ein Script von

30.09.06

Daniel M. Cornelius (Nick: DMC)

*1957 in Mannheim, lebte daselbst, in Berlin, Mainz, Oberderdingen und nun in Viernheim. Das M. steht für Maria und er ist Redakteur für Lifestyle, Rätsel, Partnerschaft und Multimedia für DD (Deutsche Damen) beim fiktiven Wochenmagazin „Blau-weiß-Kurpfalz“, verheiratet seit 9 Jahren in dritter Ehe (kinderlos, auch vorher) mit Elfi (39), Mannheimer Urgestein, freiberufliche Wellness-Consultant (man hatte ja damals Lehramtskandidaten nicht eingestellt) in fast allen Bädern der Metropolregion, Farb- und Typ-Beraterin und vor allem erfolgreiche VHS-Professorin für „Gestaltung von Feiertagen im alljährlichen liebevollen Vollzug“. Die Seminare „in praktischer Begleitung“ vor Weihnachten sind immer 3 Jahre im voraus belegt und bilden den Grundstein für den allgemeinen Wohlstand der Ehegesponse, denn das „Magazin“ zahlt schlecht und eher selten. Daniel liebt seine gegenwärtige Frau abgöttisch, so sehr, wie er Weihnachten hasst. Und wie jedes Jahr stöhnt er in seiner Muttersprache, wenn es denn sehr emotional wird: „Ach Gott, jetzt geht das wieda lous“, er neigt dazu die erlebten Dialekte mit dem Standard zu mischen und freut sich darauf zu bloggen, was er im „Magazin“ nicht schreiben darf….

16:26:16 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

01.10.06

Jetzt geht des wieda los

Es geht jedes Jahr früher los. „Jetzt geht des wieda los“. Immer wenn ich melancholisch werde oder ganz arg glücklich bin, denke ich im Dialekt. ( Ich hab's getan, „ganz arg“ geschrieben, ich hab's wirklich getan, wie in den späten 70igern in der WG, lass mich dich umjubeln mein Überich). Entschuldigung, aber wie denkt ihr denn? Ich meine sprachlich. Manchmal denk ich sogar amerikanisch, obwohl mir dann immer Wörter fehlen und ich gar nicht alles denken kann, was ich denn wollte, Gedankenzensur sozusagen. Komisch nicht war?. Aber sogar beim bloggen versuche ich den Grund meiner Melancholie zu verdrängen, an den Rand des Bewusstseins zu nageln und doch heimatliche Gefühle in die MundArt zu werfen. Es ist herrlich, falsche Bilder verwenden zu dürfen und doch literarisch zu schreiben, aber ihr sollt ihn endlich kennenlernen, den Grund meiner Fastverzweiflung! Mein Problem heißt Weihnachten, Advent, Krippe, Grippe, all die ganze verflixte Gefühlsmelange um das Fest der Freude, der Familie, ach wenn es doch nur so wäre. Furschdbar isses. Oinfach nur furschdbar. Seit ich als Kind fröhliche Weisen auf der Blogflöte vergewaltigen musste, bläsln, nix als bläsln, obwohl ich viel lieber Gitarre, wie Hendrix gespielt hätte, all along the watchtower, yeah. (*zeigt das Peace-Zeichen) Seit ich immer im Wald Moos holen musste, für die Krippe und Stroh vergewaltigen für Sterne, seit dem habe ich einen Weihnachtskomplex. Zwei Ehen sind daran zerbrochen, Dummbeidel alda, Dummbeidel, des waan sou geile Fraue, Dummbeidel, dabbischa, Weiwa waan dess. Aber DIESE Ehe wird nicht daran zerbrechen, ich therapiere mich selbt, hier und jetzt im Blog. Red ned sou gschwolle dohä, kumm runna un vazeil endlisch, was lous is. Loss die House waggln, Baby. Ich bitte jetzt schon um Verzeihung für die Unannehmlichkeiten, die meine dialektischen Einwürfe dem Lesefluß den geneigten Lesern bereiten (das wollte ich immer schon schreiben, dem geneigten Leser, wie Thoma weiland), aber mein Therapeut besteht darauf. Sagte ich schon, dass diese Bloggerei hier ein therapeutiches Projekt ist, von meinem Psychtech angeordnet? Sesslforza, alda, Dummwixxa, hoi, schleschdma uf de Mund, des schreibd ma doch net, auf einem ordentlichen Blog.
Hüstel. Es geht also um Weihnachten und die Rettung meiner currently lasting Ehe. (Da war das mit dem amerikanischen. Scheiß uf die Amis, escht jezad!), denn mein heiß und innig geliebtes Weib ist nicht nur Wellness-Consultant, sondern VHS-Pfrofessorin für „Gelebte Feste“ und Weihnachten ist der Höhepunkt ihres beruflichen Jahres. All der Nippes, die Deko, das Essen, die ganzen esoterischen Gerummel müssen ja vorher getestet sein, auf Weihnachtshasser wie mich abgeklopft , oh ja, sie weiß um meine Phobie, kennt aber nicht meine Qualen, meine geheimen Sitzungen mit diesem Beidlschneira vun Seeleklempna. Ich lache als Macho und lass mich betutln, und piense heimlich. Un des geid alle Joar friea lous. Aber ich nehme Euch zu Zeugen meines Leidens und hoffe auf Solidariät, denn ich will sie ja nicht velieren, wenn ihr wüsstet, wie sie riecht, wenn wir glücklich waren, hei des geid eisch awwa ga nix oa, gell. Awwas geid alle Joar friea lous, eschd. Bis moie, alla donn, ma liest sich, gell!

20:42:01 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

02.10.06

S'werd noch furschdbarer, als isch dachte.

Weil denn der Benedetto (fa moi Gedonge dezu gibt es keinen Dialekt, der dieselben kaschieren könnte). Weil also Razi so furchtlos gewesen wäre und gerade hipp sei, samt seinem Frauenfänger Gänswein, wird also alles klassisch aufgebaut sein, dieses Jahr. Nicht nur salzige Krokodilstränchen bei Weihnachtsliedern im Dom, nein die volle katholisch-modifizierte Breitseite. Violett ist die Farbe der Saison, violett, wie die Messgewänder der Monsignores, Abbés und päpstlich-geheimen Hofkaplänen. Dabei ist sie auch schon das zweite Mal vaheiad un desdeweje exkommuniziert. Aber es wird violett werden und isch Dabbes konn moieds in die Kirche rennen un gugge, damit s'Maddomsche das alles laizieren kann, modifizieren für die Heidenkinder und lila protestanischen Parresdeschda, wie sie es silberhell perlend sagt, wenn ich ihre ...Stopp, Stopppp. Awwas geid alle Joar friea lous, eschd. Bis moie, alla donn, man liest sich, gell!

17:26:22 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

03.10.06

Teufelsflachs

Ich bin froh, dass wir das „selbst Kerzen“ ziehen durch haben. Diese Sauerei in der Küche, das Wachs überall auf dem Boden, isch saach Eisch, isch hebb ma zweimal die Gosche uffgehauen. Wir kaufen dieses Jahr Kerzen, aus gentechnisch nicht verändertem Wachs, von Bienen, die nicht mit diesem Teufelsflachs in Berührung kamen. Ich schreibe jetzt nicht den Namen der Teufelsfirma hierhin, schließlich wollen wir ja nicht verklagt werden. Ich sonne mich im Glanz meiner guten Taten und dann kommt es knüppeldick: „Schatz, kannst Du bitte nachher mal zwei Minuten im Netz recherchieren, wo es solche Kerzen gibt, mit Unbedenklichkeits- Zertifikat und namentlich bekannten Drohnen (Männer, Du weißt schon). Sie streichelt dabei gedankenverloren meine Schätze, die ich ansonsten tief vergraben trage, hey Sister, stop this, hä uff dodemid midde in Werdschafd. Ich mach ja schon. Awwas geid alle Joar friea lous, eschd. Bis moie, alla donn, ma liest sich, gell!

17:25:16 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

04.10.06

Ich soll mich net sou hawwe

und laut singen. Ich würde doch sonst auch. Es müsse ja nicht vom Blatt sein, aber sie wolle doch diese gregorianischen Choräle einmal laut und live unkirchlich-unverhallt aus Männermund hören. Für die Rorate-Messen, private-erotic and at yor houmest Home, und ob man das nicht vielleicht den Kursteilnehmerinnen empfehlen könne, also die alde Schachdln die kenne doch heigschdens, mäßige Dich, mäßige Dich, hald de Schnawwl, Doniel. Die Gesänge der Mönche im Bett, kostenlos vom eigenen Mann. Die Zierden violett umwickelt, man muss ja den Teilnehmerinnen geistig-pädagogisch was bieten. Weinacht sei mehr. Yo son hombre tristess, isch glaab isch wää. Pr-i-i-ima tempore, aleviata est terra zabulon. Un dann kommt der Libanon an der Stelle, das ist gestrichen, do is schun die Marine. Awwas geid alle Joar friea lous, eschd. Bis moie, alla donn, ma liest sich, gell!

17:24:18 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

06.10.06

Und jetzt auch noch im Gschäft

Ich schreib ja Lifestyle, bei Blau-Weiß. Mehr sag ich nicht. Heupressen schon im April? Brustverkleinerungen jetzt auch für den Bestlife-Herrn? Solche Sachen. Vorgestern trafen wir eine Praktikantin aus der Redaktion im Memo. Ich hielt die Kommunikation auf kleiner Flamme, aber Elfie, welche mein Weib ist und diese Schnepfe tauschten sich wohl auf dem Klo aus und als ich mal kurz mit Klaus an der Bar den Fußball der Region verabscheute, samt Hoppentopp. Jedenfalls war Oddie-theToddie unser Chefredakteur BEGEISTERT, der Praktikanten/innen-Spanner. Ich hab jetzt eine vor-weihnachlich-Kolumne. G’seisch, G’szels, dabbisch Gebabbl, dumm Zeig. ICH! Isch keend iwwazwersch, die Gaadehack. Als erstes ein Ding über Weihnachstbäume aus der Region, mit Baumtest, Wohlfühlfaktor in green, Försterbeschau samt Interview und einer Krimireportage über illegale Weihnachstbaumabholzungen. „Es ist mir scheißegal, ob Tannengekröse geklaut wird, Mann“, brüllte er, benutzen sie google und ihre Fantasie samt Photoshop. Ging und ließ sich da unten…stopp…stopp. Awwas geid alle Joar friea lous, eschd. Bis moie, alla donn, ma liest sich, gell!

17:23:03 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

07.10.06

Du blockst doch dauernd

sprach sie . Ich „blogge, Hase, ich blogge“. Auf jeden Fall verbringst Du halbe Nächte im Internetz und, na ja bloggerts herum. (Das ck weicht dem gg, es würde fürchterlich werden.) Die bloggen doch jetzt auch in Bücher. Wer bloggt was, wohin? Naja, man bloggt jetzt über die Bücher, las ich im Interjetzt. In Frankfurt, Messe, dort wo wir mal in Sachsenhausen bempelten, jenseits der Schirn und Degussa. Ihre Hand lag auf DIESER Stelle. Ja und, der Euro wächst ja auch dort. Du willst nicht diese Blocker mal da blocken sehen? BLOGGER! Ja, sei doch nicht so preußisch. Isch bin net preissisch, Kloni, kumm riwwa, isch zeig das, Du…Kannst Du nicht mal für mich eine Messe lesen, ein Seufzer gebar die weibliche Seele. Ja was denn, Hase (wenn sie auf meine [beinahe] zölibatöre Vergangenheit anhub drohte Sturm!)? Ich wollte gerne bei den Frauen im Kurs über Weihnachtsbücher sprechen und am WE bin ich doch schon auf der Backenzahn-Wellness-Farm. Und so ertrug ich zum Mittag sogar den Herrn Reich-Nantrizki und zog mir die Weihnachstbrust voll. Ich verkünde frohe Zeitung: Es wird violett sein. Denk ich mir, denn ich war bei den Bloggern, die nicht wirklich vorlesen lesen konnten, aber dies ist wahrhaftig eine andere Geschichte. Nein Krippen gibt es da keine, an der Frankenfurt, auch wenn manche Gold riechen wollen. Ja no, wie iwweral. Awwas geid alle Joar friea lous, eschd. Bis moie, alla donn, man liest sich, gell!

17:21:11 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

10.10.06

Alternative Weihnachtsbäume.

Alternative Weihnachtsbäume. Sagt Euch das was? Mir auch nicht. Aber es muss sein. Dieses Jahr sollen die Weihnachtsdamen alternative Weihnachtsbäume mit violettem Krimskrams samt Kerzen dekorieren. Gibt es eigentlich violettes Lametta? Moi Nerve, woann des dran kimmt. Aber jetzt erstmal alternative Weihnachtsbäume. Für Palmen mit aufgeblasenen und mit Wasserfarbe bemalten Kondomen bekam ich einen Schienbeitritt. Hat aber mein Vater immer erzählt, dass sie dass in der Gefangenschaft gemacht hätten, mit den Kondomen das.. Also DAS fand ich sehr alternativ. Aber nein, es geht um eine heimische Baumart, die man dem Förster im Tann abschwatzen, selbst fällen und dann im Wohnzimmer aufstellen kann. Mein dezenter Hinweis, dass da doch sowieso nur Nadelbäume in Frage kämen, im Winter hätten doch die normalen Bäume keine Blätter und so viele Nadelbäume wüchsen hier doch nicht wurde sehr ungnädig und schnippisch mit na und aufgenommen. Der Haussegen hing rund im Quadrat . Dinge die nicht gehen hat es nicht zu geben. Punkt. Scheiß doch uf die Japse mit ähne Schbrisch. Und dann erhielt unerwartet während der Sportschau, während der SPORTSCHAU eine heftig Kussattacke samt Folgen auf dem kleinen Sofa. Moi Kreiz, moi Kreiz, isch bin doch aa koaa zwanisch mehr. Du hast DIE Idee geboren hauchte sie danach. Ich, Idee? Keine Blätter. Hmm? Denk doch mal nach. Wir nehmen eine kleine Birke, wie für die 1. Mai-Wanderung und BASTELN uns violette Blätter, hängen violett-hellrot gestreifte Bänder daran und stecken solche bunten Partyleuchten auf. Geil, geil, schrie sie nur leicht bekleidet am Fenster, dass die Nachbarn wieder was zu feixen haben, wenn isch om Somsdag die Gasse kehren muss. Vielleicht kann ich die Idee IPFGEA verkaufen., das sieht doch fast schwedisch aus ,oder? Kinna, kinna, wo soll des blous enden?

