Dies ist das Archiv von eeMBee 2004 - 02/2012
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Auto Gramm
11.02.2008 23:25:46Manuelle Tonnen
Kilos
Brutto registriert
ich unterschreib' nix
bin ich denn Dein
underwriter
Sie jagen mich....
Schreibst Du?
06.02.2008 19:31:13Ich bin mal wieder gefragt worden, warum ich schreibe. Ich habe das schon lange vergessen, warum ich schreibe. Warum atme ich, warum sexe ich? So was fragen auch nur Leute im allgemeinen, die nie lesen. Warum lese ich, wenn ich doch alles schön mit Bildern im Fernsehen garniert bekomme? Ja warum wohl? Die Bilder sollen in meinem Kopf entstehen und nicht von 20 Regisseuren, Produzenten, Hilfscowboys und was weiß ich wem produziert sein. Manchmal lese ich ohne die Sachbücher 4-5 Bücher gleichzeitig. Mal da, mal dort. Ich lass mich tragen, fordern, plagen. Ich lese im Netz und auf dem Klo.
Und ich schreibe. Ja, auch Blogs.
Wenn es sein muss sogar Skripte für die Jungs im Fernsehen. Warum zum Teufel sollte ich nicht schreiben? Warum soll ich das denn begründen? Fragt jemanden irgend wen, warum er denn Auto fährt oder zum Oktoberfest geht?
Oh ja, in Frankfurt ist bald wieder Buchmesse. Da gibt es Bücher über Bücher und keiner weiß, wer die alle lesen soll. Eigentlich wollte ich nicht mehr hin, aber diese Unmenge an Büchern hat was, inspiriert. Und keiner dort wird Dich fragen : Lesen Sie? Und die Frage ob ich denn schreibe, wird nur gestellt, um zu fragen, was und wo und wie, wie oft und wie viel. Ja, ja ich weiß. Da rennen auch die Leute rum, die beständig fragen, ob dies oder jenes denn Literatur sei. Aber sie sind in der Minderheit. Das sind Leute, die zumeist ÜBER etwas schreiben und nicht schreiben. Verstehst Du? Und wenn sie mit ernster Miene sich fragen, wohin denn der Weg der Literatur ginge, dann denken sie mehr an den Gewinn dieses oder jenes Verlages oder, warum SIE kein Verlag verlegt oder sie haben die Orientierung verloren, bei den vielen Büchern und kein Retter in der Nähe, der sortiert für sie und laut sagt: "Guck da, Mädel, das ist Literatur, das ist ein gutes Buch, das darfst Du lesen".
Dann teilen die Jungs dann mit den Mädels anstatt ein anständiges Bett die Bedeutung, Teil der großen Literatur zu sein. Der Großen, keineswegs der halbseidenen. Wenn ich soweit bin in meinen Überlegungen nehm' ich immer das Ersatzbuch, das auf dem kleinen Tisch neben dem Sessel am Schreibtischstuhl liegt. Eigentlich sind es 2. Narziss und Goldmund und ein Karl May oder Kästner. Es könnte auch sein,dass ich zur Klo-Bibliothek gehe und mir einen Hägar hole. Oder einfach OpenOffice starte (mal in Linux wie jetzt, mal beim Fensterln) und einfach schreibe. Ich nehme an Du liest. Das hier zum Beispiel. Ich weiß die Pointe war voraussehbar.
Ja und, übrigens, was ich schon immer mal fragen wollte ? Schreibst Du?
*Ist schon älter, aber das wollte ich auch im diesem Blog haben.
Was würde eigentlich
08.01.2008 19:28:53passieren, wenn niemand, wirklich niemand wählen ginge?
Und man sollte den hessischen Ministerpräsidenten täglich einmal die Eingangstür der EZB putzen lassen.... Börner, Eichel, Koch, mein Gott!
Ernstkünstliches
20.12.2007 12:40:18Es ist ja auch schlimm. Überall nur Pop und kein Quentlein Ernstmusik oder gar Ernstliteratur, von der Ernstkunst ganz zu schweigen. Nein, es geht nicht um dich, Ernst. Überall unterhalten sich die Menschlein und ernsten nicht. Sogar bei den blutrünstigsten Filmen und den langweiligsten Büchern (ich sage nur: Buddenbrooks, echt grass, eh) unterhalten sie sich, lächeln oder lachen gar. Ich bitte Sie, lachen bei der Ernstkultur! Keiner kann mehr richtig die Stirne runzeln und die Hornbrille in den Untergang des europäischen Abendlandes schwenken. Keiner. Sie unterhalten sich. Sie tun etwas für ihren Unterhalt, ja so was. Und kein Ernst ist zu sehen.
