Dies ist das Archiv von eeMBee 2004 - 02/2012
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Ich bin nicht seriös
10.10.2008 23:40:41NIE gewesen!
Nur damit da keine falschen Verdächtigungen aufkommen.
Ich war außer Installations-General noch viele Ding NIE. Wie seriös halt.
Ist Seriosität übrigens eine Tugend? Fragte der Chef der Vatikanbank seine Beichtmutter....
In den Tag hineinschreiben
23.09.2008 00:12:06sollte Mann viel öfter. Dieser Mann auf jeden Fall, ich kann natürlich nicht für jene Frau schreiben oder meine ich jetzt reden? (Ich möchte an dieser meiner Stelle gerne darauf hinweisen, das mit Tag nicht tag gemeint ist, einfach die Abfolge der Zeiten, gemessen an der Idee des Sonnentages nicht tag ist gemeint, wie könnte man auch in einen tag hinein schreiben, man kann auch nicht in einen tag hineinträumen, tags kann man nur setzen und auslesen, keinesfalls kann man in sie hineinschreiben, hineinschreien, hineinen. mann wirft mir Sexismus zum Fraße. Hinein, ein Männerwort. Ich höre das vergnügte Gequietsche, es hieße denn herein. Und nie geht die Klammer denn zu
Sei ein Mann
14.09.2008 19:59:30Dies war mein Beitrag zum Mannheimer Heinrich-Vetter-Literaturpreis 2008
Lisa. Nichts sonst. Lisa. Keine Zwanzig mehr, nein, aber trotzdem 20 Jahre jünger, oder waren es nur 15, sagen wir 10? Lisa. Genügend Falten winden sich um das Kichern, deuten, führen, wollen, singen. Wissen sorgt sich um Lachkrähen, Linien schärfen sich am doppelten Kinn. Lisa, Augenblicke, Lisa. Blitzen, erinnern, röten, Händchen, schweissen, nässen, führen. In Hosentaschen zu zweit, spielen, daumen, schenkeln, die Hand. Läppchen ohren Küsse. Zungenspitz auf Fingerspitz.
Pflaster betreten, belaufen, erschreiten, ersohlen, berücken, begreifen, erblinzeln, ereilen. Pflaster, Hände, Augen, Münder. Lauer Wind haucht glatze Haut. Aufkeimende Arthritis im Spiegel der geprusteten Nebel. Lisa, einsilbergestreift, Lisa, mit einzig Leberfleck auf funkelnden Handrücken, mondlicht-gebräunt.
Alle Takte synkopen im ungedrillten Gleichschritt, Atemzüge synchronisieren rosa Wölkchen aus frisch gedampften Nebel. Straßennamen singen, Hausnummern tanzen, Treppen steigen zum Beat der Pumpen-Schläge mit heißem Blut. Brüste reiben, Schenkel treiben, Schuhe fallen, Knöpfe entlochen, Verschlüsse reißen. Worte, in Speichel gekocht, rinnen an Wimpern. Und die Zeit stillt sich am Moschus der angebeteten Ewigkeit.
Was nix kostet, ist nix
10.09.2008 17:14:05„Was nix kostet ist nix“, brüllte die Tochter und spie die Muttermilch aus. Die Mutter nickte sinnig und rang die Hände: „Wie wahr, wie wahr!“ Sie nahm ihre Tochter auf die Arme, wickelte sie in ein Tuch von Barmarari, das ihr der Schal Im Schal zur Geburt geschenkt hatte und nahm sie mit zum Discounter. Babynahrung! Ein Strahlen durchzuckte die Regale! „Schnäppchen, Schnäppchen“, brüllte das Kind und die Mutter himmelte wieder. Ein Schnäppchen vom Discounter, das ist was! Babynahrung aus Milch von oft gemolkenen Kühen, die von den Bauerndeppen gefüttert werden, die zu blöd sind, für sich selbst ordentliche Preise auszuhandeln. Was halt nichts ist, das ist nichts.
Lasset uns beten:
Was nichts ist, das ist nichts!
Glaubet nur an Euer Konto, es existiert sonst nichts. Glaubet nur daran, sonst existiert ihr nicht!
Hinfort mit Euch ihr Satanas, die ihr umsonst singt. Hinfort mit Euch ihr Hexen, die ihr den Kindern umsonst Geschichten erzählt. Hinfort ihr Hexenmeister, die ihr Blogs kostenlos schreibt, guten Content in den Schlamm des Netzes kippt.