Awwas geid alle Joar friea lous, eschd. Bis moie, alla donn, ma liest sich, gell!

17:20:10 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

15.10.06

Weihnachts-Sex, awwa erotisch dezent, gell!

Jetzt hab ich mir was eingebrockt. Wie meinen brockcast? Nein, ein Wiki ist kein Brockcast, auch nicht in der Kurpfalz. Einfach nur Brocken rulez Roggs! Selwad schuld. Gehe nie zu deinem Ferschd, wenn du ned gerufe weschd. Ich Depp renn zum Chef ennuf, weil ich was lokales-authentisches machen wollte. Kritische Stimmen zu Weihnachtsmärkten. Ein Weihnachstmarkt-Watchblog sozusagen. Localised xmas 2.0, social Content for social People. So begann mein Elend. Kein Halbgott des Web half, auch nicht 2.2 oder gar 5.8. Chefegott hatte gerade im Monopolblatt vom Rhin op de Neckarhusen was über Blogger gelesen und so was käme in seinem Blatt (moin Gott des Blatt g'hädem so wennisch wie mä, dä Goggl), soinem Bladd net in die Dudd. Die Amateure bekommen so was eh nicht hin, nie. Allerhöchstens Glühwoi-Tester wärn des. Glühwoi-Tester ah, hahhha, er verschluckte sich beinahe an seinem eigenen Witz.

Irgendwann würde er die Macht der Blogger schun noch schbian, wenn ich ihm nicht vorher die Bild-Paparazis auf den Hals hetze. Des kommt ma nemme ufs Tapet, va-schdonne? Er neigt im Zorn auch zur väterhäuslichen Sprache. Außerdem solle ich gefälligst die Analyse der Media-Daten verinnerlichen. Mit meiner Lifestyle-Seite (immerhin 2000 Zeichen pro Woche , gell, 2000 weekly!) solle ich gefälligst JUNGE Leser ansprechen, sie zum Print zurücklocken, den Pisagraben zuschütten, er war mal Lehrer, merkt man's? Und außerdem, Sex sells.

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17:19:18 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

16.10.06

Bethlehem Family Food

Jetzt hab ich sie alle 'reingelegt. Cheffegott, samt Gattin. Kennen Sie die Schlemmerlinks? Nee, ganz schnell drauf klicken. Den Winzerblog, den Kneipenführer? Abseits.de? Nee? Klicken! Aber sie beherrschen das nicht GANZ, es gibt noch Geheimnisse in der Welt der Werdschafde, der vergorenen Getränke und Kochkische. Keina kennd „Al Halef“ wie isch, in W8 35, dem genüsslichen Geheimquadrat in der Vorstadt, wu koa Waldhouf-Nase vakään, dort hängt die VFL-Neggera-Fahne im Wind. Da kocht Willi Guthmann gefilte Fisch und mischt Tees, Drinks und Kaffees mit der Wasserpfeife und Whisky für David Lindsay. Sorry, Sir, Lord David Lindsay, Yessir. Willi bereitet mit Wonne arabische, türkische, kurdistanisch-wilde, persische Gerichte, seit er den Kara Ben Nemsi aka Charley aka Old Schmetterhand las und den Schut bewunderte samt Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschsi Dawuhd Al Gossarah oder so. Er fraß sich

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17:17:36 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

17.10.06

Kenne Sie auch de Günthä?

Nein ich meine nicht den Ministerpräsidenten, der nur über ein Drittel der Kurpfalz herrscht. Ich meine Günther. Günther herrschte über alle Partys, konnte alles besorgen, kannte alle, selbst die Großmütter der weiblichen Barkeeper und lauschte am liebsten seinen eigenen Witzen. Günther ist ein Ex meiner Exfrau. Ich gönnte ihn ihr damals. Nun wohnt Günther wieder in dieser unserer Stadt. Er betreibt eine Lifestyleagentur. „Leben sie einfach, wir gestalten es“ und versucht sich in unser Blatt zu bestechen. Eine Weihnachtsaktion hätte er. Er würde auch einen Blog dafür einrichten, Günther, der Edelmann. Das hätte er alles zu bieten für Weihnachten:
# Schöne Frauen verbringen einen zauberhaften Abend mit gewöhnlichen Kerlen.
# Handküsse für alle Damen weiblichen Geschlechts mit Blenn Blecker, 2 Stunden am Plagadeplatz

Alles für einen guten Zweck. PR-Akitivisten in Not. (Jo, vor allem soin Konto, nä).
Er versuchte mir sogar meine Ex, die auch seine Ex ist, wieder zu vermitteln, Günther der Edelmann, aber meine Rache war kalt, eiskalt. Ich rief meine Derzeitige und für alle Zeiten auch hoffentlich Zukünftige an und verkaufte ihr einen Sponsor, nicht ohne Hinweis auf das Andienen meiner und auch seiner Ex. Fast rührte es ihn, als ich den Kontakt vorschlug. Die VHS als viruelle PR-Multiplikatorin. Kundinnen, kreieren Form und Content für ihr eigenes Abgezockt-Sein im Herrn für die ewig grinsenden Mutter allen Gewinns, der schleimbalsamierten PR. Ich beschrieb ihm Gundi, Herrscherin des Apres-VHS. Güntha, du duschd aom jezd schun laad.

Seine Agentur-Residenz ist jetzt Bastelzentrale für Sterne aus echt palästinensischen Binsen und Ort einer lebenden Kuschel-Krippe mit Hamster und Frettchen, statt den großen Tieren und Kindern aus wechselnden KinderKrippen. Die Initiative „Weihnacht auch für Muslime“ bastelt statt Sterne Halbmonde. Die Imker ziehen dort Biokerzen und sie dient als absolut kultiges Weihnachtskunsthaus für die befreundete Batikgruppe. Ich liebe meine Frau, Weihnachten und Günther: „Weißt Du noch Günther? Als Du den Weihnachtsbaum installiertest, für meine arme, weihnachtlich vernachlässigte damals noch Frau? Deiner Ex, meiner Ex? Weißt Du das noch?“. Das Leben ist schön. Heute. Morgen ist ein anderes Land. Heißt das so? E-gal. S’geid trodzdem alle Joar frieha lous. Alla, ma liest sich, gell!

17:16:48 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

19.10.06

Om et Gloria

Oohm, Om, OOOOHHHM, ertönte es aus unserem Wohnzimmer. Om, meine Einzige und Derzeitige saß mit Gundi und anderen furchteregenden Damen auf dem Wohnzimmerteppich und wippten vor und zurück, wie die Elefanten im Heidelberger Zoo. „Ah ein Mann“, ertönte die Stimme einer Walküre in einem formaly als Hare-Krishna-Sari bekannten Gewand. „Ein Mann, unser Stamm“. Ich war begeistert, endlich erkannte man mein wahres Geschlecht, aber warum strahlte meine Einzige dazu? Ooohm, Omm. Wir wollen uns alle um ihn versammeln, dröhnte die Walküre in meditativer Leise. Berührt alle unseren Stamm. Wölbt Euch um ihn. Mindestens 300 kg kulminiertes Fleisch umschwärmten mich, nahmen mir schier die Luft, die Lust sowieso. Ohhm. Wir sind die Nadeln des grünen Baumes, wir nadeln, wir atmen den Abfall des menschlichen Atems, wir produzieren uns, wir schaffen daraus den Sauerstoff für unsere Freunde, die Menschen. Ohhhhm. Als BH`s getarnte Nadeln stachen in meinen Brustkorb, hingen an meinen Oberschenkeln. Ohhm. Und jetzt schütteln wir uns, tauchen in unser grünes Ich, fühlen den Geruch, den wir den Weibchen im Bad spenden, Tannennadeln im Schaum. Man ließ von mir ab und meine Einzige sandte mir flehende Blicke: „Benimm Dich, dies ist MEIN Besuch“. Ich benahm mich. Daneben. Mein Weihnachtssyndrom schlug zu. „Gloria in Excelsis Deo“, intonierte ich mit dröhnendem Bass und gallopierenden Tonarten. „Et in Terra Pax Hominibus“, sang ich weiter. Musikkenner hätten mit viel Fantasie erkennen können, dass ich versuchte das Gloria aus Wolfgang Amadeus Spatzenmesse (KV 220) zu interpretieren, Gloria, ohhm, ommmmmmmm, omm, omm omm. Die Überführung mozartscher Windungen ins Reich des Krishnas. War er nicht mit einer Mannheimerin verheiratet, wie ich, den Mozart meine ich? Und schließlich: Das mit dem Tannenbaum und dem Getue um Christi Geburt ist unsere Sache, wenn schon. Nix mit Ohmm. Oder legen wir jetzt den Vishnu in die Krippe, so sehr ich indische Philosophien im Allgemeinen mag. Äh, wo war jetzt Saraswati geblieben? Da passte was gar nicht. Hey, die verlagern jetzt sogar WEIHNACHTEN nach Indien aus, ohne jede Ahnung. Nicht bei mir auf dem Wohnzimmerteppich. Isch gebbn. „Bone Voluntatis“. Ich erwachte aus meiner Rage, streifte den Zorn in den bereitgestellten Ascher und demütig harrte ich dem Nichtbeachtet werden. Aber meine Einzig klammerte sich quietsch vergnügt und laut lachend an mich, vergoss Tränen lauterer Freude in ihre Lachfältchen, die meine Lippen so gerne streichelten. „Mein Held, mein Mann , mein Stamm“, ächzte sie prustend. Ich erfuhr ins Ohr gehaucht, dass Gundi eine „Weihnachtsanimateurin“ aufgetan hätte, heute der Seminarraum besetzt wäre, weil OB-Wahlen anstünden und es ihr sicherer schien die „Unbekannte“ in unserem Heim zu testen. „Ohhmm“, hauchte sie, „mein Stamm“, brüllte sie unter Glucksen, suchte fand und wurde still, wie ich. Weihnachtsanimateurin. Moin Liewa, Weihnachtsanimateurin, hoddse gsaad. Ich werde es nachher erfahren, was zum Deifel, des eigendlisch soi g’sollt hod. Isch hebb zu dun, s’geid alle Joar frieah lous, am liesd sisch, gell!

17:16:01 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

20.10.06

Unterschichten Weihnacht

„Weihnachtskunst“. Sagt er. Weihnachtskundscht. Und das mitten in der Kurpfalz. „Aber nix vom Weihnachtsmarkt, dass machen wir später, also kein Kitsch und Gebembel, Kunstttttt. Wisse Se, Kundschd. Eschdi". Mein Gott, das ist seit Jahrhunderten von Tizian besetzt. Auf der Flucht, aber sich von Tizian malen lassen. Was soll ich da noch finden. „Aber keine Farbkleckse, gell“, schreit er mir noch hinterher. „Man muss erkennen können, dass es sich um Weihnachten handelt. Künstler aus der Region, gell“. Dann kauft wenigstens die Verwandtschaft und Bekanntschaft unser Blatt. Wenn das Abonnentensterben so weiter geht, dann werde ich im Lifestyle nur noch über Gesangsvereine schreiben. Bis da alle Enkel ein Exemplar haben! Weihnachtskunst, sagt er. Mein Gott und das mir. Isch graab ma noch e Loch un hogg misch enoi. Wie soll ich das denn meinen Galeristen sagen? Was werden die Kunstvereine lächeln und die behüteten Kunsthäuser grinsen. Ich brauche dringends geistige Stärkung, eine Winzerschorle ist angesagt. Es ist mir egal, dass es erst 14:23 ist. Des vadreschddoch koana nieschdern. Da naht Natascha, die göttliche Natascha, die so gar nix von uns Männern wissen will. Außer von mir.

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17:15:03 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

22.10.06

Geschenkecrossing

Geschenke-Crossing, pfff. Kennt ihr Buch-Crossing? Eine Spitzenidee. Da werden Bücher versteckt und gefunden, gelesen und wieder versteckt. Oder so. So lange es nicht meine Bücher sind! (zuckt mit den Achseln) Tut mir leid, aber von meinen Babys trenn ich mich nur ungern. Elfi, die Einzige hat davon hier gelesen. Ja natürlich liest sie hier mit. Sie meint ich weiß es nicht, aber der Browserverlauf gibt Auskunft. Nein, ich schnüffle nicht, aber ich recherchiere doch im Netz und da bleibt es nicht aus, dass man im Verlauf nachguckt, wenn man eine URL sucht. Ich fürchte es wird lange Diss-Kuss-Ionen geben heut zur Nacht, oder zwei Browser, zu was gibt es Opera? Alta, was kaschber isch heid rum. Nein, wir wollen NCHT vom IE reden, obwohl der neue 7er Spitze aussieht mit den geglätteten Schriften. Aber ich schweife in die Tiefen des Netzwerkens. Is des net e geiles Wörtsche, isses net?

