Kategorie: Kurpfalznotizen
09.01.10
Holz an Erde, Erde an Holz
Weil es die Drehscheibe Viernheim bald nicht mehr in dieser Form geben wird, als Erinnerung an einen nicht immer einfachen Menschen und wider die fürchterliche "Berichterstattung" des Viernheimer Tageblatts zu einem Todesfall, wiederhole ich einfach diesen Blogeintrag vom Oktober 2006. Doch, das Leben geht weiter und ich werde wohl auch in dem neuen Timescafé Lyrik schreiben, still in der Ecke. Aber ein wenig Trauer muss sein. Um Werner, nicht die Drehscheibe. RiP.
Manche Projekte sind einfach nicht geeignet, um in der Blogstruktur abgebildet werden zu können. Deshalb swishte ich meinen "lyrischen Report" zu einer Ausstellung von Roland Schmitt und Bernd Gerstner, beide Heddesheimer Künstler, in eine eigene Site. Die Ausstellung wird zur Zeit im Bistro Drehscheibe gezeigt.
Sanfte Bilder mit dominaten bräunlichen Fraben waren mit Holz versetzt, perfekt auf die Innenausstattung der Drehscheibe abgestimmt. Dezent und doch anregend, manchmal sogar irritierend. Das macht das Holz, das noch mit Rinde in den eher ruhigen Untergrund palziert ist. Das sind männliche Bilder, die fast die (weibliche?) Herbstdekoration schlucken, sie verspotten und doch liebevoll umarmen. Irgendetwas stimmte da nicht. Werner, der Wirt bemerkte wohl mein Erstaunen, ich musste gleich loswerden, dass hier wohl die aufregendste Ausstellung hängt, die seine heiligen Hallen je sahen. Und noch bevor er mir eine Einladung zur Ausstellungseröffnung brachte, wusste ich, dass ich die Bilder lyrisch verwursteln wollte,
aber seht selbst im lyrischen Report
08.04.09
Kaffee-Opfer
Weil mir ein ausbaufähiger Plot zum Krimi_ohne_Verbrechen einfiel, gedachte ich seiner in seinem 250. Jahr mit einem CafGa-Fair. Wollte er nicht, trank ich ihn selbst. "Ach, Urlaub? Sie haben einen Brotberuf?", wurde ich gefragt, von der anderen Bankseite. Mannheim B2. Nein, ich sang nicht. Auch nix von Freudenfunken. Sonst kämen noch die Mariechen.

Punk-Ökologe, Open-Dung, Offline-Shop, gemischter Satz!
04.04.09
Literarische Rundradfahrt Mannheim
Nachdem die bildendend Künste bei den Strümpfen im Jungbusch verraucht waren (ich lasse mir nie mehr meine Klamotten zuräuchern, so es geht) und auch noch der Ex-Kunst-Bonze im großen Schwarzen mit Ring am Finger umher schwadronierte, zog ich mich auf meine Kernkompetenzen zurück, so ich denn welche habe und nicht nur bilde.
Nächsten Samstag: mal sehen. Eine schöne Plakat-Sammlung. Politisch, bildnerisch, inhaltlich.
Lit.Plakat

29.03.09
Bald, bald

Viernheim in der Ebene hinten durch die Reben von Schriesheim gesehen. Weiter vorn die glänzenden Folien für das weiße Gold der Ebene. Spargel! Nicht im Bild (weil ausgeschnitten) die beiden Atom-Kraft-Werke Phillipsburg und Biblis, das Groß-Kraftwerk noch ohne Block 9 (der Block, nicht das Blog) Mannheim und die Schlote der BASF (braucht man zum Würzen) ;-). Es geht los, das Fahrradfahren und endlich auch die Recherche!
28.03.09
Wird Gutenbergs Erbe zerstört?
..fragt sich heute auch der Chef-Kultes-Fürst meiner Hauszeitung, des Mannheimer Morgens. Aber ja doch, kann ich da nur antworten.
Aber ja doch. Lieber Herr Dettlinger, ich las ihren Artikel gerade online. Ganz legal. Nein, nicht im Web, sondern als Kunde, im E-Paper das ich abonniert habe. Keine Gutenbergsche Bleistaben haben ihn bis in mein Gehirn katapultiert. Ihr Arbeitgeber hat längst zwei Distributionswege etabliert. Print und Online, ihr Ticker wird sogar via Twitter gegen die Konkurrenz aus Frankfurt und New York positioniert. Ja, ja, die armen Jungs in der Druckerei, wenn das der Gutenberg wüsste.