Hinfort mit Euch, ihr Amateure, die ihr Euer Innerstes auf Bods verschenkt und nicht verkauft.
Gepriesen sei der Salon, dort wo die sich Euch leisten, die sich Euch leisten können, die ihr behimmelt und deren Rectum zuckt. Gepriesen seinen die, die Euere Preise zahlen können, für zwei Stunden. Gepriesen seien sie alle, die Euch nicht richtig zuhören, gepriesen seien die, die sich nur zeigen wollen, weil sie es sich leisten können. Gepriesen sei das Hochpreissegment und der Champagner kommt vom Discounter! Schnäppchen, Schnäppchen, Häppchen!
Was nix kostet ist nix. Erzähl mir nix.....
Bella Ciao, bella ciao, bella...BELLA!
Ciao!
Geläufigkeit
07.09.2008 21:19:49Wie man an den vorherigen Einträgen sieht bin ich am aufräumen, Platz schaffen, Zeit schaffen für das neue Projekt. Parallel dazu beginne ich mich in prosaische Schreibweisen einzuarbeiten. Bevor ich ernsthaft mit dem Plot beginne, dem Zeichnen der Protagonisten und was es dazu bedarf. (Warum gibt es dazu eigentlich keine vernünftige Open Source, die Romanentwürfe logistisch unterstützt? Aber das verschieben wir auf das Rentnerdasein ;-) Das riecht nach Plugin für OO) Und so bin ich heute das erste mal wieder mit Rechner in die Drehscheibe gewankt, um die Finger laufen zu lassen. Einfach nur drauflosschreiben. Das lyrische Ich, das ja sprachlich knapp denkt ins prosaische zu überführen. Ich träume tatsächlich von einer fast lyrischen, rhythmischen Sprache auch für die Prosa und so werde ich meine Leser hier teilhaben lassen an den Übungen. Ich habe die 2 Din-A4 einfach so drauf los geschrieben, als würde ich lyren. Ohne Plott, ohne Story. Einfach laufen lassen und nicht loslassen. Macht Spass, doch. Es ist nur ungewohnt, auf einmal wieder ausschweifen zu lassen. Also hier kommt's:
Geläufigkeit
Ich laufe. Manchmal wollte ich, wir würden im Mittelalter leben und ich könnte durch die Lande laufen und keiner würde mich deshalb schief ansehen. Einfach gehen, laufen von A nach B. Ohne sich rechtfertigen zu müssen, ein Projekt daraus machen, einen Grund haben. Es ist schon seltsam. Da fahren die Menschen mit einer irrsinnigen Geschwindigkeit in ihren Blechkisten auf ihren Autobahnen und keinem kommt es in den Sinn zu fragen, ob diese Reisen einen Grund haben, ein Projekt sind. Es gilt als vollkommen normal, einfach umher zu fahren, vielleicht einfach soweit, bis es nicht mehr regnet.
Die Menschen fahren an ihren Wochenenden nur so zum Spaß hunderte von Kilometern, nur um irgendwo Mittag zu essen. Keineswegs Gerichte, die sie nicht auch zu Hause bekommen könnten, es werden ja alle Lebensmittel zu ihnen gekarrt und falls sie diese nicht benötigen umgehend ordnungsgemäß entsorgt. Keineswegs.
Gelbe Werte
30.08.2008 21:57:38Man sollte den Titel "Promi" (in allen Variationen) samt "VIP" gesetzlich schützen und halbjährlich versteigern. Nein nicht online, das würden die nicht packen, sondern bei einem Event, das da auch mündestäns 10 Riesen kostet, Beischlaf, äh Eintritt.
Und wehe das Blöd oder die Spügel, der Z©it oder die anderen gelben Blätter berichten dann über die Hollywood-Geister, die Fußball-Geschreier und ähnliches Gelerch, ohne VIP-Abgaben an den Staat zu zahlen!
Und wie nennt man die Menschen, die Perlen suchen, die man den Schweinen vorgeworfen hatte? Nee nicht Perlenretter oder Schweineperler, sondern eher Schweineperler. Mit Bauch und dem Fett der frühen Jahre!
Neue Werte
29.08.2008 21:44:35Können wir nicht neue Teufel schaffen, die es nicht gibt, die uns wieder das Fürchten lehren, die Disziplin in die müden Knochen prügeln, den Respekt vor den Herren?