Ich konnte meiner Süßen ja gerade noch das Ungetüm Gift-Crossing ausreden

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17:14:04 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

23.10.06

Goldpatch

Habt ihr auch diesen Schwachsinn von der MVV gelesen? Das längste Verlängerungskabel der Welt, für die Iren und ihre Rekorde. Also Guiness ist ja ganz in Ordnung im Pub, aber muss man deshalb dauernd so tun, als ob man besoffen wäre? Ich meine so ein langes Verlängerungskabel kann doch gar keiner brauchen, oder? Aber man kann natürlich alles zum Positiven wenden. Tatjana-Katharina, aus Kurs 4 hatte da eine Idee, schon bei der Anmeldung. Ja, es sind inzwischen 4 Kurse. Es werden einsame Adventsabende werden, aber zu was gibt es Natascha (von der Regierung genehmigt) und Guiness. Also Tatjana-Katharina, auch kurz Tatja-Katinka genannt, ist Mitglied eines Kunst-Förderkreises und sie benötigt ein goldenes Tuch,

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17:12:51 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

24.10.06

Nadelhäufungen

Beinahe hätte ich Nadelheifeln geschrieben. Ganz wehmütig wird mir, Heifln. Haben Sie früher auch Heifln gespielt? Ich weiß gar nicht mehr wie das ging. Irgendwie mit Kartenstapeln, Batches. Sei’s drum. Wen juckts’s. Ach so. Nadelhäufungen. Ich bin Stolz auf meine Frau. Sie hat widerstanden. Glück ghadde, Gligg ghadde. Also im Rahmen der Guiness-Aktion kamen auch die DamensHerren von den Zwerge-Staubern in den Sponsoren-Skype. Sie kennen doch diese allgegenwärtigen Staubsaugerverteiber? Also die wollten die Gruppen überreden,mit Zwerge-Staubern den größten Nadelhaufen der Welt anzuhäufen. Hunderte von Frauen (Männer sollten nicht mitmachen dürfen!!!! :( ( ), mit Zwergen-Saugern auf der Pirsch in den Haushalten der Metropolregion. Und direkt auf der Neckarspitz, dort wo der Neckar sich in den Rhein stürzt, weil er so lange durch das Land der Schwaben fließen musste, dort also sollte weithin sichtbar der riesige Zwergen-Nadelhaufen getürmt werden. Nadelkunst. Aber sie widerstand. Obwohl, wenn ich es mir überlege…

Die Neckarspitze ist eigentlich unterbewertet. Kein Vergleich zur Mainspitze. Ich meine es müsste doch nicht so ein Blödsinn mit den Zwergen-Staubern sein. So ganz im Geheimen träume ich von einer männlichen Weihnachtsgruppe. So mit Staplern oder sowas durch den Wald und dann eine Pyramide aus Nadeln an der Neckarspitze, die wir dann zum Umweltprotest am 24.12. 19:30 anzünden? Kenn ich nicht Peter von der Schifffahrt-Gedingens? Jetzt hots msich aa vawishd. Ich bin krank. Ganz arg krank. Nadelpyramiden. Ich bin stolz auf meine Frau, sie hat widerstanden. Jetzt geits soag bei MIR lous.

17:11:45 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

27.10.06

Nikolausaudit

Schweißausbrüche, Herzflattern, ungeregelte Heiserkeit. Nein, kein Virus hat mir eine frühe Erkältung verpasst, es hat mich auch nicht der Blitz einer neuen Liebe getroffen. (Isch bin bereits zum dritten Male vaheiad, s'longd, gell!). Ich bin von CheffeGott in eine Jury befohlen worden. Die Johannaritter führen eine Qualitäts-Zertifizierung für ihre Nikoläuse durch. Der neue erste Beisitzer ist Zwangsfrührentner (der Rest seines Betriebes befindet sich in der tschechischen Republik) und er trimmt den Laden manisch auf Total Quality. In Anlehnung an ISO 9000/1/2 hat er ein Nikolaus-QM-Handbuch geschrieben, mit „Politik der obersten Leitung“ bis hin zu Standard-Dokumenten, samt Arbeitsanweisungen zur Pflege des Bartes und der Pflege der Stiefel.

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17:09:42 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

28.10.06

29.10.06

Gutscheinreform

Ich wurde heute mit einem tiefen Blick belohnt, der NOCH mehr für heute Abend verheißt. Kurs 3 will unbedingt was Praktisches machen. Geschenke, die sehr wohl auch den armen Alten, der Unterschicht und dem Prekariat helfen, ohne gleich die karitative Vergelt’s-Gott-Maschine anzuwerfen. Und meiner Einzigen fiel nichts ein. Nichts aber auch gar nichts. Ich schwieg zunächst um den Frieden des frühen Morgen beim Kaffee-Tee nicht zu stören. Das Reden über Weihnachtsgeschenke erzeugt bei mir für gewöhnlich gereizte Kommentare, zynische Attacken und mithin Streit. Und den mag ich nicht morgens. Aber die Augenblicke wurden immer dringender, selbst die Iris schein um Hilfe zu flehen. „Ärzte“, flüsterte ich ganz vorsichtig, „Ärzte“. „Ärzte, ja?“ „Die Gesundheitsreform!“ „Ja?“ Interesse flackerte auf, es schien keinen Streit gegen zu wollen. Alles wird teurer und dann kommen ja noch die Steuererhöhungen dazu. Eine Hand legte sich über Meine. „Ja?“ „Gutscheine. Arztgutscheine. Apothekengutscheine“. Wie bei den Kaufhäuser. Gutschein für Zuzahlungen, für die Praxisgebühr. Kann man dort kaufen und verschenken. Ist eine klare WinWin Situation. Der Arzt bindet damit Kunden, die Kunden erhalten wirklich wichtiges geschenkt. Alle wissen, was sie schenken sollen und alle strahlen. Euer Beuteschema: Als PR-Maßname könntet ihr die Ärzte und Apotheker in einen Verband zusammenschließen, einheitliche Gutscheine erstellen, die auch Arztübergreifend eingelöst werden können. Irgendeine Datenbank sollte es zum Ausgleich geben. Und 0,5% der „Geschenksummen“ werden von den Ärzten und Apothekern in einen Font eingezahlt, den die Gruppe mit gewählten Vertretern der Schamanen-Schar verwaltet und aus dem wirklich „Bedürftige“ noch weiter unterstützt werden bei den Arztkosten. Und dann kam der Blick. Dieser Blick und ich kam zu spät in die Redaktion. Isch vaschteh misch selbst immer schleschter. Die Idee is wärklisch gut, gell? „Gutscheine gegen die Reform…..oder fragen Sie ihren Schamanen oder Dealer“ wurde bereits mit einem Brauenzucken geahndet. Ich bin ja schon still, wie diese Nacht.

17:06:52 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

31.10.06

Hallo Wien? Kurpfalz calling.

Hier is the Heidelberg Community. Hei, nach 61 Jahren Headquarter sind doch auch diese Amis Kurpälzer, temporäre zumeist, aber doch. Es macht auch gar nix, wenn sie statt unserem rheinfränkischen Slang mehr texanisch schwetze. Schließlich sind wir doch auch in Afghanistan schwer zusammen zu Gange. So. Ich muss morgen zu den Kollegen vom AFN, rumbabbln. Ich habe da überhaupt keine Berührungsängste. Mein Ehegespons Nr. 1 hab ich schließlich in einem NCO-Club kennen gelernt, so what? Also ich werde den Jungs und Girls was vom Pferd erzählen und kulturellen Tiefsinn vermitteln, den die Army auch nach 60 Jahren noch nicht versteht. Wir werden die Drei Königs Sammeleien mit denen von Halloween zusammenlegen. Ist nicht einer der Drei Könige auch afrikanischer Herkunft? Das sollte doch passen. Wir werden das volle Pulle multi-kulti durchziehen! Isch glaab isch wä nemme.

17:06:01 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

05.11.06

Weihnachtsleitkultur I

Heute war unser Bundestagsabgeordneter (CDU) in der Redaktion. Er ist ein Cousin von Cheffegottes Gattin. Eigentlich wollte er nur einen Kaffee trinken, weil er zwischen zwei Terminen nicht wusste wohin, und die Redaktion lag günstig. Cheffegott hatte viel zu tun (auf einmal, er kann ihn nicht ausstehen) und so musste ich Konversation führen. Ich weiß nie, was ich mit CDU Politikern schwätzen soll, mit denen von der SPD auch (FDP sowieso), smalltalk-mäßig , also fing ich an zu sticheln und erwähnte meine Weihnachtsallergie. Das lies ihn aufhorchen, pfiff Cheffe herbei und schon sollten wir eine Kampagne fahren. Interview, Pressekonferenz, Background. Die ganze Litanei. Weihnachtsleitkultur. Die Restauration der christliche Weihnachtsidee, die Entsäkularisierung großer abendländisch-religiöser Empfindungen. Back to the roots. Er sprach immer schneller, steigerte sich in einen Rausch. Immer abendländischer wurde das Ganze. Cheffe rollte mit den Augen und flehte. Ich nahm ihn kurz mit zum Klo und erpresste mir noch 6 Tage bezahlten Urlaub und 40000 Zeichen für Themen MEINER Wahl. Der Typ war inzwischen bei Aktionen angelangt, Demaskierung der Weihnachtsmänner. Nikolaus nur im Bischofsgewand. Das Weihnachtsevangelium als Schulfach im Dezember, verpflichten für ALLE Schüler und ich fing an ihn anzufeuern. Er stutzte das erste Mal, als ich eine Podiumsdiskussion im Deutsch-Amerikanischen Institut vorschlug mit ausgewählten republikanischen Offizieren zum Thema : Back to the Lord, kill the xmas. Er hörte auf zu reden, als ich ein Hintergrundgespräch mit den Managern der Großkaufhäuser der Innenstadt, wie auch der Malls, draußen vor der Tür resonierte, über die Umbenennung des Weihnachtsgeschäftes in Winterschlussgeschäft. Die Idee war tot, als ich vorschlug, dass wegen der Leitkultur alle Krippen in öffentlichen Einrichtungen (Schulen, Ämter, Kindergärten) Maria OHNE Kopftuch zu zeigen hätten, die Kirchen eingeschlossen. Er trat die Flucht an, als ich forderte, dass es den Parteien verboten sei in der Weihnachtszeit Spenden anzunehmen. Cheffegott küsste mich beinahe. Und dann fiel seine Kinnlade nach unten als er fragte: „Was widd Du donn mit 40000 Zeische?“ Und es kam knallhart von mir: „Weihnachtsleitkultur“, ein Artikel für die Dezemberausgabe, aber nach meinem Geschmack, außerdem würde ich das auch noch bloggen. Er wollte schon schreien, wiedersprechen, als ich mein Handy zückte und begann seine Frau anuzwählen. Er resignierte und der traurige Blick war das ganze Theater wert. Des wädd e Fescht! Also, lesendes Volk. Hier reinschauen am 1. Dezember, da gibt es Weihnachtsleitkultur II. Ährewodd.

17:05:11 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

06.11.06

Bescherungszeiten

Cheffegott hat sich gerächt. Hat sich heimlich mit meiner Einzigen getroffen und eine Zusammenarbeit vereinbart. Eine Umfrage zum Thema: „Pädagogisch sinnvolle Bescherungszeiten”. Die Frauen von Block 2 äh Gruppe 2 sollten ihre Meinungen dazu niederschreiben, Bekannte interviewen und natürlich Experten befragen und ich hätte gefälligst auch eine professionelle Meinung dazu abzuliefern. Ich werde dafür plädieren, dass die Geschenke an WEIHNACHTEN auszugeben wären und Weihnachten sei nun mal am 25.12. Morgens nach dem Hochamt. Nur wer im Hochamt war (oder wie das bei den Protestanten auch heißt) sollte Geschenke erhalten, das wäre doch eigentlich angebracht und auch durchaus verbreitet. Im Rheinland war das auch so. Nach der Christmette durfte beschert werden, wenigstens linksrheinische in Gladbach, als da noch der Wimmer und der Netzer spielte, seufz. Es ist durchaus fatal, dass listige, süddeutsch angesengte Pastoren dort oben eine Kinderchristmesse am heiligen Abend nachmittags einführten. Und somit das ganze auch in Christmas Eve verlegt wurde. Ich werde schreiben, wie geil die Franzosen Noel feiern und auf den Boxing-Day in England eingehen, nein nix von den Amis, nix. Global thinking eben, for the Kids, nä. Meine Ehefrau gluckste, die Idee gefiel ihr. Tanzen die Franzosen nicht an Weihnachten? Als ich vor 35 Jahren mal da war, taten sie es noch. Ihre Augen leuchteten. Haben wir nicht eine Partnerstadt? Haben wir. Jeder hat eine Partnerstadt in Frankreich. Mir schwante was. Es würde eine französische Weihnachstparty geben Warum eigentlich nicht? Weihnachten auf französisch. Sie sah mir in ie Augen. Es gefiel mir, was ich sah. Eine schöne Bescherung. Oui. Uffm Schesllong gluckse ma vo uns hie.

