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So was dämliches
habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Sascha Lobo im Spon:
"Das ist das Problem jeder Subkultur, wenn sie in einem Bereich der Gesellschaft ankommt, der mit Kommerzialisierung und Professionalisierung zu tun hat. Das ist wie bei Punkmusik und Skateboardfahren." Die Rebellion gegen Adical ist nach seiner Ansicht eine Art Wachstumsschmerz der Blogosphäre: "Eine Subkultur auf dem Weg zur Kultur bäumt sich auf."
Das ist so was von hanebüchend dumm, das ich mich dagegen verwahre.
Man lasse sich das auf der Zunge zergehen. Das implementiert, dass Subkultur zur Kultur wird durch Werbung, weiter gesponnen, dass Blogs zur Kultur werden, wenn sie Werbung (zumindest die von Sascha Lobo) enthalten.
Wer käuft jemandem Werbung ab, der so offensichtlich keine Ahnung von Kultur hat und meiner Meinung nach auch keinen Plan hat von Werbung?
Ich habe nichts grundsätzliches gegen Refinanzierung von Blogs durch Werbung, auch wenn ICH das hier nicht will, aber es gäbe und gibt vielleicht Situationen, wo man darüber nachdenkt.
Aber was zum Teufel hat das mit einer ENTWICKLUNG zur Kultur zu tun?
Hört ihr das Rauschen? Das sind die toten Kulturis, die sich in ihren Gräbern drehen.
Im übrigen: Sascha Lobo hat KEIN eigenes Blog. Was wohl auch besser ist, nach solchen Sprüchen. Was reg ich mich auf? Der Typ ist es nicht wert. Ich wollte nur meinen Lesern hier mitteilen, dass ich mit solch blödem Gebrabbel nix zu tun habe.
22 Kommentare
Worüber regst du dich eigentlich auf?
Da steht übrigens nicht, dass Werbung eine Subkultur zur Kultur macht, sondern dass auf diesem Weg Kommerzialisierung und Professionalisierung eine wichtige Rolle spielen.
Und ich pfeif dem Holgi da letztens bei Trackback noch, dass sich für mich Kunst respektive Kultur und Kommerz ausschliessen. Kein Wunder, dass Deutschland nicht mehr das Land der Dichter und Denker, sondern der Richter und Lenker ist. Meine Fresse, wie kann man nur in Verbindung mit Kultur von Kommerz faseln. Das ist peinlich bis widerlich...
Das ist das Problem jeder Subkultur, wenn sie in einem Bereich der Gesellschaft ankommt, der mit Kommerzialisierung und Professionalisierung zu tun hat.Subkulturen bäumen sich oft auf, wenn es um Kommerzialisierung geht. Was ein Bereich der Gesellschaft ist. Über diesen kann man debattieren, na klar, aber wozu die Aufregung? Aus der Zeile zu lesen, dass behauptet worden wäre, erst Werbung würde eine Subkultur zur Kultur machen, ist, gelinde gesagt, eine sehr freie Interpretation.
Ich kenne den Lobo nicht, doch alles, was nich bisher von ihm gelesen habe, lässt mich erschaudern. Aber gut, *das* würde jetzt zu weit gehen. Da würden wir den Pfad der inhaltlichen Diskussion endgültig verlassen.
Weißt, ich reagiere nur, tippsel meine Meinung, ob nun adical oder aktuell die SPD, ich mache das, was mir Spaß macht, ich schreibe das, was ich denke - Du denkst schon wieder über Kommunikationsverweigerung nach.
Merkst was? ;-)
Der Begriff "Kommunikationsverweigerung" war ein Zitat und daher als solches gekennzeichnet. Aber was soll's.
Viel Spaß noch.
Man kann aber auch akzeptieren, dass es hier doch nicht um Gemeinwohl oder Fortschritt für die Gesellschaft geht, sondern schlicht darum, paar mehr Brötchen beim Bäcker kaufen zu können.
Johnny, wunder dich einfach nicht, wenn solche Aussagen wie die vom Lobo so schief interpretiert werden, denn diese Argumentation ist nunmal schräg. Oder wird als schräg empfunden. Und da ist es auch nicht die Aufgabe des Rezipienten, sich zusammenzureimen, was der Sender damit gemeint haben könnte, sondern Aufgabe des Sprechers klare und deutlich verständliche Worte zu finden. Das Kind beim Namen nenne, den Kritikern ruhig auch sagen, dass man ihre Kritik zwar ernst nimmt, aber durchaus eine andere Meinung vertritt, aber nicht so drumrum schwallen. Das tut nicht not in meinen Augen.