Warum nur ereilt uns immer wieder der Neid, wenn wir hören, was Herrschaft uns abzockt? Kleine Teufel könnten wir brauchen und die Sehnsucht nach einem strafenden Gott! Wie schön wäre es wieder nur von Reisen zu träumen, statt in den Staus von heimischer Ruhe zu schwärmen. Es gäbe auch kein Fernsehen mehr, nur noch für die Herren, die zahlen, nur das Radio mit einem Sender, für die Nachricht, die uns zusteht. Was könnten wir wieder beisammensitzen bei köstlichem Gänsewein und ein klein wenig Hunger dem Morgenbrot opfern? Warum nur, warum glauben wir nicht mehr, noch nicht einmal mehr an kleine Teufel, die es nicht wirklich gibt?
Rostige Gezeiten
19.08.2008 20:49:00Rostige Gezeiten ruhen im Müll Deiner Mundwinkel, die Du täglich neu einschiefst, auf dass kein Lächeln Dir entspringe. Du treibst im Ozean Deiner unerfüllten Wünsche und schießt auf Piraten, die Dir auch nur einen entwenden wollen in die Erfüllung. Mit den Kanonen Deines angebrannten Herzens zielst Du auf die Sonne, den Mond und die Kerzen, die im Maibaum brennen; kein Licht soll Deine Dunkelheiten hellen. Unbeweglich rennen Deine Füsse in die Erstarrung, keine Bewegung soll Deine Vorurteile kasteien. In den Ecken der Litfaßsäulen klebt Deine öffentliche Pein, die Du über allen ausschüttest, die sich Dir nähern. In der Einsamkeit der Massenbäder himmelst Du Deiner Kindheit und schämst Dir den Tod herbei, in den Rost Deiner Gezeiten.
Mikels WeltkulTour: Oberes Mittelrheintal
19.06.2008 16:50:02(Alle WeltKulTourartikel gibt es hier)
Die deutsche Kleinstaaterei treibt Blüten. Gibt es nicht Ländertickets bei der Bahn, löblich. Löblich, aber die der Rheinland-Pfalz gilt eben nur dort und in Wiesbaden, um kostengünstig von der Hauptstadt der Rheinland-Pfalz zur Hessisch-Nassauischen Nachbar-Hauptstadt zu gelangen, von der größten Stadt in Rheinland-Pfalz zur zweitgrößten hessischen Stadt.
Um also zu den 45 Burgen des oberen Mittelrheintals, der Welten Erbe zu kommen reite ich den Straßenbahnschimmel von unserem hessischen Kleinstädtchen (die Nummer 24 im Land) zur zweitgrößten Stadt Baden-Württembergs und weitere 5 Minuten bei gleichen Preisen über den Rhein, mit der Linie 4, wo Werbung hängt für meine Lesung, zur zweitgrößten Stadt in Rheinland-Pfalz, der Stelzenstadt, die man auf Pfeilern mit dem Auto überqueren kann ohne den Boden zu berühren, als ob alles verboscht-habert wäre, mit Salmiakgeist durchdrungen, zum

Deutschland sucht den Superwagner
19.04.2008 19:11:29Könnte man diese öden Wagnerkindereien nicht irgendwie vermarkten? Deutschland sucht den Superwagner oder so, Festspielleiter im Casting mit Gottschalk, Roberto Blanco und Boris Becker in der Jury. Vorsitzende: Die Radisch, die hat nix mehr zu tun nach dem Klagenfurt-Exit und natürlich mit Sascha Lobo als Superberater (Regie und Dramaturgie), der reißt die dann auch aus der Subkultur, die Bayreuther. Natürlich sollte es ein Computerspiel geben: Festival genannt. Dort kann man dann den Ring inszenieren und Kram machen, Reschisseure einstellen, Bühnenbilder entwerfen (mit Export nach DeineTube) auf Wunsch mit Karaoke. Dann wäre das dauernd in der Blödzeitung und ich müsste nicht die Überschriften lesen. Es wird demnächst schon schlimm genug bei der Europameisterschaft. Nein, nicht wegen der Fußballspiele , sondern wegen der Experten. Mir graust vor dem "public viewing", wenn einem urplötzlich auf den schönsten Plätzen dieser Republik der Netzer und der Beckenbauer, diese wandelnden Litfaßsäulen und Bildzeitungsmenschelein, mit der ernsten Mine eines Kriegsberichterstatteres den richtigen Einwurf erklären oder warum wer seinen linken Nasenflügel zu früh gebläht hat.