17:04:08 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

07.11.06

Weihnachtsfeiern

Gruppe zwei meiner Einzigen hat Ehrgeiz. Sie haben den säkularisierten Sinn der Hatz im Dezember voll erkannt. Sie wollen verdienen. Aus der Masse der gewerblichen Weihnachtsfeiern einen Teil der Gelder abschöpfen. Es sind jedwede BWL-affine darinnen. Kennen sich aus. Nun, sie wollen verdienen, aber mit was? Inhalte sind nicht so deren Ding. Nur die Kasse muss stimmen. Die Arbeit machen normalerweise andere dazu, damit sie hübsche Statistiken basteln können. Charts und Kuchen backen, äh Diagramme erstellen. Und jetzt sollen sie sich auch noch selbst den Kopf verrenken. Tränen sind gerollt, denn außer Glühweingedingse und Tombolakram fällt ihnen nix ein. Und so musste ich noch von unserem Duft betört mit in die VHS. Ich konnte gerade noch durchsetzen, dass wir ins Bistro gingen. Diese Volkshochschulklassenräume halt ich nicht aus. 18 Augenpaare hingen an meinen Lippen und es begann mir Spaß zu machen. Ich ließ sie Brain-Stormen, Zettel an die Fensterscheiben babben, Kreise schließen um die Tische. Luftküsse werfen und mehr. Die Augen meiner Einzigen begann zu blitzen, als die Körperkontakte SEHR intensiv wurden. Und dann rückte ich ‘raus.
Weihnachtcatering. After Works Parties. Xmas-dancefloor. Und das ist der Hammer: Im Freien!!!! Eine Art Edelweihnachtsmarkt mitten im Wald! Ich kenn da eine Hütte samt deren Besitzerin (die Schwester meiner 2. Ex-Schwiegermutter, die braucht Geld). Dort sind sanitäre Anlagen, Strom, Wasser und Outdoorkitchen (ein Ggrill, jo) vorhanden. Die Damen kochen SELBST, das ist das Geheimnis (ihrer Beschäftigung und meiner Ruh) ihres Geschäftsmodells. Weihnachtscatering. Glühwein NUR vom Winzer persönlich. Also mehrere Sorten, streng nach Rebsorte getrennt, mit frei wählbaren Gewürzmischungen. Eine Liste mit 30 Glühweinen wird es geben. 20 Kaffesorten, 40 Tees. Zum Essen: Keine Weihnachtsgans, sondern Weihnachststrauss und Wild-Kaninchen, von Mann der Schwester meiner Exschwiegermutter im Mannheimer Klinikum selbst gejagt.
Und selbstgebackenes Weihnachtsgutsel (wehe wenn einer Gebäck schreibt) von Gruppe 3. LIVE im Wald gebacken, frisch vom Blech. Und natürlich gibt es Weihnachstbier, von der Hausbrauerei um die Ecke. Und KEINE Weihnachtsmusik vor 21:30. DJ xmas wird auflegen und am letzten Adventssonntag spielt die Revival Band. Die Allstars aus den Besuchern der bisherigen Partys..
Füße fanden meine unter dem Tisch. Hände liegen auf meinem Oberarm. Meine Einzige war urplötzlich müde und führte mich heim. Schweigend. Erst zu Hause lachte sie schallend. Mistkerl flüsterte sie und fand mein Ohrläppchen.
Und dann? Des geid euch nix oan.

17:03:14 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

08.11.06

Lifestyle: Geschenke-Empfehlungen der Redaktion

Im Lifestyle ist jetzt Vorgeschenkezeit. Man rennt mir die Bude ein mit allerlei unnötigem Schrott, den ich behalten darf, wenn ich denn nur drüber schriebe. Empfehlung der Redaktion und so. Gott sei Dank lässt sich Cheffegott nicht bestechen. Als einer der letzten Chefredakteure dieser Republik trennt er streng zwischen Inhalt und Werbung. So sieht dann auch unser Werbeaufkommen aus. E-gal. Aber Geschenkevorschläge müssen trotzdem sein. GESCHENKE! Un des mir, alle Joar desselwe. „Schereschleifer“ schrie da lautstark Cheffegott. Wahrscheinlich meinte er damit den Betriebsrat der Drucker oder das Finanzamt. Der Lautstärke nach war es wohl das Finanzamt. Aber es hakt sich bei mir ein und schon hatte ich das Gerüst für die Dezemberausgabe: Wir schlagen uns selbst den Weihnachtsbaum. Wo gibt es die schönsten? Das gibt eine wunderschöne Recherche bei den Forstämtern und dann im Wald. Hei, kann man in Weinheim vielleicht Mammuts schlagen? Kleine natürlich. Aber Mammuts hätte was. Damit würde ich sogar diesem Hochglanzdummimagazin Ubi Bene das Wasser abgraben. Einen Mammutbaum im Wohnzimmer. Das wär der Hammer. Und was braucht man zum selber schlagen? Genau. Äxte und Beilchen und Messer. Wir werden einen TEST machen und veröffentlichen. Das ist DIE Empfehlung: Hackebeilchen für den echten Kerl, zu Nikolaus, damit es auch zu Weihnacht klappt. Kann man in so eine Schneide vielleicht was eingravieren? Ins Holz der Griffe zärtliche Weisen brennen? Das ist so was von abgefahren, dass es schon wieder schön ist.Genau und dann noch Out-Door-Mode. Ich sehe die Models im Wald mit den Äxten posieren. Isch glaabs net. Holzfella uf Houchglanz. Awwa des gibt’s, gell. Des geit! Alla, bis morge, isch muss in de Wald.

17:02:26 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

09.11.06

Weihnachts-Flash-Mob

Am 23.12. 2006. 13:05. Mannheim Kapuzinerplanken, direkt gegenüber Holiday Inn respektive Engelhorn.

Menschen mit prall gefüllten Weihnachtsplastiktüten eilen langsam heran, werfen ihre Tüte auf einen Haufen und gehen weiter. So um die 20 Meter. Bleiben stehen und singen Gloria in Excelsis Deo. Es werden immer mehr Menschen, die singen. Die Tüten werden von andern Menschen zu Pyramiden geschichtet. Mönche erscheinen mit Weihrauchfässern und verkaufen Ablässe. Die Mönche verschwinden, die Menschen holen ihre Tüten und gehen, singen leiser werdend Gloria in Excelsis Deo.

23.12.2006 Kapuzinerplanken Mannheim, Kurpfalz, Deutschland.

Cool, hä?. Mä filme des aa, gell!

17:01:19 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

10.11.06

Kerzenkampagne

Es soll bereits Bestechungen von Feuerwehrkommandanten gegeben haben. Sie könnten doch auf ihre jährliche Rubrik verzichten. Von wegen der Brandgefahr bei echten Kerzen. Braucht die Mannschaftsbar nicht neue Vorhänge? Angesichts der drohenden Klimakatastrophe sollten wir wenigstens zu Weihnachten ein Zeichen setzen und auf Stromverzehrung am Baum verzichten. Bienenwachskerzen aus heimischen Landen sollten den Baum schmücken, heißt es. Ok, vorläufig steht das nur in einigen windigen Blogs, wie jetzt hier auch, aber ich fürchte, da läuft eine Kampagne, wie es ja andernwärts des öfteren kolportiert wird. Sind gar die ersten Profi-Blog-Kommentierer am werkeln? Denn eines ist sicher: Da kommt noch was. Sogar die Weihnachstgroupies der kurpfälzer Volkshochschulen runzeln die Brauen. Wir wissen schon, wer irgendwann die Führung der Kampagne übernehmen soll.

Header 1: Deutsche sollen auf Weihnachtskerze verzichten.
Header 2: Weihnachtshetze in deutschen Blogs!
Header 2: Kein Strom mehr für Weihnachten?
Header 3: Deutscher Papst in Sorge: Dunkle Kirchen zur Christnacht?
Header 4: Politiker fordern: Atom für Weihnacht!

Andernorts wird das so zu lesen sein:

Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautete, planen hessische Regierungskreise die sofortige Freischaltung des AKW Biblis in beiden Blöcken, trotz falscher Dübel, um die Spitzenlast des Stromverbrauchs zu den Weihnachtsfeierlichkeiten abdecken zu können. Stromfressende Weihnachtskerzen führten leicht zu Netzproblemen, die zu einem gefürchteten Blackout führen könnten. Selbst die letzten Stützen der wehrhaften Demokratie: Die Weihnachtsansprachen der Kanzlerin und die Silvesterrede des Bundespräsidenten (oder ist das umgekehrt?) stünden in Gefahr, UND: Urbi et Orbi aus Rom könnte in die mediale Leere fallen.

So oder ähnlich träumen der Betriebsratsvorsitzende des AKWS Biblis und der Chef der Anlage wohl gemeinsam, was ihnen die Konzernmutter RWE wohl in den Nikolaus-Stiefel legen könnte.

Dieser Traum wird nur noch von einem anderen getopt:

AKW Biblis von Kurpfälzern zu Lieblingskraftwerk gewählt. Uuups......

Selbst die Weihnachstgroupies lachen schallend, als ich das live hier bloggte.

Aber gut klingts orra? De Homma, hä?

16:59:09 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

11.11.06

Pax, Pace, Peace, xmas

Frieden sagte er, Frieden. Jo, wir sind alle für den Frieden. Wo sind die Kerzen? Und dann kommt das subtile Kommando: „Wollen wir eine Kette bilden?“, gütig funkelte seine Nickelbrille (so eine hatte schon der heilige Sir John de la Beat, wenn er Yoko anfunkelte), „eine Lichterkette für den Frieden?“ Manchmal wäre mir die preußische Version lieber. „Ker-zen ent-zünden, marsch, marsch, auf Friedensfeinde achten“. „Bauch rein, Brust raus“. „Bildet Kette!!!, festhalten, fest, ein Lied, zwo drei, vier“, „We shall over ka-ha-ha-hamm“. Ich kann nicht. Ich kann nicht über Frieden schreiben. Guck mal, Frieden hat einfach zu sein. Frieden ist oder nicht. Es ist der Normalzustand, auch wenn man das schon zu Jesuskindzeiten anders erlebte. Wir schreiben gegen Kriege, gerne. Über den Nutzen. Den Sinn. Wir schreiben gerne gegen Präsidenten, Imperatoren und andere Kriegsbetreiber, nein die Soldaten sind nur ausführende. Aber, ich stell mich doch nicht einfach hin und labere über den notwendigen Frieden. Punkt.
DAS darf ich NIE schreiben. Im Blatt. An Weihnachten MUSS man über den Frieden schreiben und den Einsatz der Bundeswehr im Kongo, oder so….
Is doch wor, orra? Meine Einzige hält meine Hand während der Nachrichten und erzählt mir mit den Fingerkuppen Geschichten auf meinen Handrücken.
et in terra pax hominibus, bone voluntatis….

16:57:59 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

12.11.06

M.

Mein Name ist Cornelius, Daniel Cornelius, Daniel M. Cornelius. Daniel Maria Cornelius und ich trinke gar keinen Martini, weder gerührt, noch geschüttelt. Maria. Nur weil man sich nicht einigen konnte, wer denn nun Taufpate sein sollte, hat man Tante Marias Namen in meinen integriert. Tante Maria, die sich längst Mary rufen ließ, hat sich nie groß um mich geschert, sie war zu beschäftigt, als spätberufene 69-igerin, Woodstock, Poona und dann den frei laufenden Hühnern, samt Männern zu frönen. Aber ich hatte den Namen weg. Könnt ihr Euch vorstellen, was es hieß in der U-Schule mit Zweitnamen Maria zu heißen? Aber es machte mich hart im Nehmen und ich entwickelte zunächst eine Phobie dagegen, bis ich herausbekam, dass gerade der weibliche Vorname das andere Geschlecht anzog. Ich begann mich für Maria zu interessieren. Nein, nicht was da an romantisch-katholischen Bräuchen und Legenden in Umlauf waren, sondern die wenigen Zeilen in der Bibel. Ich fand eine typische Frau dieser Zeit und noch langer Zeiten danach. Groß gefragt hat sie keiner, wurde schwanger, musste heiraten, machte ihren Job und erlitt es, wie ihr Ältester von den Römern ans Kreuz genagelt wurde, wie hunderttausend andere vor und nach ihm in den Provinzen. War das Kreuz doch der Galgen für die Barbaren. Sie wurde mir sympathisch diese Maria, ich entwickelte ein gutes Gefühl zu meiner „weiblichen“ Seite, dokumentiert in meinem zweiten Vornamen. In meinen „wilden“ Zeiten, als ich meine Einzige noch nicht kannte, ja da nutzte der Vorname ungemein. Konnte doch Vätern, Freunden, Ehemännern, Freundinnen immer wieder erzählt werden: „Ich gehe zu Maria“. Nicht gelogen. Ich begann diese Frau in Judäa zu lieben, hatte sie mir zu mancher Zärtlickeit verholfen, auch wenn ihre „offiziellen“ Legenden immer mehr zu Adaptionen „weiblicher Gottheiten“ wurde, Demeter, Venus, Urmutter, was weiß ich wem. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, sie würde mir all das nicht übel nehmen, still vor sich hin lächeln und ihren Heißsporn von Sohn schon beruhigen. Also: Mein Name ist Daniel, Daniel Maria Cornelius. Und es meschd ma scho long nix meeh aus, wonn se Marie zu mer sache. Variggt, gell?

16:56:38 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

14.11.06

Zwischenbericht zur kurpfälzer Weihnacht

Dieser Eintrag gilt auch für nächstes Jahr, wenn die Spargel wieder wachsen.