Übrigens hübsch, das Bildschirm-Bild, na, na, wer schreibt denn da Screenshot. Was kann man da sehen? Adobes Acrobate, sind die übrigens auch bei den Bösen, die machen doch die Software zum Lesen der PDFS für den heiligen Google und den MM auch? Ja und die Mikelsoft-Dinger Wort und Excellent, na ja, hat man halt. Ah, ihr Outlook ist auf Sie eingestellt in der Haas-Gruppe, englische Vesion, nein? Stefan Dettlinger - In. steht da. Aber den Fox haben sie, nicht den IE, interessant, mit Standard-Theme, also ich könnte ihnen da was empfehlen und in der Symbol-Leiste der SWR, ah na, die Konkurrenz vom Ton&Bild, Pons, alle Achtung, nicht Duden? Kein Wunder, dass die aus Mannheim verschwinden und WiKi, natürlich, ach der Brockhaus verschwindet auch nach Berlin, sehr interessanter Artikel, doch! Sie verwenden als Bild-Verarbeitung den iview? Gute Wahl! Selbstgemacht der Screenshot. Selbst gemacht! Die habens drauf beim MM
Ach, Open Media benutzen Sie? Wie ist das denn?
Also, das mit dem Gutenberg hat sich doch in weiten Teilen bereits geregelt, ich verstehe die Aufregung aller Orten nicht so Recht. Klar ist das ein Ding, wenn die Datenkrake nach ALLEM greift, aber dieses Gepiense geht mir auf den Wecker. Als wieder die Politik soll es richten. Hei, die Politik muss gewählt weden. Von Leuten die gerne downloaden. Merkt ihr was?
Lese ich irgendwo etwas Kreatives? Ein Zusammenschluss der Verleger etwa, die eine kostenpflichtige Datenbank für vergriffene Bücher zum downlaodherunterladen anbietet, sehr günstig im Preis, gerne auch für Cent-Beträge die längst archivierte Rezensionen der Kultur-Fürsten dazu?). Nein. Nirgends nicht lese ich sowas, sehe ich sowas. Nur Gepiense und den Ruf nach der Politik und vage Drohungen aus dem Börsenverein und der VG Wort mit den Gerichten, und und und sonst nix.
Ach Leute, das ist doch erst der Anfang, das Netz ist doch schon dabei illegale Raubkopien bereitzustellen. Google ist doch noch harmlos.
Das Erbe Gutenbergs? Wer transponiert es ins Netz? Die Kraken des Web, die Nutzer selbst, denen am Lesen liegt und nicht am Literatur/Buch-Betrieb, oder diejenigen die sich bisher um die Distribution von Texten gegen Bezahlung kümmerten? DAS ist die Frage, nicht ob und wenn und und und, wer macht es zu welchen Bedingungen, wer entwickelt ein Konzept, wie Autoren auch weiterhin Geld mit Text verdienn können, wie die Kultes-Fürsten der Gazetten auch?
Ihr Arbeitgeber hat doch schon Netz-Kompetenz, warum setzt er sie nicht ein, zusammen mit anderen?
Aber doch, schöner Screenshot, sehr informativ. Und der Artikel nebendran: Kommissar und Räuber. Köstlich,ihr versteckter Humor via Layout!
10.03.09
Während man liest