*klopft sich an die Stirn. Natürlich: Beckenbauer und Netzer müssen auch in die Wagnerjury, natürlich.
Tausend lila Katzen
16.04.2008 20:47:36tanzen Eisballett auf den fast gegrünten Apfelblüten, die Fröste mit offenen Blüten empfingen um dem Tod zu entgehen und doch nur von arktischen Winden pseudo-gevögelt würgten (würkten, wirkten, wirgden, würdigten), unter dem Beifall der Äste, die in Hader mit den unvollendeten Zweigen schliefen, seit die Volksäste zwischen den Börsen im Parkett das Büttengold schlürften, das einst Heinrich der Vogler in Buntsandstein raspelte.
Ein Hauch Achtfach -ein wirbelUndlooping - katzt über den Kristallen, klägliche Rasierer mulchen aus Resten des dümmlichem Klein-Sprach, die Sonne betet an, den Maulwurf, den Brief-Beschwerer der Nacht.
Tausend lila Katzen kratzen Bewusstsein auf den Frühstückstoast, dear MR. Applepee, und doch fettarm leben wir unter Diäten.
Tausend lila Katzen lachen über verendete Mäuse, so viele kann Katz nicht fressen, so viele Mäuse, zu blöde Nahrung zu finden. Tausend lila Katzen kratzen Bäuche und katern im Wind. Der Hunger der Wüsten tanzt uns sein Falsett.
*immer wenn ich disziplin-arisch Gehirn-intern vorgehe, kommt so was ;-)))
Ich hätte große Lust
01.04.2008 20:11:09keine Lust zu haben einfach drauflos zu schreiben. Irgendetwas. Geisterbahnen, die in Buchstabensuppen fallen und magnetisch den Wildgänsen vor meinem Fenster verfallen, bis sie als Wurzelsteppen ortbar wären. An Orten, die ich an der Bar verbrachte, den Dunst verfallener Trockenbiere zugeweint, mit Winzerscheren Zöpfe aus Elfengold in die Gruselkabinette der jüngeren Bandanen repubsika in Teilchenverschleuderer zuschnitt, dort wo das Wedelschmeiß zerglühte in den tomataren Saucen des vorderen Mittelschmähs. Die Strallen meiner Mobilisten infraröteten, hielten mich weiterhin für zuordenbar, jenseits aller Vernunft, im Keller der kosmonautischen Wörterbrüche, in denen einst meines Vaters Elderim den Blehen-Handschuh derfleggte.
Ich hätte große Lust, hätte ich, schreiblustfrei zu sein. Zuordenbar. Der Schar der Wildganskritiker, die über DEN Schrei dieser Saison in blutigen Krämpfen an der Gondel hängen, die uns aus dem Teer der Mrähnen ins Land der umsilberten Blöffel geschwelgte.
(* Ein Versuch das Wort zuordenbar in einem Text unterzubringen, es geht, wenn man sich MÜHE gibt 
)
Zu wem
21.03.2008 20:48:33beten eigentlich Götter?
Eine Herausforderung!
Gebet eines Gottes...hhhmm
Höchste Eisenbahn
12.03.2008 23:20:13ich blogge
mit Hammer und
(wer haut schon auf Stahl
mit Sicheln)
auf das Netz
der Schienen
Keine Angst vor Schwellen!
Rechts stehen Menschen,
international!
Rentner in U-Bahnen
26.02.2008 23:30:04Seit Wochen höre ich nichts mehr über verprügelte Rentner in U-Bahnen oder aggressiven jungen Männern und Kinderbanden, die ins Gefängnis müssen.
Aufwachen, Bildzeitung und anhängige Medien, wir müssen da am Ball bleiben, Flagge zeigen.
Hakt doch mal beim amtierenden hessischen Ministerpräsident nach, ob denn da nix anhängig ist. Es kann doch nicht sein, das urplötzlich nach der Wahl keine Rentner mehr verprügelt werden, oder sind das die Steuerflüchtlinge? Man hört auch aus Bayern nix mehr, ob die all ihr Geld der BayernLB in den Rachen geworfen haben, die Rentner, dass sie keine U-Bahn mehr fahren können?
Seltsam.
Ich weiß, keiner hat mehr Zeit für solche Dinge, seit wieder die Kommunisten gejagt werden müssen. Seufz. Es soll sogar wieder Trotzkisten geben. Respekt!
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