Die Zeiten werden zunehmend dunkler und überall stecken die Geschenketütler ihren Kopf aus dem Urschlamm. Die Adventskalender-Industrie hat bereits das übernächste Jahr im Visier und die Nikoläuse sind längst in die Vertriebskanäle abgeschoben, ich denke die Produktion der Osterhasen ist bereits im vollen Gange, wie immer geruchvollst von der Schokinag in Mannheim protegiert. Die Abteilungsleiter der deutschen Industrien, Behörden und anderen Sklaven Arbeitnehmer beschäftigenden Institutionen bereiten mit Grausen die übliche Weihnachtsfeier vor. Diskrete Verhandlungen über die diesjährige Anapage durch die Abteilungskostenstelle sind im vollem Gange. Anja Tanja und Christian-Kevin denken bereits darüber nach, wen sie wohl dieses Jahr zu vernaschen gedächten. Die Weihnachtsbäume im Norden sind bereits alle geschlagen, die Weihnachtsgänse ruhen in den Tiefkühlhäusern. Die PR-Agenturen haben schon längst alle Kampagnen und sich fertig, die IHK hat ihre Weihnachtsumsatzprognose dieses mal metropolweit veröffentlicht. Die Nikoläuse der Johannamaltiter stehen Rute an Stiefel, die Kinderchöre proben jetzt zweimal die Woche. Die Kirchenchöre überschlagen sich in Adventsfeiern, ebensolchen Konzerten und Metten. Sogar die Künstler betrachten mit gerunzelter Stirn ihre Schatullen und bauen Kunstkaufhäuser. Wer wird denn da in den Kulturmeilen und Gazetten AUSVERKAUF schreien, die Kommerzialisierung der Kunst beklagen und nebenbei den Beratervertrag der züricher Gallerie einstreichen? Sie werden verkaufen und dafür einkaufen. Die Blogger dieser Welt rüsten auf, es werden Sternchen und anderer gif-Kram von den letztjährigen Weihnachstblog-Aktionen gesucht, gefunden und in die templates gehauen. Es wird Zeit, dass es wirklich beginnt. Noch 6 Wochen bis Weihnachten.

Was ma sou alles 'zomme schreibt, wonn die Zeide dungla wänn. Gell?

16:55:42 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

15.11.06

Blogflöte

Ich hab meine Blockflöte gefunden. Nein keine Blog-Flöte. Eine Blockflöte. Das ist ein Instrument, mit dem man heute noch Kinder plagt und in aller Regel der selbstfabrizierten Musik damit endgültig entwöhnt. Mir ging das genau so. Und immer zur Weihnachtszeit mussten wir ZWEISTIMMIG „Stille Nacht“ und anderes spielen, auf dass Tante Helene NOCH besser ihre Krokodilstränchen in das neu gehäkelte Spitzentaschentuch platzieren konnte. Aus unerfindlichen Gründen habe dieses einzige Indiz meiner musikalischen Laufbahn aufgehoben. Ich nahm das wohlpolierte Holz in die Hände, blies den Staub in die Landschaft, pustete mal durch den abgehobenen Kopf und probierte zu spielen. CDEFGAHC. Ging. Fis auch, b jo. AS? Aaah Krampf. Das zweigestrichene ES? Ah, das geht doch und dann kam eine Melodie. „Es ist ein Ros entsprungen“. Ging noch. „usque ad Beth-le-he-hem“ klang gar nicht mal so schlecht. Eine geschlagene Stunde spielte ich Weihnachstlieder zunächst stockend, dann immer sicherer in die leere Wohnung. Ich erschrak. Zu Tode. Es GEFIEL mir. Das sind schöne Lieder, solange Tante Helene nicht Rotz und Wasser flennt. Ein kurzer Kontrollanruf bei meiner Einzigen zeigte sturmfreie Bude an. Ich nahm das Micro, startete den Compi. Audiograbber an und blies 10 mp3s auf die Festplatte. Mit der Digi ein Selbstportät cum Flöte, auf ein Label gedruckt und eine CD gebrannt. Ich habe mein Weihnachtsgeschenk. Wenn ihr mich verratet, dann werde ich hier zu einem Blogflöten-Cast aufrufen. Wer blogt das schönste Weihnachtslied als Podcast? Na? Doch e Blogflöt, gell. Isch was ned isch was ned, was mid mä bassiert.

16:54:58 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

18.11.06

Maiweihnacht

Heute morgen hatte ich einen schweren Rückfall. Die Weihnachtsallergie brach voll durch. Es sind OB-Wahlen nächstes Jahr und einer der Kandidaten beginnt jetzt schon sich in Szene zu setzen. Hat eine Tanne gestiftet für den schwer unterschätzten Platz , ich sag mal lieber nicht wo. So ein Zich-Meter hohes Ungetüm und er trat im THW Gewand aus seligen Zeichen mit den ehemaligen Kameraden an. Oh Tannenbaum hissen für die Presse. Ich musste auch hin. Ist Lifestyle, wurde entschieden. Also stellte ich Zwischenfragen, wir mussten auf den Baum warten, weil die Brücken gerade beim Verschieben torkelten. Ob er wohl auch für Einsparungen im Haushalt wäre. Aber natürlich, das sei sein Hauptanliegen. Nun, und was er wohl vom Maitanz hier auf dem Platz hielte. Nun, klasse Sache, mit Maibaum. Hhm, sagte ich. Könnte man da nicht Synergieeffekte üben? Ja? Wie? Nun. Man könne den Maibaum ja so zurichten, dass er durch einen mobilen Verband eingegrünt werden könne und in diskret gebohrte Löcher Tannenreisig eingestöpselt werden könne. Er wusste nicht, was er sagen sollte. Isch konn Eisch saaache!

16:52:01 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

Profi-Weihnachtblog

Wir waren noch auf einen Absacker beim Chinesen gestern Abend und dann wurde es doch wieder später. Cheffe war gerade auch da, samt Gattin. Meine desgleichen. Cheffe ritt der Teufel und er begann vom Job zu sprechen. Wollte wohl wieder Bündnisse schließen. Man könne ja mal was über Weihnachtsmusik schreiben. Mein Einzige zog scharf die Luft ein und trat sanft an mein Schienbein, was Cheffe durchaus bemerkte und grinste. Die Welt wusste eben noch nicht, dass ich Weihnachtslieder geflötet hatte, sogar eine CD aufgenommen. Man erwartete wohl einen akuten Anfall von Weihnachtshysterie. Aber ich sagte nur: „Genau, sollte man machen.“ Die Einzige blickte irritiert und duckte sich, wartete auf die Attacke. „Eine Weihnachtshitparade sollten wir machen“. Im Web. (Unser Blatt hat keinen Webauftritt, Cheffe hält das für Quatsch). Mach ich. Aber die zu wählenden Titel, die bestimm ich. Nee, nix krauses, aber auch nicht die Kitschhämmer. Klassische Weihnachtslieder, wie „Es ist ein Ros’ entsprungen“ etc. „usque ad Bethlehem“ und so, keine Stille Nacht. Kultur eben, echter Lifestyle. Cheffes Onkel leitet einen Kirchenchor. Die sollen das einsingen, ich mach mp3s draus und mach einen Weblog auf mit Votingsystem. B2evolution. Ich nickte in die Runde und bestellte noch eine Winzerschorle. Es herrschte Stille. Man bedachte, wo denn die Fußangeln liegen sollten. Kostet 90 Euronen den Monat Chef. Webspace. (Als Zeitung braucht man schon dicke Leitungen) Cheffe wand sich, aber schickte sich drein. Aber er wolle doch das letzte Wort bei den Liedern haben. Soll er. Meine Einzige beobachtete mich mit aufgerissenen Augen. Fühlte heimlich meinen Puls, strich mir über die Stirn, wohl um die Temperatur zu checken. Aber alles war auf Anfang. Still wurde die Runde aufgelöst und in Gedanken versunken bummelten wir durch die laue Novembernacht nach Hause. „Mein Weihnachtsgeschenk“, brummte ich. „Wie?“. „Na ja, das war mein Weihnachtsgeschenk. Ich werde der einzige Journalist sein, der sein Blatt solo im Web als Blogger vertritt. Ich bin ein Profiblogger, ohne Konkurrenz im Haus. Ich werde der Kurpfalzblogger sein. Nickname:“Blau-Weiß“. Maria durch den Dornwald ritt.“ Ich grinste und meine Einzige boxte mir in den Bauch. S’wäd alle Joar schlimma. Isch hebb de Frontverlauf verwischt. Isch griggse noch all.

16:53:02 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

20.11.06

Aufrüstung

Es gibt wieder kletternde Weihnachtsmänner bei den Discountern, zu Spottpreisen und allerlei Glühendes aus der Voltküche, mit mächtig Ampère versehen. Schon jetzt, eigentlich noch Mitte November, kurz nach dem Volkstrauertag und noch vor dem Totensonntag sind bereits die ersten Fenster illuminiert, als ob es nie Strompreiserhöhungen gegeben hätte. Ich dachte letztes Jahr hätte das alles nachgelassen. Aber dieses Jahr, im zweiten Weihnacht unter einer Kanzlerin? Zu Halloween war verdächtig wenig los. Ich befürchte die allgegenwärtige Dekorationswut wird uns zur Weihnacht treffen. Hey, wie wär's denn mit solchen Party-Zones wie zur Weltmeisterschaft und Weihnachtsfahnen und Schals, das wär doch besser als alles immer alleine machen und solche Weihnachtsfähnchen für die Autos, damit das Feuilleton was zu sinnieren hat. Genau. Schwarz-rot-goldenen Weihnachtsfähnchen, mit blauweißen kurpfälzer Rauten aufgestickt. Alles mit Fichtennadelnduft getauft und mit Bäumchen, Kerzchen und Sternchen. Aber schade, das wird nix werden. Es wird wieder geballtes elektrisches Feuer geben und diebische Nikoläuse, puppenmäßig wenigstens. Das ganze Spektrum der winternächtliche Aufrüstung. Swädd alle Joar schlimma, isch saags Eisch.

16:48:29 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

22.11.06

Weihnachtstracht

Warum führen wir nicht eine Weihnachtstracht ein? Es gibt doch auch unendlich viele Geschäfte für Brautmoden. Trachtenhäuser….
Dass wir alle gleich wären vor dem Baum oder der Krippe. Wie die Schulkleidung, die überaus begabte Kultesbonzen immer propagieren, wenn sie von ihrer seltsamen Bildungspolitik ablenken wollen und der Schieflage unserer Gesellschaft. Und bitte keine Importware aus Nah, uuups halt Fernost. Deutsches Textil zu deutschen Tannen. Also für die Damen dachte ich mir eine vereinfachte Abart der Schwarzwaldmädel-Tracht aus dem Glottertal, wo einst Professor Brinkmann weilte. Nur luftiger, leichter, einsichtiger. Tiefes, festliches Dekolleté, kurzer schwarzer Faltenrock zu schwarzen Nylons und Pömps, aber diesen Hut mit den lustigen Bommeln MUSS auf den Kopf. Für den Herrn empfehle ich bairische Trachtenjoppe, etwas verkürzt, wie eine Lumpajack, dazu enge Pagenhosen in Schnabelstiefeln und als Kopfbedeckung das Barrett der Panzerjäger. Diese Tracht sollte vom BUNDES-Kultesministerium zertifiziert sein nur von lizenzierten Unternehmen hergestellt werden dürfen. Nein, es sollte nicht Pflicht werden solches zu tragen, sondern süchtige Ehre.

Ich sollte mal was über die deutsche Textilindustrie schreiben, nein nicht wegen Anzeigen,sondern was innovatives. Mode unter dem Tannenbaum. Nach dem Motto: Wider die Bescherung im seidenen Jogging Gewand.

Chef hat eine freie Mitarbeiterin beauftragt, aber ihr dürft dieses hochkarätige Produkt des Qualitätsjournalisten hier lesen. Nein, ich würde nie was an Klowände schreiben. Nie. Ich liebe das Bloggen, sagte ich das schon? S’ wädd imma schlimma, gell?

16:46:14 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

Weihnachts-Agency

Warum gibt es eigentlich keine Weihnachtsplaner? Professionelle? Es gibt doch für sonst alles Eventhandler oder Berater!

Sie feiern, lassen sie alles andere unsere Sorge sein. Die Weihnachts-Agency wiegt sie fast wie im Himmel.

Also Catering, religiöse Betreuung auf Wunsch. Deko samt Baum-Handling. Weihnachtsprogramm mit Schlittenfahrt (ersatzweise Kutsche) zur Kirche ihrer Wahl. Kinderchöre, Bescherungsmanagement mit Geschenkeshop und Stilberatung inklusive. Also das ganze Programm ohne Stress, als Kunde wohlgemerkt. Das bin ich meiner Einzigen am predigen. Wenn schon so ein Käse, dann richtig. Ich hab nächstes Jahr mein Profi-Blog, da können wir das dann viruell äh, marketendern.

Sie schattet seit dem. Guckt mich schräg an. Is doch wahr, orra? Wonn schun dann schunn. Un noch was: Warum gibt's dann eigentlich keinen Weihnachtswein, nur ebensolches Bier? Ich meine ja nur. Warum nur ist Weihnachten noch fest in der Hand der Amateure?

16:47:19 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

23.11.06

Vom Licht im Dunkeln

Diese Lichter strahlen nicht. Es wirkt nur so, weil sich die Sonne entfernt, als ob wir sie erzürnt hätten. So sagt es wenigstens unser kollektives Bewusstsein, das noch nicht die Erkenntnisse der Astronomie verinnerlicht und zum genetischen Erbe der Stämme hinzugefügt hat. Unser kollektives Schlechtgewissen reagiert nach zichzehntausend Jahren Abwesenheit aus den afrikanischen Steppen, wo unsere Urmutter die Helligkeit und unseren Stamm gebar, immer noch auf das Sonnenembargo, als ob unsere Sünden wider die Vernunft oder artverwandte Gottheiten den Lichtentzug ausgelöst hätten. Wenn im Sommer wieder das Zentralgestirn die Rasen der Golfer bräunt, werden wir über die Glühwürmchen an den Bäumen wieder lachen, die wir in unserer Not als Strahler ausgeben, um damit tote Hölzer zu beleuchten, die wir in die Zimmer stellen, weil wir draußen nur noch zu frieren haben. Es ist schon eigentümlich, wenn der Mangel an Licht, dem wir so gerne Kerzen auf dem Altar der Gemütlichkeit opfern uns zu Tiraden auf elektrische Kerzlein animiert, zu wahren Orgien in der Stearin, Talg und Bienenwachsvernichtung, nur um in unseren Pupillen den Widerschein des wahren Lichts zu simulieren. Und warum hätten Sterne Zacken und leuchten um abgehackte Zweige von Nadelbäumen herum und nuscheln Werbeattacken in unser Schlechtgewissen? Warte nur, wenn die Vögel wieder die Kraft der Morgensonne besingen, um sich unter den Zweigen der Blattriesen zu verstecken, wenn sie über allen Himmeln thront.