Wie kann denn dann Ernstkünstler beweisen, dass er Ernstkünstler ist, wenn selbst diese Beweisführung zur Unterhaltung der Massen beiträgt? Es wäre an der Zeit die Akademien und Gesellschaften wachzurütteln, sich endlich ihrer Aufgabe zu stellen und ein Ernstkünstlerzertifakt zu entwickeln, das dann kostenlos erworben werden kann, denn Ernstkünstler sind ja arm, oder, können ob ihrer Ernsthaftigkeit bestimmt kein Zertifikat bezahlen. Ich denke, das Fraunhofer Institut für offene Kommunikationssysteme wäre das richtige Haus um ein solches Zertifikat auszugeben. Ich sehe die Testprobanden, wie sie verkabelt und bemonitort auf Stirngerunzel beobachtet werden und die elektronisch-berührungslose Mundabtastung garantiert kein noch so schiefes Grinsen feststellen darf. Die PulsmessMaschine überprüft auch die Wallungen des Blutes, die nur minimal sein dürfen, soll doch keineswegs irgendeine Erregung die Unterhaltung fördern. Alles wird dem Ernst der ewigen Lage unterworfen.
Solch ein Zertifikat wäre doch wundervoll, schwelgt da ein Dichter und Denker und ist schon disqualifiziert. Schwelgen unterhält. Er schaut ernst drein, was aber auch nicht hilft. SO einfach ist das nicht mit der Ernstkunst, gell! Aber pssst: Es heißt die ISO ist am werkeln, zusammen mit der DIN. Es soll irgendwann eine DIN für angewandte Ernstkunst geben. Dann wird den Poprezipienten aber das Lachen vergehen. Ha. Sie müssen dichten und hören und denken, ganz ohne DIN und ISO und keiner auditiert sie, ha! Wie jetzt, das sei auch unterhaltend? Was ist es schwer so ernst zu sein.
Frieden, die Symbolik.
10.12.2007 17:36:29Manchmal frage ich mich, warum ausgerechnet Tauben als Friedenszeichen oder gar als Geistsymbol herhalten müssen. Diese voll gefressenen Wesen in den Innenstädten, die nur auf Futter aus sind? Jedes Denkmal, Kunstwerk, selbst die Gartenzwerge sind mit Taubenkacke überzogen. Dieses Gegurre ist nervtötend. Überall tönt zwischen die schönste Musik dieses dämliche rucke-die-kuh. Sie machen aggressiv diese Tauben, was soll Frieden fördernd sein an ihnen? Obwohl Herrn Schmittke vom Einkauf der ............ (Firma ist der Redaktion bekannt ) hat ein Geschwader auf sein neues Notebook gekackt, was denn ein durchaus lobenswertes Unterfangen war. Hätte man mich gefragt, ich hätte liebend gerne dabei geholfen. Die Reklamation bei den Tauben würde ich gerne lesen. Ich plädiere ja nicht dafür sie alle zu schlachten, aber sooo schlecht wäre das denn doch nicht. Diese Pillen, die sie unfruchtbar machen, wirken wohl nicht so recht. Ich plädiere auf jeden Fall dafür die Taube als Friedenssymbol abzuschaffen und für die andersgläubigen auch als hl. Geistsymbol. Ich schlage den Mäusebussard als Ersatz vor, der könnte sich auch gegen die Falken besser behaupten, sollte man meinen. Er liegt majestätisch in der Luft und befreit die Wiesen von lästigen Mäusen, vielleicht auch kleinen Tauben? Seinem scharfen Auge entgeht nix und er lässt sich nicht von jedem Vorstadt McKotz bestechen, wie diese Tauben. Er wäre eine Friedenswächter mit Geist. Ein Raubvogel, ja, aber gerade das Fehlen der Raubvögel lässt erst solche Taubenkacker, Rattenpester den Frieden gefährden. Der Mäusebussard ist es, der den Falken die Beute wegschnappt, in Ewigkeit Amen.