Nochmals aus dem Gemeindeblatt Heddesheim. Schöne Bilder. Diese entspannt-konzentrierten Blicke hat man nicht oft, wenn man liest. Die verschränkten Arme, die Nachdenken regnen. Vor allem, wenn es sich um die beteiligten Künstler handelt. Zweiter von rechts: Bernd Gerstner, der Aussteller, der zur Finisage lud, zum lesen!
Mehr hier!
01.01.09
Der SchillerCode
Oder: Kein Dahlberg da?
(Ein nicht ganz ernstzunehmender Beitrag zum Schillerjahr 2009)
Rauschkauf oder Kaufrausch. Mannheim im Dezember des Herrn 2008. Die Planken und keine Krise in Sicht. Noch, denn dort stand Rosi. So heißt Roswitha seit 1972. Ihr Blick auf mein Notebook und ein Leuchten samt Glitzern kam in die Augen. „Gedichte? Schreiben? Darf ich zusehen?“. Nein, nein, nein, kein Rauschkauf, kein noch ein Secco? „Recherche“, bellte ich scharf „historischer Thriller.“ Wenigstens das Glitzern war weg. „Du? Historischer Thriller? In Mannheim?“ „Glaubst du, ich kann das nicht, hä?“ Das Leuchten war weg, dafür funkelte es.
„Du vielleicht, na ja, aber Mannheim? Jesu Nachkommen im Jungbusch?“ Sie gackerte und funkelte im rechten Auge. Eigentlich wollte ich ja nur nach gebrauchten Akkus für das Notebook suchen in den Quadraten. Jetzt aber war ich gefordert.
„Komm mit!“ Ich zog sie an den Händen, sehr zu ihrem Erstaunen, die Gassen entlang und zerrte sie ins Quadrat B3. „Siehst Du?“ Patina wucherte auf einem Sockel. „Schiller, ja und? Muss ich jetzt glocken?“ Ein Gelächter jagte über den Platz. „Ach so Schillerjahr 2009, mit Schiller-Blog für die schillernde Blogger“. „Fast“, murmelte ich, „fast“.
Eigentlich war das hier nur als Scherz gedacht, sollte halt in ein paar Zeilen gebloggt sein, aber weil es doch 5 DIN A4 Seiten geworden sind gibt es das hier zum downloadherunterladen. Das hat Spass gemacht, die vielen Links, die Entdeckung der books.google.de, fast hätte ich weiter gemacht und ich überlege mir das tatsächlich. Das macht mir sehr viel mehr Freude, als bedeutendes zu schreiben. Also erstmal den Krimi, der geht in die gleiche Richtung und dann vielleicht sowas. Nein, nicht so hahnebüchend. Aber so etwas wie die Story um den Dalberg....vom Kurerzbischof zu Mainz zum Großherzog von Frankfurt, das hätte was.
19.10.08
Spügel im Hämburg
kann mir einer (m/w) sagen warum in aller Welt SpoN ausgerechnet heute einen Speyer-Beitrag vom MAI 2008 auf die Startseite bringt? So einen typischen Spiegeldingsbums? Zum Schluss der human touch. Aber vom Mai? Na ja, sie sind sich halt der Aktualität bewusst...
Und unsa oana? Ma bloggt sisch halt sou dursch.
Und der Kreuzfahrt-Prediger tönt ...
15.10.08
wlan, Wein und nein, keine Weiber.
Ha, das WWW hat geklappt in der Überschrift! Mit Rad und Pack war ich also im Ochsen, in Feudenheim. Ein ausgesprochen hübsche Wirtshaus, gutes Essen, feiner Wein, kein Getue, warme Atmosphäre. Alles wie angekündigt. Nudel mit Steinpilz und dazu ein halbtrockener Riesling aus der Pfalz. "Konn ma dringe", "hod ma esse kenne", was im kurpfälzer Idiom ungefähr 4,5 Sterne bedeutet.

Und wichtig: Es war kein Trinken um des Weines willen, sondern guter Wein (nicht ZU herb und auch nicht süßlich) zu angenehmen Gebabbel, denn wenn Kurpfälzer weinralleyen, dann ist was los!

Von Links: Der bloggende Wirt, der Pälza, der Winzermeister und Ralley-Chef, der Genussblogger und Einlader, der Rest ist bekannt, man beachte die Schlepptopps!. (Danke fürs fotografieren, Fräulein Huesmann!)
Und ich bin stolz auf mich, ja. Ich bin noch vor 20hundert gegangen und werde morgen NICHT mit Schlafentzug kämpfen...
Man liest sich...
28.09.08
Die CDU ist weg
Nein, nicht wirklich, das wäre auch nicht gut, wer weiß was statt dessen käme, nein, nein, aber in Viernheim ist in der ehemaligen Geschäftsstelle ein Künstler eingezogen, ein Künstler, den ich sehr schätze, wie auch seine Werke. Kurt Arnold hat sich da ein Archiv gemietet, gegenüber seinem (mit Partner) Elektrogeschäft und heute gewaltig gefeiert. So was mag ich. Und irgendwie bekommen wir das mit den Nibelungen schon hin, Kurt.
Und dann hatte Ekke auch noch Vernissage in Heddesheim, da geh ich aber erst nächsten Sonntag gucken.

nein, immer noch nichts literarisches hier. Heute mal.