Ich hab nicht weitergeschrieben. Meine Einzige verdrehte die Augen. Knetete meine Schultern und flüsterte in mein lichtes (welch Untertreibung!) Haar: Lass gut sein, lass Dich einfach fallen, sie schaltete das Licht aus, nur der Monitor glühte, wie mein Gesicht inzwischen. Sie wollte einen Text von mir, den sie zum 1. Advent der Bastelrunde aller Gruppen voranstellen wollte. Als Einstieg. Hab ich irgendetwas falsch gemacht?
’s wäd imma komplizierter, gell?

16:45:07 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

25.11.06

Besinnlichkeiten

Wenn Frau zur Besinnung kommt oder Mann, ist mensch dann besinnlich? Müsste doch so sein, nach unserer sprachlichen Logik, falls es so etwas wirklich gibt. Ich war ganz schön besinnlich. Fast den ganzen Tag. Ich brachte Menschlein zur Besinnung. Leuchtete ihnen heim. Mit tausenden von Kerzen, die ich aufsteckte. Man hatte mich zu einer besinnlichen Feier zum 1. Advent, nächsten Sonntag eingeladen. Kerzen wären mitzubringen. Und ich fragte nach. Was es denn zu tun gäbe, wenn man besinnlich sei und wie das ginge. Ich könnte das nicht. Man solle mich doch aufklären, damit ich keinerlei Faupas begehen würde. Wäre doch schade um die Feier. Wäre das vielleicht so, dass ich da zur Besinnung kommen solle? Nachdenken, was denn da über Weihnachten geschrieben wäre. Die Geburt im kalten Stall und so. Alles nicht sehr erbaulich, aber sehr besinnlich, wenn es denn der Besinnung dienen würde. Die Verlegenheit war groß. Wie immer. S’werd imm scheena, gell. Longsoam kimmt’s ins rolle.

16:41:37 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

Keine Engel

Ich will keine Flügel mehr. Es ist mir egal, ob ich ein Engel bin. Ich will nicht mehr fliegen. Nie mehr die Kontinente um meine Fußsohlen betrügen. Die Schwerkraft auf den Augenliedern spüren, Erdenschwere fühlen. Das Wissen um das Ende verwirklichen, tief in mir versinken. Ich will kein Engel sein. Nur ein Menschlein, wie ihr alle auch. Und von Schande will ich singen, no more glory in the air. Es hat sich ausgehimmelt. Yeah! Wieder essen und trinken und in Selbstgerechtigkeit versinken. Ich will keine Flügel mehr.Wenn man jetzt an den strategisch richtigen Stellen einen Zeilenumbruch einfügt, dann hat man das Rohgerüst für eine Schnulze, wie sie die hier ansässigen Söhne/Töchter gerne in die Haupstadt popen, oh sorry, ich meine in der Hauptstadt des PopnPoll in die Studios hauchen.

Ach Du liewie Zeit, des wär was, gell? Longsom geits lous….

16:42:25 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

26.11.06

Mein Name ist Web, Web Log

Gestern Abend traf ich Wolfgang. Sie kennen Wolfgang nicht? Den Schwager von Ferdl? Wir haben zu dritt so manche Schicht gefahren. Also, DIESE Episode meines Lebens wollte ich eigentlich nicht ausbreiten, nicht dass es mir peinlich wäre, aber dieses CMS ist ein Blog. Sie wissen schon, mein Name ist Log, Web Log. Und dort herrscht erzählerische Effizienz samt Transparenz und Würzekürze. Auf jeden Fall saß Wolfgang aus heiterem Himmel in der Kneipe meines abendlichen Wartens, meinem ganz privaten Adventus bis zur Erscheinung der Einzigen aus der Vorhölle der VHS und wir feierten zwei Minuten unser Wiedersehen mit dem Ordern eines weiteren Biers, als auch noch Ferdl himself, wie einst Ruprechts Charming Boy herein stolperte, mit noch zwei Gestalten im Schlepptau. Bierordern wurden zum google des Abends und so dauerte es, bis der Grund unseres Wartens, dem Adventus sozusagen, geklärt wurde. Ihre angetrauten oder auch nur vertrauten weiblichen Mitbewohner weilten alle bei meiner Einzigen um die hohe Kunst der Weihnacht zu erlernen und zu kreativieren. Wie in alten Zeiten frönten wir der Kunst des Bierchens und wie so oft ereilte einige die Depression der Keingeschenkung. Sie wissen schon. Was sollen wir nur schenken? Eine Runde weiter schwächelte mein Geheim und ich verriet meine Verrat an der Anti, der Verweigerung. Mein Flötensolo auf CD. Als die Gelächter auf den Riesterwellen der schnell siechenden Schaumkronen starben, funkelte Übermut in das Bernstein des Hopfengetränks und wir beschlossen eine Gruppen CD. Live aufgenommen mit einem EiPott, im Bistro, nächste Woche. Der Wirt wird ein heimliches Männer-Eevent daraus machen, unter der Hand werben.
Wir flöten unseren Alten, wird das Release heißen. Nur echt, wenn privat gebrannt, ohne Cover. Brauereifrei und alles. Nächste Woche ab 19:13 spielen wir eine CD auf einem Ei-Pott ein. 12 Männer und ihre Blockflöten und das Stampfen der Stiefel im Takt.
Heute Morgen ist mir ganz schwindelig, eines der Bierordern war wohl ohne jede betriebswirtschaftliche Rechtfertigung in die Kehle entronnen. Ein Lachen entfleucht dem nichtkartharrischem Husten. Gar nicht so schlecht die Idee, das ziehen wir durch, hopfengeläutert und malzgeschmiert! Wär’ doch gelacht! Die Credibility des hiesigen Blogs wäre in Gefahr, unser Ruf als unbeschrankte Männer. Und mein Name ist Log, Web Log.

Des wäd geil! Kummda aah, wonn ma Flöte gehen?

16:40:17 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

27.11.06

Outdoor xmas

Wenn sich das Wetter nicht sehr ändert, wird sich die einmalige Gelegenheit ergeben auch in unseren Breiten Outdoor Food zu festlichen. Ich meine Bratwürste und Steaks grillen mag ja für den August genügen, aber zur Weihnacht? Dem höchsten Feiertag aller Schlemmer und Nichtschlemmer, wenn selbst die Wachteln im Discount rhythmisch wackeln?

Meine Einzige schenkte mir dafür einen Nächte umspannenden Kuss. Die nächsten zwei Kurse waren inhaltlich gerettet. Es gilt ein gartenlauben-kompatibles 5 gängiges Grillmenü zu entwickeln, weihnachtliche Deko dazu zu erdenken und dann auch zu fertigen. Strategien zu entwickeln, wie man bei plötzlichem Kälteeinbruch trotzdem im Freien alles implementieren könne oder doch alles in einer normalen Indoor-Kitchen bewerkstelligen könne. Besonders die Beschallung bedarf einer genauen Planung. Wir sind uns einig, dass nur Harddisk-Player der Herausforderung gewachsen sind. Mit eventual gespeicherten Playlists. Der Kuss dafür hätte eigentlich für zwei Nächte gereicht. Und ich denke es wir eine gute Woche, denn mir fiel dieser Slogan ein: Outdoor xmas im Indoor-Touch, oder auch umgekehrt.
Mä fengt des oa Schbass zu mache. Awwa verlossd Eisch ned druff,gell!

16:38:45 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

28.11.06

Notpakete

Es gibt so viel Elend auf dieser Welt, in diesem Land, in dieser Stadt, in dieser Straße und selbst wenn wir wollten könnten wir mit dem bisschen Geld, das der Geschenke-Etat noch für mildtätiges übrig lässt alles Übel vertreiben, noch nicht einmal spürbar lindern. Ist so. Das allgemeine soziokulturelle Elend ist so groß, selbst in diesem vor Reichtum starrenden Land (vergleicht man mit der Vergangenheit), dass alle weihnachtlichen Anstrengungen das geplagte Gewissen des politisch korrekten Weihnachters nicht zu beschwichtigen vermögen. Wir bräuchten daher Nöte, die an das Spendenvermögen des gewöhnlichen Weihnachters angepasst wären. Volkswirtschaftlich genau darauf zugeschnitten. Könnte man nicht gewisse wissenschaftlich genau umrissene Nöte staatlich soweit hochpeppen, dass es einer ebenfalls wissenschaftlich generierter Weihnachtermenge möglich wäre gerade noch so, die beworbene Not total ins Gabennichts zu befördern. Totale Wegsanierung der definierten Übel. Alleine die wissenschaftliche Begleitung würde eine gewisse Menge Prekariat in den ersten Arbeitsmarkt überführen und endlich, endlich wäre unser Gewissen so rein, so rein, könnten wir jubeln und feiern und weihnen.

Coole Idee, oder? Welchem Generalsekretär könnte man dieses kabarettistische Werk denn als Politwahrheit verkaufen? Welchem Blatt als Kampagne unterjubeln? Welche PR-Agentur würde anbeißen?

Es wär so schön so was zu lesen. Mä hewwe se doch ee net all, orra?

16:37:14 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

29.11.06

Weihnachtsflashmob II

Hiermit rufe ich einen fussgängerzonenweiten Kurfpfalzflashmob aus. ( By the way, wie viele Fußgängerzonen wird wohl die Metropol-R-egion Rhein-Neckar beherbergen, Fragen über Fragen für die Datenbänkler) Mit Plastiktüten, Rucksäcken, Jutebeuteln und ähnlichem bewaffnet suchen wir alle zur Verfügung stehenden Geschäfte samt Lokalitäten auf und kaufen, kaufen, kaufen Geschenke.

In der Zeit vom 1.12.2006 bis 23.12.2006 rund um die Uhr.

Der Ladenschluss ist gefallen, also füllt Eure Börsen, leert die Konten mit euren Karten, geht leise nach Hause und beschert Euch. Und dann stöhnen wir alle gemeinsam am 25.12.2006 um 14:33 ZWEI Minuten lang und stampfen mit dem Fuß auf, ein jeder in seinem Heime, dass man es noch auf dem Mond hört. Und es erging sich ein großes Grinsen unter all dem flashenden Mob.

Was deede se do gugge, gell?

16:36:27 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

01.12.06

Weihnachtsleitkultur II

Hatte ich es nicht versprochen? Pünktlich zum 1.12.
Es sollte meine Version sein. Eben.
Jo. Es ist ganz einfach.
Ich treffe mich mit meinem Freund Gotthilf, ehemals Pater Raffael, ex-Mönch, mit seiner Frau Gerda, neee nicht Nonne, wer denkt sich denn sowas aus, gell, genau, DIE Kopftuch-Designerin aus Gelsenkirchen. Und dann ist da noch Nefzat, ein schreibender Kollege von der Lokalredaktion jenseits des Rhenum, der sich sein Schweineschnitzel mit Jakob teilt. Genau, seinem Mann, dem Sohn des ortsansässigen Rabbiners. Und dann noch Armin von der Kunst, lebt alleine, NUR alleine und Frau Boorda, aus dem Gang nebenan, lebt auch und zusammen und mal wieder nicht. Und alle denken sich aus, wie sie den Weihnachstbaum im Hausgang der heruntergekommenen Mietskaserne diesesmal gestalten sollten. Und ob überhaupt. Und alle haben sie Leichen im Keller ihrer Erinnerung, Wunden, Narben, aber sie lachen und stellen wie jedes Jahr KEINEN Baum auf. Nur eine Lichterkette über den Briefkästen und Frau Boorda hat einen Adventskranz gehäkelt, beim evangalischen Kreativitätsverein.

Das ist der Renner der Saison. Gehäkelet oder gestrickelet, wer kennt schon genau den Unterschied in kulturhistorischer Hinsicht? (Ich tanze dem Tisch entlang)
Sie freuen sich auf den zweiten Feiertag, denn dann sind sie wieder unter sich, die Narben. Verwandte, Kinder, Enkel und exe verschwunden, in allen Schattierungen.

Wie jedes Jahr (jo seit fast drei Jahren, das ist in der Umgebung eine Tradition!!) werden sie nicht vorhandenes gebrauchtes Lametta bei ebay versteigern, lachen, singen und sich auf Silvester vorbereiten und auf das Sparschwein starren, das eigentlich ein Kamel ist.

Denn wer jahrüber „Leitkultur“, „Multikulti“, „Islamismus“, „Christliches Abendland“ sagte musste 50 Euro in die Kasse bezahlen. „Neo“ wurde mit 200 Euro geahndet (nicht dassjemandsovielGeld übriggehabt hätte).

Ist doch ganz einfach oder?

Und alle sind Kurpfälzer, denn sie leben hier. Mitten unter uns. Seit Jahrzehnten.

Als die Region noch nicht metropolisierte.