@Jonny: Die Idee, dass sich eine Subkultur zur Kultur entwickeln würde steht sehr wohl da. Ok. Auf dem Weg dorthin. Und das impliziert sehr wohl eine Wertigkeit. Von - nach,und diese Wertigkeit wird an Kommerzialisierung festgemacht. Zumindest im Kommentar hier abgeschwächt irgendeine Beihilfe dazu. Und dieses Kommerzialisierung wird durch Einbindung von Werbung getätigt. Darum ging es doch in dem SpoN Artikel. Und das ist mit Verlaub Schwachsinn. Überheblichkeit, such es Dir aus.
DAS ist mein Kritikpunkt. Das dämliche Zitat von Lobo, diese unglaubliche Überheblichkeit, die da hervorlugt und sehr wohl mitschwingt.
Ich will jetzt keinen Diskurs über Kultur hier beginnen. Aber ihr meint wohl irgendetwas von Nischen und dem Mainstream in dem ihr ankommen wollt und mitverdienen am großen Kuchen. Das hat mit Subkultur und Kultur zunächst gar nix zu tun. Und dieses Aufbäumen spricht davon, dass ihr jemanden wo hin ziehen wollt, wohin er nicht will, sonst könnte er sich nicht aufbäumen.
Sorry, aber ich habe diesen Schwachsinn von der Kultur nicht geschrieben. Ich habe doch gar nichts dagegen, wenn ihr Werbung auf Euren Blogs wollt und diese selbst vermarktet. Aber kommt mir nicht mit der Kulturmasche, die steht euch nicht. Jonny, dein Kumpel schwätzt einfach zuviel herum. Überhöht ganz einfaches Marketing zur Kultursache, gar zur Kulturentwicklung (doch das steht da) und du wunderst Dich? Haltet doch einfach den Ball flacher. Und hört auf von Kultur und Subkultur zu schwafeln und dabei das Wort Blogsphäre in den Mund zu nehmen. Verstehst Du? Das ganze liest sich durch das Wort Blogsphäre (unabgegrenzt, allummfassend)eben so: Wir, die Vorreiter der Blog-Kommerzialisierung (die ihr nicht seid) ziehen Euch durch Werbung von der Subkultur zur Kultur. Euch alle. Das ist der Knackpunkt. Euch alle, die Blogsphäre ziehen wir.
hier geht es um Kultur
Um nichts anderes gehts mir, aber für mich ist Kultur vielleicht ein bisschen weniger als die Gesamtheit der Gesellschaft. Und nicht alles, was mich umtreibt, kulturell.
Ich schrieb: er hat kein eigenes Blog. Means: Kein eigenes Blog mit eigenen Geschichten als Referenz für die Kundschaft, meinte ich so... und die Brüder schwadronierten auch nicht umher und erzählten, die eingebaute Schleichwerbung in ihren Filmen würden den Film von der Subkultur zur Kultur führen. Schmarrn, würde da die Szene schnurren. Schmarrn. Dabei steht es doch fest, dass es eine Weblog-Kultur gibt. Ich schrieb darüber. Echt! Längst im Literaturbetrieb angekommen. Echt. Qua einer Co-Bloggerin des Herrn Lobo. Übrigens mit vollem Recht. Schrieb ich. Und das hat alles nix mit Werbung zu tun und ihre Schreibe war auch vor der Metamorphose durch Herrn Lobo keine Subkultur. Kann man lesen hier. Heidelberger Literaturtage - mit einer Bloglesung!
Und ich schrieb nix von einem fake account, sondern da steht mail-fake. Damit bezeichne ICH domains, die nur zum Behufe des mailens (oder so) zu existieren scheinen. Ist vielleicht nicht ganz die politisch korrekte Bezeichnung, aber das ist halt nur meine. Hat Sir Paul das beansprucht? Echt? Sir Paul, gell.
Mir ging es in diesem speziellen Fall auch um Werbekunden. Da heißt es: sprechen sie mit Bloggern. Und wenn ich als Werber dann fragte: Ja wo ist denn ihr Blog, in dem solche Werbung abgebildet ist und dann gibt es da keines. Dann würde ich auf Werbeschaltung verzichten. Ich halt, falls ich etwas zu verwerben hätte.


