lasst uns toben, bis zum Pudding an der Wand. Die Kühle entschwebt, Nudelsuppe kauend im Schrank. Rubens digitalisiert Museen, die wonniglich kreischen. In den Theatern mufft die Post im Netz. Dramen fallen in meine Seelchen. Ich schlecke Eis, aus den Kellern der letzten Revolution oder der davor. Über den Autobahnen der Fluch der Maut und der Elektro. Die Kultur hebt die Röcke und flieht vor Ministern und deren hartem Leit. Irgendwo schreibt sich ein Gedicht, der Bot schnifft hinterher. Auf Staffeleien röhrt die gemeine LED. Eine Geige püriert. Morgen werden wir singen. Wenn wir noch können. Die Welt tobt und lacht.

Drunten mäht ein Nashorn den Garten

Ein kleines nur
zwischen den Vulkanen
aus dem Baumarkt
und den jätenden
Gartenzwergen
in Python programmiert
Meine Apps kotzen
roten Glitzerwein
aus Java geboren
gezeugt aus dem großen
C und dem PlusPLus
Open the Data
Kleine Drohnen
stäuben Bienen
mit Porn
Mein Bot
lacht und vögelt
Algo und Rythmen

Ich hörte dabei Sades „Sweetest Taboo“

Schmuseum, eine Maiandacht!

[update]
(Hört die Schmuseum-Playlist auf Spotify)

Die Kulturkonsorten rufen wieder einmal zu einer Aktion auf! Ich soll im Wonnemonat Mai mein Museum lieben. Mein Museum? Als ob es nur eines gäbe! Ist aber wohl als säkulare Maiandacht für Museen gedacht, man könnte es auch als Muttertagsersatz bezeihnen. #hust. Was also tun?
Ein Schmuseum-Selfie machen .. einen Blogpost schreiben…
Ja was mach ich denn schon 10 Jahre lang? Immer mal wieder? Ich  schrieb bei Blogparaden mit, twitterte, fatzebukte, trank, aß, guckte, schrieb Lyrik in ihnen, las in ihnen, wurde in einem Buch dort ausgestellt. tweetupte dort.Zum Nachlesen hier: 28 Einträge auf eeMBee und 7 auf #burger. (In manchen Museen war ich mehrere Male.
Wer das lieber als Playlist auf Youtube sehen will, bitte!
Jedes dieser 21 Museen werde ich also extra beschmusen, virtuell. In einer Filmchengeschichte.
Die Textlinks führen zu einem Blogartikel
Prolog

Dokumenta 12, Kassel

Bundeskunsthalle, Bonn


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#IseeNolde im Museum Wiesbaden

(Listening „Pictures at an Exhibition„)

tl;dr
Meetup zur Ausstellung der „Internationalen Tage Ingelheim“ „Emil Nolde, Die Grotesken“ im Museum Wiesbaden. 30.4. – 9.7.2017.

Museum Wiesbaden, leicht verbaustellt, Plakat zu „Emil Nolde, die Grotesken.“

Museum Wiesbaden? Nie gehört! Wiesbaden liegt irgendwie im Abseits, von der Politik abgsehen. Dabei ist es unsere Landeshauptstadt. Meist komme ich nur bis Biebrich auf dem Weg nach Eltville. Ich muss halt mit der Straßenbahn zunächst nach BaWü (Mannheim), dann linksrheinisch durch das Rheinland-Pfälzische Rheinhesssen bis nach Mainz, um mit der S8 dann wieder über den Rhein zu setzen, zur Ex-Nassauischen Hauptstadt Wiesbaden, mit allem kaiserlichen Preußenprotz gesegnet. Seltsam diese Bundesländerei. Jetzt ist das sogar ein Landesmuseum, in Wiesbaden. (Anmerkung für mich -> Endlich das renovierte Landesmuseum in Darmstadt besuchen.) Wir in Hessen. Ja, ja. 🙂 Aber das wird noch besser!
Schon lange folge ich auf Twitter den Internationalen Tagen Ingelheim (Rheinland-Pfalz), ein Geschenk der Böhringer an ihren Standort. Feine Sache. Wollte ich immer schon hin. In Ingelheim ist aber das Ausstellungs-Rathaus geschlossen, wegen Umbau. Also zog man 2017 die 20 km rheinaufwärts nach Wiesbaden. Was schert die Kunst Ländergrenzen!

Ich war dabei! #IseeNolde im Museum Wiesbaden weiterlesen

Entbillert und unranickit: Das Bibliotheksquartett

Eigentlich wollte ich auf Twitter kurz antworten, aber wie soll ich das denn in 140 Zeichen zwingen? Aber ich habe ja ein Blog!
Es geht wieder einmal um Literatur-TV. Das Blog 54books.de rantet über die gerade anhängigen Formate der öffentlichen Anstalten. Ich gestehe, ich gucke da ganz selten hin, auch schon sintemals zu Ranikis Zeiten. Das fühlt sich meist an, wie ein germanistisches Oberseminar- ich gestehe aber auch ein, dass ich auch ansonsten sehr selten irgendetwas im Fänsähn gucke.. Für mich also eigentlich kein Thema, aber ich dachte nach, was ich denn gerne sähe. Entbillert und unranickit: Das Bibliotheksquartett weiterlesen

Kein Netz, mein Schiller, für Vereinte Nationen.

tl;dr
Ich war in Vereinte Nationen (UA) von Clemens J. Setz Premiere: So, 15. Januar 2017 im Nationaltheater Mannheim. Ich hätte besser etwas anderes gemacht. Nun denn.

„Das Netz wird zur Bühne, in der sich die Grenzen zwischen Fiktion und realem Geschehen vermischen.“
Schreiben sie da auf der Website der Schillerbühne am Goetheplatz. Hhhm, ein Thema hier ist ja  #theaterimnetz immer ‚mal wieder. Der Autor ist ein Buchpreisträger und auch Lyriker? Ja, Clemens J. Setz.

Eigentlich hätte mein Tweet gereicht, aber ich wollte doch näher darauf eingehen.


Schnell erzählt: Ein Elternpaar filmt ihre Erziehungsmaßnahmen an ihrer Tochter mit und verscherbelt die Clips auf einer Website im Netz. Wie auch immer, das macht Oskar heimlich, irgendwie.
Das Publikum bekommt aber vom Netz nichts zu sehen. Kein Netz, mein Schiller, für Vereinte Nationen. weiterlesen