16:35:45 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

02.12.06

Weihnachtsmann Online-Training

Man sollte nichts umher liegen lassen. Wenigstens nichts auf Redaktions-Schreibtischen. Eine eifrige Leserin hatte mir eine mail geschickt und ich hab mir zu Hause die url aufgeschrieben. Cheffe sah die Notiz, probierte die URL aus und war begeistert. Das INCONET Weihnachtsmann Online-Training! Mit dem Power-Weihnachstmann. Das sollte ich mitmachen und darüber berichten. Ich begann also zu lesen und wurde von einem Lachanfall gequält. Da hat also jemand irgendwelche Anweisungen für Weihnachstmänner verfasst und verbreitet diese für 15 Euro als pdf-Datei via Email und nennt sowas online-Training. Cheffe war beleidigt. Da wollte er mir mal einen Gefallen tun und was mit Internet machen und gleich wäre ich „mal wieder so“. „Mal wieder so“ ist sein Standardausdruck für: „Du denkst ich bin ein äh, Tölpel“. Ich nahm in mit an den Bildschirm und zeigte ihm den e-learning-Kurs „Buisness-Blogger“ für 195 Euro vom gleichen Autor. „Ja und?“, sagte er, „vielleicht mach ich das. Sie als Weihnachtsmann, ich als Buisnessmann. Ich werde dann versuchen auch zu bloggen, ERFOLGREICH bloggen, gell“. Er hatte seinen wüsten Cheffe-Blick drauf. Wortlos zeigte ich ihm den Erfolgs-Blog des Autors.feel-better-blog. Da will jemand 195 Euronen für einen Kurs und führt selbst einen Blog, das kaum gelesen, geschweige denn kommentiert wird. So was ist an und für sich überhaupt nicht schlimm, das mach ich auch, aber ich stell mich dann nicht hin und verkaufe pdf-Dateien zum ERFOLGSBLOGGEN. Seine Gesichtszügen gebaren Verstehen und er lief rot an. „Alles Abzocka do, in sellem Internet, wie guud, dass isch do nix mit oam Hut hebb.“. Seine Augen straften mich, als ob ICH zum Weihnachstmanntraining gewollt hätte. Awwel geits losu, gell?

16:32:52 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

03.12.06

Lichtlein brennt

Meine Einzige hat wieder zugeschlagen. Knallhart, kurz und effektiv. Denn heute ist der Tag. DER Tag, der erste Advent. Sie hat ich selbst übertroffen. Sogar ich bin platt. Sie hat 137 (einhundertundsiebenunddreißig) Adventskränze GESTRICKT. Durchmesse 95 mm. Darauf solche violetten Minikerzen, wie man sie von Kindergeburtstagskuchen kennt und mit jeweils zwei Eicheln und Bucheckern bestückt. Sonst nix. Eine Kette aus 137 Adventskränzen zieht sich vom Wohnzimmer über den Gang durch mein Arbeitszimmer hinüber ins Bad und dan ins Schlafzimmer. 137 mal brennt jeweils eine Kerze, die sie nach der abendlichen Dusche im Bademantel schweigend entzündete. Sie trat an meinen Computer, nahm mich an der Hand und ließ mich die Lichter zählen. Laut, flüsternd, schweigsam. Sie hatte alle Lichter sonst ausgemacht. Ein Flackern aus 137 Kerzchen flutete unsere Bettdecke, die zurückgeschlagen war. Sie drückte mich nieder und singsangte leise. Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Manchmal liebe ich sie, die Weihnachtszeit, wenn meine Einzige sie zelebriert.

Monschmol kenn isch misch selbschd nemmee! Escht jetzad!

16:30:05 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

05.12.06

Eins gehört was?

Cheffe hört Radio. SWR 1. Ich manchmal auch. Und gestern war er ganz begeistert. Hörer erzählten ihre Weihnachtswünsche. Auch ein Weihnachtsmann war dabei. Das sollte ich jetzt auch machen und warum mir NIE so was einfiele, wie das mit der Weihnachst CD. Wir schauten uns das dann im Internet an und ich wagte zu bemerken, dass ich mir unter Weihnachstklassikern etwas anderes vorstellte. „Es ist ein Ros' entsprungen“ oder „usque ad Bethlehem“. Und ich hätte sowas gemacht. Wirkliche Klassiker und keinen Ami-Kitsch, wie die im Radio.

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16:23:13 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

Spritzen backen

Die Weihnachtsmärkte sind im vollen Gange. Die Menschen drucken Gedichte aus, schweißen sie ein und verkaufen sie, es gibt sinnige Karten mit Sprüchen. Wie Urheberrecht? Ist doch alles e-gal, stand doch im Netz, Copy, paste und Kuchen backen. Der Kitsch trieft aus allen Ritzen und sogar an den Ständen der Kirchengemeinden rennt ein Santa Claus umher, ich denke sie wissen dort auch nicht mehr, dass der gute Niklas mal Bischof war, wie ihrer, im fernen Dom. Und immer noch wird den Kindern das Brav-Sein mit den roten Zipfelmützen abgerungen. Gäbe es nicht die Krippchenverkäufer, man könnte nicht erkennen, was eigentlich die Ursache der Rummelei wäre. Falls ein Alien sich mal hernieder lassen würde. Was bitte symbolisiert eine 17 Meter hohe Tanne, an der in Goldpapier gewickelte leere Kistchen baumeln? Was bedeuten die weiß angestrichenen elektrischen Leuchtchen daran? Ein Vater erklärt die Weihnachtsgeschichte seinem Sohn und deutet auf die Kirche und wird rot, weil sein Sohn ihn fragt, warum er dann nicht darin feiert? Noch nicht lange her war hier Kirchweih. Hei des heeßt Kerwe, Du Ouwl. Es ist noch nicht lange her, da war Kerwe. Die gleichen Leute standen an der gleichen Stelle und tranken heißen Alkohol und wussten wahrscheinlich genauso wenig, was denn da eigentlich gefeiert wird. Die Bezüge gehen verloren, seltsam. Die Feiern gehen weiter, was brauchen wir Gründe. Ein Anlass ist so gut, wie der Nächste. Bald ist Karnevale und wir werden Ahoi und Helau rufen, wieder an der gleichen Stelle und genauso vergessen haben, was denn Fastnacht bedeutet. Wir werden Osterhasen essen und Eier suchen, nur eine WM findet nächstes Jahr nicht statt. Das ist wenn wir wieder an der gleichen Stelle stehen und Fähnchen schwenken, weil kleine Männchen auf Leinwänden gegen Bälle treten. Wir haben fast alle den bäuerlichen Anteil am Lauf des Jahres nicht mehr im Blut, samt den dazu korrespondierenden Anlässen zu feiern, egal welcher Religion. Nur die Feiern sind geblieben. Warum eigentlich nicht? Wir werden auch wieder Anlässe finden, keine Sorge! Es werden nicht mehr die Alten sein, warum auch. Hey, mä mache des schun, gell! Keina vamiest mir mein Spritzgebackenes und die Gipferl, wehe Eusch, Ihr Woinachtshasser, Wehe ;-)

16:28:03 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

06.12.06

Nikolaus, oh Nikolaus

Der Nikolaustag ist für mich immer sehr einsam. Ist er doch für meine Einzige der erste wirkliche Großkampftag. Sie absolviert heute ein Nikolaus-Frühstück, wo Gruppe 1 aus gesammelten Alu- Verpackungen mit Scheren selbst Lametta herstellt. Nikolaus-Recycling sozusagen. Eine Energie-Spar-Öko-Bastel-Kunst-Adventsaktion. Es leitet direkt über zum multikulti-Mittagessen mit türkischen Frauen, denn schließlich soll der Niki ja türkischer Bischof gewesen sein. Am Nachmittag veranstaltet Gruppe 3 ein Zipfelmützen-Fussballspiel für Kids, die Gruppe 4 hat dazu das erste Nikolausgebäck der Metropolregion entwickelt. Fettarm, pädagogisch wertvoll, mit WENIG Zucker, gesund und biologisch wertvoll. Alle zusammen feiern abends eine Santa-Party.Ich konnte durch geschicktes Lavieren zwischen den Welten suggerieren, dass es schick wäre und für die MultiKulti-Frauen auch nützlich, dies als reine Frauenparty auszulegen. Meine Einzige verstand mich voller Erleichterung, dachte sie doch nur ungern an unsere erste gemeinsame Nikolaus-Party, wo man mich (durch Verabreichung von starken Alkoholika) nötigte den Nikolaus zu spielen und ich die Frau Bürgermeister ob der Untaten ihres Mannes mit der Rute zu züchtigen wünschte. Ich meine wozu hatte man mir so was in die Hand gedrückt? Nun ja, ich werde Jahr für Jahr ruhiger und verbringe jetzt meinen Niki-Tage mit Recherchen im Netz. War meine Lieblingsseite dafür bisher Wikipedia, so ist es nun eine Seite des Erzbistums Köln, die sich sehr wissenschaftlich gibt und dies wahrscheinlich auch sein wird. Der Etat der Erzdiözese Köln soll den des Vatikan um ein Vielfaches übersteigen. Das Erzbistum Köln beherbergt ansonsten die Reliquien der heiligen drei Könige, die es nicht gab. Nun denn, DIESE Seite ist wirklich gut gemacht, informativ und hat ein Logo, das mein Herz erfreut.

bonifatius_aufkleber.gif

Quelle: Erzdiözese Köln.

Des is doch emol was, orra?

16:19:02 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

07.12.06

Chrischtkinnl, Kurpfalz calling.

Beim Metropol-Region- Marktführer für Weihnachtskitsch, dem Rhein-Neckarzentrum (Vorsicht, Link öffnet langsam, eine Sternen- verbrämtes 544 kb schweres pdf-Datei) in Viernheim, unterhält der Weihnachtsmann wohl ein Call-Center. Man kann tatsächlich mit dem Weihnachtsmann telefonieren, während für die Kinder Weihnachtsschminken angesagt ist. Ungeschminkt bekommt man eben keine Geschenke mehr, dachte ich so bei mir selbst. Arme Kinder, bei uns ging das noch so. Es ist alles schwer besinnlich, besonders wohl, wenn die Feuerwehr trommelt, während Weihnachtshelfer erzählen. Seit ich das gelesen habe bin ich mit der Welt im Reinen.

Weihnachtshelfer. Es gibt sie also doch. Bestimmt kennen sie meine Not dennoch nicht. Ich werde ihnen schreiben müssen. Vielleicht können sie mir dann auch helfen. Von mir aus können sie die Geschichte sogar erzählen. Ich hätte gerne EINEN Tag zum Schoppen OHNE Kitsch. Man könnte vielleicht einen der vielen Christo-Verhüllungs-Clones das als Kunstwerk machen lassen. Kitschverbergung und dann der Marketingknüller: Bundesweit beworbener Anti-Kitsch-Kunst-Weihnachtsshopping mit verhüllter Weihnachtsdeko. Berieselmusik: Frank Zappa, Velvet Underground und Ska, vermischt mit Mozart, Haydn und Händel.

Und solange das halt nicht klappt , werde ich zur Abschluss-Feier meiner Einzigen mit all den Weihnachstfrauen gehen. Natürlich ins Rhein-Neckar-Zentrum. Am 23.12.2006, 12:45. Denn dann ist da das Christkind. Echt. Persönlich. Nein, Jungs, das ist KEIN Flashmob , das ist geplant und echt. Da gehen wir hin. Nein, von Anbetung steht da nix. Leichte Kleidung und Kreditkarte reicht wohl. Isch fraa misch schun druff, endlisch s’Chrischkinnl seehn.

Obwohl, im Online-Shopping wird immer noch empfohlen zum xmas-Shopping nach New York zu fliegen. Und in der Gazette zum Zentrum (auch Vorsicht, dicker, fetter pdf-File) kann man einen Newsletter nicht nur mit Coupon und snailmail, nein man kann jetzt sogar via email bestellen. Auf der Homepage steht zwar immer noch nix, aber per mail geht das jetzt. Wow. Isch bin gonz fäddisch. Man kann tatsächlich auch in New York, das pdf-File downloaden, ausdrucken, Coupon ausschneiden, ausfüllen und mit der Post nach Viernheim schicken. Was is die Welt sou kloa. Web 2.0 ist da, Gloria, hurra! Noch schneller mit Mail?

Was schreib ich denn da?

Lieber Weihnachtsmann,

Du warst nicht am Telefon, weil Dein Call-Center nur Montags offen hat, deshalb mach ich das per Mail:Bitte schenke mir zur Weihnacht einen Newsletter vom Rhein-Neckar-Zentrum und sag den bösen Abmahnern nix davon, denn man weiß ja nicht, wo man das dann wieder abbestellen kann und wie meine email-Addy vielleicht verkauft wird, denn ich warte doch sooooo auf die Newsletter von Dir.

Auf der Homepage des RNZ steht nämlich auch noch nix.

Bitte lieber Centermann, bitte lieber Weihnachtsmann, schenk mir einen Newsletter.

A letter, just’n letter from you….

Ergebenst

Dein Daniel M. Cornelius, ehemaliger Weihnachtshasser

16:18:00 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

08.12.06

Weihnachtskunschd II, 68′ger Version

Aus Tannenzapfen bau ich mir einen Baum. Eine Eichenbuche oder eine Lärchenlinde vielleicht. Mit Draht und nur ganz wenig Beton. Einen Zapfenbaum. Eis-am-Stiele verkleb ich, dübel ich, zapf ich zu Ästen für meinen Baum. Aus grünem Kerzenwachs form ich Nadeln für die Äste und silicone sie fest, nie sollen sie nadeln, nie. Graffiti sprüh ich auf den Stamm und über die Äste. „Fuck the Army", steht da „Che, Che, Che" und „Ho-Ho-Hotschi-min". Es mangelt mir an Akutalität. Ich gefalle mir in meiner Nostalgie. Ein Anti-Weihnachtsbaum schaff ich mir fürs Wohnzimmer aus Ikea, neben der Billy-Wand. Künstler bin ich geworden und mir treu. Wenn Mutter kommt, stell ich die Kerzen aus Kuba in den Baum und wir singen die Internationale, vielleicht auch nach dem Champagner ein wenig: „Nicaragua, ohne Guardia Civil". Den Baum selbst werd ich in die Gallerie stellen, zu den Bildern mit Mama und Hammer und Sichel. Ich denke als Aktionskunst wird das gut gehen. 50000 €, was meint denn ihr?
Was mond dann mid denne? Kennda aa soune?