Ein Geist äussert sich zu Halloween
31.10.2007 11:59:58Seit einer Stunde schreibe ich jetzt schon mit weißem Stift auf weißes Papier und eigentlich dachte ich, es würde so bleiben, aber es will ans Schwarze. Stellen Sie sich vor : Ich hatte Besuch. Einen Geist. Einen sehr nachdenklichen Geist. Er fragte als geist@geistreichen.gs höflich per mail an, ob er mich besuchen dürfe. Ich gestattete es, obwohl ich weder an Geister glaube, noch bisher logischerweise Kontakt zu solchigen hatte, ich fragte auch nicht nach der physikalischen Art des Besuches. Es war, wie es sein sollte, ein Herr im blauen Nadelstreifen schellte und hatte Konfekt mitgebracht. Er nannte sich Goodhelf Deuscher, von Beruf Obergeistlicher der Geister der Geistheut Lich. Ich war schwer beeindruckt. Auf dem Sofa sitzend erzählte er mir, er sei im wörtlichsten Sinne über mein Blog gestolpert, da an der Stelle der Server einen Knick mache, er wolle mir das nicht näher beschreiben, Nichtgeister hätten diese n-Dimensionen nur oberflächlich implementiert, aber von daher hätte er meine @- und andere Adresse. Beim Fallen hätte er noch gelesen, dass ich Gedichte über Geister und Engelscher schrieb, die wahrer wären, als ich es wüsste. Ich nickte nur sprachlos zu allem, schauderte und wahr ganz abgedreht stolz auf das Lob, das ich nicht verstand. Herr Mikelbower, ich habe eine Bitte an Sie. Mein Hinweis, dass mein Netzname doch nicht meiner sei, wischte er bei Seite, wie er es nannte. "Sie sind als Mikel Bower im Geistreich gedatenbankt, also, bitte, darf ich jetzt mein Anliegen vortragen? Meine Zeit ist begrenzt. Geisterstunden sind übrigens nicht Nachts, sondern werktäglich zwischen 11:00 und 21:30, außer Mittwochs Nachmittags, sonst nach Vereinbarung, über Risiken und Nebenwirkungen befragen Sie Ihren Schamanen oder Dealer ! ".
Meinen immer verdutzeteren Gesichtsausdruck negierend,
Ich bin froh
08.10.2007 23:44:30dass ich keinen Bart mehr trage und nie ein Prophet war. Es erscheint mir sehr stressig ein Prophet zu sein. Ich prophezeie jetzt schon seit JAHRZEHNTEN, dass es nie mehr Propheten geben wird, falls es sie jemals gab. Was eigentlich verdient man denn so als Prophet? Überhaupt, gibt es denn staatlich und religionsrelavant-anerkannte Propheten heute noch? Kann man das wo studieren? Und braucht man dafür Abitur?
Dr. proph, das wäre es doch.
Wolkenmodulator
19.07.2007 12:27:43wäre ich gerne. Einfach per Lufthaken (nein, keiner von diesem Konzern) und geistiger Trägheit gesteuert Wolken modulieren und vollkommen kostenfrei das Firmament als Galerie benutzen.
Regen-Designer wäre ich auch gerne. Zur Zeit könnte ich mir 18 verschiedene Modelle absolut kunstvollen Regens vorstellen.
Eine INSTALLATION aus Wolken und diversen Regenmodulen.
Kennt ihr nicht? Schaut aus dem Fenster!
Natürliche Kunst. als Antwort auf die Post-Post-Moderne. Ja, ja, sprach er und sog am Strohhalm.
Bossa Nova (nee, nicht triste)
25.06.2007 20:43:08Bossa Nova (nee, nicht triste)
Auf den Saiten lauf ich entlang, hüpfe von Strang zu Strang. Wolkig leicht weht mein Sommerhemd in dieses verwaschene Blau, das sich der Himmel heute vom Urlaubsgeld leistet. Mit beiden Händen fest auf dem Boden tanz‘ ich mir auf der Nase herum. Sollen doch die Zehen, endlich einmal die Zehen, sich um die Sorgen kümmern, während ich auf Saiten laufe und die Blätter der Riesen dort im Bossa Nova klappern, einmal noch, bitte nur noch dieses Mal.
anhören:
Zum Verständnis (technisch): Ich wollte einmal mehr das Rad neu erfinden, dabei gibt es bereits solch gute Software, zum Beispiel den dewplayer , den ich hier ausprobiere. Mit swish war ich gerade am programmieren, dabei ist die Einbindgung des dewplayers sooo einfach. In Kuzunft werde ich also nicht auch noch den Text in swf umwandeln, wenn nicht die Animation im Vordergrund steht, sondern nur noch das mp3 zum geflissentlichen Anhören bereit stellen. Nennt es nie Podcast, bitte. Ich mag zwar das Vorlesen, aktiv, wie passiv, aber ich hasse dieses Wort. Podcast. Ihhh.
Literarisch: Dieser Text ist Teil der Räuber-Antho, ich berichtete und diesen Text werde ich unter anderem am Freitag lesen. Jetzt frage ich mich: Soll ich wirklich da auf dem Tisch herumtrommeln? Ich denke, ich werde dies tun, auch wenn die Lyrik-pur-Fraktion mich beäugen wird. Mindestens. Na, wioe klingt denn das so? (Proben muss man auch das vorlesen, dies ist eine öffentliche Probe, gell ,-)
Content
23.06.2007 22:04:57Falls ich jemals eine Katze, wie sag ich das jetzt, bei mir verpflegen sollte, oder noch einen Hund Gassi-flatraten, werde ich sie/ihn Content nennen. Fische im Aquarium im Wohnzimmer, werde ich gerade erinnert, sie heißen auch Content-1-nn.
Nein, es gibt keine Teufel samt redaktionellem Wissen, schon gar keine Anti-Teufel, Engel, wie jetzt Kanon und Bibbl?
Nur um diesen Blog-Artikel zu schreiben, in Wahrheit, samt deren Haftigkeit:
Content leckte an meinen Zehen und ich schrieb...
Globalisierung
18.05.2007 23:01:28Heute Nacht werden mit tödlicher Sicherheit mehr Menschen gezeugt, geliebt, geherzt, gestreichelt, beatmet, gepflegt, angenommen und was man halt so macht.
Es werden auf jeden Fall weniger Menschen vergewaltigt, umgebracht, gedemütigt, unterworfen, verlangweilt. Die Anzahl der real lebenden menschlichen Wesen beweist es. Fern jeder Statistik.
Rein global steigt die Zahl der Menschen. Weil wir uns eigentlich zu sehr lieben.
Hüstel, wenigstens wir und ihr und ja dort drüben die auch. Nein. Ihr nicht, keinesfalls.
Es sind nicht nur die Hormone und die Gene, oder wie all die Subwesen in meiner Seele sich nennen. Und wenn es Kriege kostet uns wieder zu dezimieren.
Auf keinen Fall würde ich auf die Liebe verzichten, was immer auch das denn sei.
Nein, es interessiert kein Schwein, wie viele Blogs heute Nacht leuchten.
Es ward Abend und es ward dunkel und die Nacht liebte sich selbst, bis die Sonne einen Morgen gebar.
Parallelen schneiden sich an der Unendlichkeit
04.03.2007 21:51:29habe ich gelernt. Dieser Satz birgt bis heute noch die Weisheit an sich, ist absolute Filosofie (ich schreib das mal bewusst so) und der Punkt, auf den alles zusteuert. Denn: Der Satz gilt für absolute Parallelen. Zeichnerische. Und absolute Parallelen gibt es zeichnerisch, im realen Leben nicht. Nichts ist bei entsprechender Auflösung so, wie es denn aussieht. Alles besteht aus Pixeln. Unser Abbild dieser Welt. Pixeln oder anderen virtuellen Tieren, die sie in Area 51 neu definierten und zu Pilzen erbrachen. Und doch ist dieser Satz von der Schneidung korrekt. Wird im mathematischen Universum gebraucht oder doch nicht unbedingt? Was weiß ich. Eine andere Frage: Wie lange sollten Blogeinträge gespeichert sein? Oder andere Einträge im Netz? 2 Jahre? Bis der webspace platzt, der Datenbank-Dämon erstirbt? Ist die Nachhaltigkeit des www auf die Ewigkeit angelegt und jetzt kommt der filosofische Oberhammer. Wie lange verzehrt sich google am eigenen Cache? Wie lange wird das Gedächtnis des Webs gelagert und wo? Nur mal so angedacht für die Spinner des heiligen Web 2.0 und auch dessen Kritiker. Was wollen wir hinterlassen? Außer der kollektiven Gelassenheit der Verbrennungsmotoren, die unsere Datenbanken, dok dok 01 0001 1000 erhält? Mit was bitte werden Klimamodelle errechnet? Ich furze, also bin ich zu viel. Wie gesagt, die para-lellen Schnittchen, beim Schmidts-Bäcker rezeptiert....Mit was werden Backofen betrieben?
Anfrage: Wie denken eigentlich Historiker und Archäologen? Schon wieder für die Kollegen in tausend Jahren etwas in den Paierkorb gekippt? Sind Laserdrucker die Rettung unserer zukünftigen Vergangenheit?
Bloggst Du?