16:13:14 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

09.12.06

Santa Club Night

Ab 22:00 geht's los. Die Nachtschwärmer feiern eine Santa Club Night. Zu diesem Zweck hat man ein Zelt aufgebaut, um den Zugang zur Location zu sperren. Ich bin froh, dass mich Cheffe dort nicht hinschickt. Er wird wissen warum. Santa Club. Lauter Junge. Ob die da im Dunkeln sitzen und Nikolausballerspiele im Wlan abziehen? Ich meine, was macht man sonst da? Es interessiert mich ja eigentlich gar nicht. Ist mir doch egal, was dieses shoppingeile Jungvolk als Santa macht. Es wird furchtbar genug sein. Ob da nur leicht bekleidete Nikoläusinnen umherspringen und bocksfüßig herumtanzen, den Santas auf dem Schoß sitzen. Sollen sie doch, sagt da meine Einzige und zieht mich von den verhangenen Fenstern weg. Ihre Hand findet meine in der Manteltasche und ihr Daumen verspricht Dinge. Ich meine eigentlich würde ich schon gerne wissen, was genau ein Santa Club ist. Damit ich mich empören kann. Bestimmt wieder so ein Weihnachtskitsch.
Was keend sich misch wia uffreihe. Gell!

16:08:16 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

10.12.06

Terassenstrahler

Die Sehnsucht nach Schnee ist scheinbar so übermächtig, dass sogar die Hits der amerikanischen Kitschklassik davon träumen. Ich denke es ist in Hollywood aufgenommen dieses berühmte Lied. Schnee Eis und Rentiere. Ach das ist nicht unbedingt das Ding? Warum hängen dann solche Symbole zur Verkaufsförderung herum? Damit die archaische Angst vor der Dunkelheit nicht unser Gemüt ganz wegschmieren lässt? Ein Opfer an die alten Götter des Nordens, die unsere Vorfahren schnöde verrieten, für dieses Kind, das angeblich zu befeiern ist? Die Kulturkreise des Kitsch sind längst globalisiert, dominieren das Erdenrund. Rentiere und Schlitten auch in den Wüsten Australiens, den Stränden Brasiliens, unter den Palmen Floridas. In dieser kalte Nacht empfingen wir. Die Kälte schwitzt den Duft von tausend Kerzen in die Atomkraftwerke, die Volts küssen die Ampere. Es fließt und wenn die Kälte zu sehr beißt, keiner muss frieren, wenn der Glühwein zwischen die Gewürze riecht. Denn wir müssen doch dem xmas opfern. Die Kälte und unser rauschendes Blut. Terrassenstrahler heißt das. Die Errettung aus kalter Nacht. Die ultimative Vergeudung von Gas. Die Verbrennung der Kälte, draußen im Tann. Vom Walde komm ich her. Hohoho, wo ist der Strahler der Vernunft? Wir schmelzen die Wärme der Erde unter den nicht vorhandenen Schnee. Oh Terrasse strahl, wärme mich unter dem Mond der untergehenden Sterne.

Isch keend misch alsemol doud lache. Gell?

16:04:39 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

12.12.06

Kunst, Konfetti und eine Weihnachtsuhr

Montag, Februar, 23:14. Steht da. Die Uhr steht. Zeigt immer das gleiche an. Sogar das Datum ist weggefallen. Irgendein Montag im Februar ließ ein Ereignis wachsen, das die Zeit anhielt. Ich hab mir schon lange ein Bild gemacht. Das schenke ich mir zu Weihnachten, die Uhr in einem Kunsthaus, die stehen geblieben ist. Alles bewegt sich, geht weiter oder erinnert sich. Kunst quillt aus allen Ecke, nur diese Uhr bleibt stehen,auf ewige Zeiten. Das Bild häng ich über meine hypermoderne Funkuhr, zu Weihnachten. Für die Zeit, die mir davonzulaufen scheint, wenn ich mal wieder Luft holen muss, mich aus dem Kreislauf katapultieren will. Was brauch ich gemessene Zeit? Und dann schwirrt die Fantasie. Was mag da wohl passiert sein in jenem Februar? Oder wird es erst passieren? Februar, Fastnacht stell ich mir vor. Narren. Narren in einem Kunsthaus? Närrische Künstler? Künstlerische Narren? Ich sehe die Performance. Künstler feiern, eine Fastnacht in Kunst. Wie närrisch können Künstler sein? Kunst ruft Ahoi, heißt das Thema. Zwanzig Künstler in weißem Kittel tanzen mit ihren Paletten um Papier und malen, die größten Kunstwerke aller Zeiten. Zwanzig Künstler, als Gartenzwerge verkleidet, springen und hopsen um die getackerten Papiere herum, sie schwingen ihre Locher und kreischen Konfetti, Konfetti für die Kunst. Sie lochen und lochen und lochen, produzieren Konfetti für die Kunst. Nur DER Künstler, DER Künstler aus dem Meerschaum der dorischen Säulen in Jamben geboren, schreitet würdevoll durch die Reihen, als Nikolaus verkleidet, seinen Vollbart streichend und sammelt das gewonnene Konfetti in einer Plastiktüte vom nahen Discounter. In feierlichen Schritten, zu den Klängen eines sehr piano und allegro gespielten Narhallamarsches (Die örtliche Musikschule konzertierte zum klassischen Rosenmontag, noch im Weihnachstornat) und würdete seine Stiefel treppauf. Eine Pauke samt Trompete verkündete seine Ankunft, ein Trommelwirbel flirrte unter den Wolken und DER Künstler, DER den Nikolaus in die Fastnacht trug erhob seinen Dröhn, die Bass und schrie ins versammelte Volk: Habemus Fastnacht. Helau, Ahoi, Alaaf und verstreute da Konfetti der zwanzig künstlerischen Gartenzwergen, aus den Kunstwerken der zwanzig Kittel tragenden Künstlern gelocht in die Menge. Und die Kunst kam zur Fastnacht. Ist das nicht eine herrlich dumme Geschichte, die mir da durchs Hirn floss, nur weil ich mir zur Weihnacht das Bild einer stheneden Uhr schenkte?
's wäd alle Joar schlimma, isch waas. Awwa, was fällt denn Eisch oi, was do im Februar bassiert soi kennd?

16:00:09 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

17.12.06

Hausapotheke

Wann haben Sie das letzte mal in Ihrer Hausapotheke nachgesehen? Sie gucken doch nur nach, wenn sie sich geschnitten haben oder Sie das Bauchgrimmen plagt! Ich war gerade auf einem Ersthelfer Kurs. Muss sein. Für die Redaktion, einer muss da sein, wenn Cheffe seinen Herzinfarkt bekommt. Hoffentlich nie, natürlich. . Ich meine würden Sie gerne Nase-zu-Mund-Beatmung bei Ihrem Cheffe machen? Also, wir lernten natürlich noch mehr. Zum Bleistift, dass Medikamente und sogar Binden Verfall Daten hätten. Schon mal nachgeguckt? Genau! Alles abgelaufen. Wird bei den meisten Menschen so sein.
Dann gibt es da Normen! Wir sind schließlich alle EG-Bürger! Es gibt Standards! Voller Stolz breitete ich verbal unter Verwendung zahlreicher Streicheleinheiten meine neuen Kenntnisse über meine Einzig aus. Sie war begeistert. Sofort schwebte ihr eine Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen vor. Eine groß angelegte Initiative. Gesunde Weihnacht!

Gesunde Weihnacht!!!!!

Wir verschenken EG-korrekte Standardapotheken. Hausapotheken zur Weihnacht. Massenhaft. Es wird nur noch KORRRRRRRREKTE Hausapotheken geben, mit einem Gutschein zur nachträglichen Beratung bei Ihrem Schamanen oder Dealer, uuups, Arzt oder Apotheker. Des is ma jetzad sou rausgfahn. So was aawera. Der Witz ist doch schon so alt wie die Beipackzettel-Lyrik der Pharmakonzerne. Also, falls Sie demnächst die Weihnachtsfrauen zusammen mit den Johanmaltern und ihrem roten Halbmond, samt zugehörigem Kreuz, Hausapotheken vertreiben sehen, mit persönlichem Fach für die Herz und Blutdrucktabletten und den Abführmitteln Ihrer Wahl: Das war meine Idee. Gell. S'wäd alle Joar bleeda, escht jetzt. Woihnachstapothke. Isch koann nemme. Und jetzt bekomm ich eine Mund-zu-Mund-Beatmung, Hilfeeeeeee!

Life gepostet im Kunsthaus Viernheim. Das Stichwort lieferte dankenswerter Weise Helga Zöller-Helbig. Die Literatur und die Blogsphäre wird ihr ewig dankbar sein.
Sie gab mir ein Wort, nur ein Wort, spielte Holger da gerade ;-))

15:40:30 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

Danke und gute Nacht

Ich bedanke mich bei den Lesern der „xmas-Serie eines Weihnachtshassers“, ursprünglich geschrieben auf Kurpfalznotizen.de. Es hat Spaß gemacht hier zu schreiben und gelesen zu werden.

DMC, das literarische Ich, von Co-Autor Michael Bauer von Kurpfalz Notizen geschaffen, legt sein virtuelles Haupt zur Ruhe. Ob es jemals wieder erweckt wird? Wer weiß. Im Augenblick ist er, wie sein Schöpfer seeehr müde.

DMC und Michael Bauer bedanken sich für das freundliche Zuhören, gestern bei der Bloglesung. Doch, doch, so was sollten wir wieder einmal machen, nein DMC, schlaf ruhig weiter, wir können das auch.

Falls es Presse gibt werden wir berichten, ansonsten wünscht DMC allen ein „fröhliches Weihnachten“, notfalls kann man sich die Fröhlichkeit hier bei den Bemerkungen des DMC anlesen.

Denk ich mir doch so mal.....

Ciao, ein virtuelles Ich geht tiefschlafen in den Abgründen von mysql.... ;-)

Ach so ja:

Ich bedanke mich bei Theo für die softwaretechnische Unterstützung, der Firma Select:it für das Überlassen des Rechners, Kunststückchen für die freundliche Leihgabe des Beamers und natürlich ein großes dankeschön an Alena Möller und Holger Bläß, zwei großartige Musiker, die eine ausgezeichnete Stimmung schufen. Ich freue mich schon auf den musikalischen Nachwuchs, den sie in ihrer „Musikwerkstatt“ ausbilden. Bei DEN Lehrern?....

15:48:21 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : DMCVerlinken

25.11.09

Es weihnachtet sehr

Zur Erklärung, aus 2008 übernommen. Ein Klick auf die Bilder führt zu den Weihnachtsblogs!

Seit einigen Jahren beschäftigt mich Weihnachten besonders. Nicht Weihnachten als christliches Fest, das wäre zwar theologisch auch interessant, aber das interessiert MICH eher peripher, eigentlich gar nicht mehr.
Vielmehr treibt mich dieses Unbehagen um, das so viele Menschen, wie auch mich beschleicht, weil sie diesem eingeforderten Gefühlsüberschwang ablehnend gegenüberstehen aus allen Richtungen, auch und gerade aus der persönlichen Umgebung. Das unglaubliche Getrommel, das in unsere Gemütwelt hereinbricht, die Überforderung dieses eigentlich christlichen Festes, mit Wurzeln tief in unsere anarchische Vergangenheit. Fast könnte ich mich als Weihnachtshasser bezeichnen, was gar nicht stimmt, ich leide nur unter dem stereotypen „Gefeiere“, den Ansprüchen am mich, die ich nicht erfüllen will, und damit meine ich nicht Geschenke.
Eigentlich wollte ich auf Twitter eine 4. Serie der "Weihnachtsbetrachtungen" kreieren und merkte, dass ich dieses Thema netz-literarisch für mich ausgeschöpft habe und für mehr 140 Zeichen nicht taugen.


Ich schrieb mir ja schon seit Jahren, wie auch 2006 in den Kurpfalznotizen, die psychische Belastung von der Seele, versuchte zynisch lächelnd, mich auf meine Weise auf Weihnachten einzustimmen. Jedes Jahr wenn es kälter wird nehme ich mir vor das alles in einem Buch zusammenzufassen und tue es nicht, nein auch 2009 nicht. Die Erkenntnis bleibt: Das wird NIE ein Buch. Das taugt nicht zwischen zwei Deckel gepresst zu werden. Das meiste ist im Netz entstanden und also gehört es auch wieder dort hin. Speziell die Worte des xmas und das Weblog des Weihnachtsmannes standen ja bereits 2003 in einem Blog bei myblog.de, der Rest in diversen Foren.
Ich schrieb 2006 auf den leider abgestellten kurpfalznotizen.de als DMC weiter, eine öffentliche Blog-Lesung fand auch statt. Damit nichts verloren geht sind die Beiträge hier eingestellt, wie auch die „ältere“ Sachen, im xmas Blog zusammengefasst, mit den Kategorien Weblog des Weihnachstmannes von Fegidia Süd Filiale Waldhof, -dem Weihnachsthasser-, mit den Worten des xmas und der Bibliothek des weihnerlichen Grauens. Ausserdem habe ich dieses Blog unter die Lizenz Creativ Common -Namensnennung-Keine kommerzielle -Keine Bearbeitung-2.0 Deutschland- gestellt. Das heißt: Die Texte dürfen aufgeführt, weitergegeben und vervielfältigt werden, sofern mein Name als Urheber angeben ist und die Lizenzart mit weitergegeben wird. Im Netz bitte ich um einen Link auf das Blog.

12:56:11 • Michael -mikel- Bauer E-Mail • in : emMBee, DMCVerlinken