23.01.2007 21:10:04Ich bin mal wieder gefragt worden, warum ich blogge. Ich habe das schon lange vergessen, warum ich blogge. Warum atme ich, warum sexe ich? So was fragen auch nur Leute im allgemeinen, die nie lesen. Warum lese ich, wenn ich doch alles schön mit Bildern im Fernsehen garniert bekomme? Ja warum wohl? Die Bilder sollen in meinem Kopf entstehen und nicht von 20 Regisseuren, Produzenten, Hilfscowboys und was weiß ich wem produziert sein. Manchmal lese ich ohne die Sachbücher 4-5 Bücher gleichzeitig. Mal da, mal dort. Ich lass mich tragen, fordern, plagen. Ich lese im Netz und auf dem Klo. Und ich schreibe. Wenn es sein muss sogar Skripte für die Jungs im Fernsehen. Warum zum Teufel sollte ich nicht bloggen? Warum soll ich das denn begründen? Fragt jemanden irgendwen, warum er denn Auto fährt oder zum Wurstmarkt geht? Oh ja, in Leipzig ist bald wieder Buchmesse. Da gibt es Bücher über Bücher und keiner weiß, wer die alle lesen soll. Aber keiner dort wird Dich fragen : Lesen Sie? Und die Frage ob ich denn schreibe, wird nur gestellt, um zu fragen, was und wo und wie, wie oft und wie viel. Ja, ja ich weiß. Da rennen auch die Leute rum, die beständig fragen, ob dies oder jenes denn Journalismus oder gar wahre Literatur sei. Aber sie sind in der Minderheit. Das sind Leute, die zumeist ÜBER etwas schreiben und nicht bloggen. Verstehst Du? Und wenn sie mit ernster Miene sich fragen, wohin denn der Weg der Literatur / des Journalismus ginge, dann denken sie mehr an den Gewinn dieses oder jenes Verlages oder, warum SIE kein Verlag verlegt oder sie haben die Orientierung verloren, bei den vielen Büchern und kein Retter in der Nähe, der sortiert für sie und laut sagt: "Guck da, Mädel, das ist Literatur, das ist ein gutes Buch, das ist DIE Zeitschrift, das darfst Du lesen". Dann teilen die Jungs dann mit den Mädels anstatt ein anständiges Bett die Bedeutung Teil der großen Literatur / des übergroßen Journalismus zu sein. Wenn ich soweit bin in meinen Überlegungen nehm ich immer das Ersatzbuch, das auf dem kleinen Tisch neben dem Sessel am Schreibtischstuhl liegt. Eigentlich sind es 2. Narziss und Goldmund und ein Karl May oder Kästner. Es könnte auch sein,dass ich zur Klo-Bibliothek gehe und mir einen Hägar hole. Oder einfach Staroffice starte ( mal in Linux wie jetzt, mal beim Fensterln) und einfach schreibe. Ich nehme an Du liest. Das hier zum Beispiel. Ich weiß die Pointe war voraussehbar. Ja und, übrigens, was ich schon immer mal fragen wollte ? Bloggst Du oder guckst Du noch?
Was essen Schatten?
08.01.2007 22:30:11Ich wollte sie füttern. Sie trinken den Respekt der Lichter. Hell lacht die Liebe im Gekicher der Treibhausgase. Die Champagne reitet nach nirgendwo, auf dem Rücken doppeltgegerbter Ledersäckchen. Ein Gong dröhnt sich an der eigenen Schwingung. Am Ufer des Basses angelt ein Sopran. Schatten essen das Licht aus meinem Dynamo. Nur das Fackeln im Wind flüstert dreckige Witze aus den Zeitungen der letzten Tage.
Mitten Teilen
07.01.2007 21:49:54Mitteilen. Teilen sagen sie. Sie reißen mir die Worte aus dem Mund. Teile. Und wo hat er hingelangt. Wo speicherst du deine Erreger? Sag uns wo deine Krankheiten ruhen. Lass uns teilhaben an deinem Gesang über das Leid. Dein Leid, mein Leid, kein Mitleid, keines. Lass uns in Ruhe mit deinen Verzweiflungen, den Verwerfungen. Heul, ja heul, aber lass die Tränen deiner Trauer bei dir. Niemand trauert, niemand will helfen. Teile Dich mit, nimm teil an unserem Lamento der fetten Bäuche. Sag uns wie schlecht die Welt ist, wie gemein, was DIE uns leiden lassen und verschone uns mit deinem Leid. Es gibt kein Mitleid mehr. Nie mehr. Teile dich, teile dich, teile dich mit.
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