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Schiller, Bier und Räuber

Es regnete für 5 Minuten nicht wirklich, als ich ausstieg am Wasserturm in Mannheim, aber dann wieder die Augustaanlage hinab bis zum Kunstverein.

Die Räuber lasen „Schillerissimo“.

In einem stilisiertem Kochstudio versuchten die heutigen Räuber eine Annäherung an den Autor des Stückes, das sie im Namen tragen. Sie versuchten es szenisch und in einer fernsehgerechten Dramaturgie. Vielleicht hätten sie das Schauspielern besser etwas eingeschränkt zugunsten ihrer Texte. Jo, eigentlich hätte ich mir etwas mehr Distanz gewünscht zum Genie, noch mehr Distanz, aber es war eben eine liebevolle Annäherung, auch sprachlich. Tja so ganz konnte doch noch niemand der Majestät des Klassikers entkommen. Die Distanz geschah eigentlich nonverbal, der Lorbeerkranz wurde beständig gekocht und jedem neuen Räuber auf die Stirn gedrückt, meist schief, damit ja nicht der Verdacht aufkäme es mit dem Meister sprachlich aufnehmen zu wollen. (All die vielen Lyriker der Räuber waren lyrisch stumm, keiner wollte wohl mit dem Meister konkurrieren
)Gut war die Sache wirklich, wenn Schiller mehr dazu diente Produktionsformen der videoalen Gegenwart zu karikieren, Silke Heimes hat wohl ein Händchen dafür und natürlich Adolf Kutschker, der die Glocke durchrührte, bis sie in jeden Topf passte.

Ansonsten bekam Dahlberg, der böse Intendant sein Fett ab, wie Iffland als Salieri Mannheims ;-). Einsame Spitze aber Hans Ludwig Herder als Goethe. Handy 'raus und geflötet. „Goethe, Johann Wolfgang von, Autor der Leiden des jungen Werther“. Und nächstes Mal will er noch härter agieren und anzeigen, dass der Literaturbetrieb sich eigentlich nicht groß verändert hat. ![]()
Margot Dreier wünsche ich noch mehr solcher Ideen, damit die Autoren der Räuber Kulminationspunkte finden „GEMEINSAM“ zu schreiben und aufzutreten. Roswitha wird dann auch weiterhin Schillerbier organisieren.
Ihr seid auf dem richtigen Weg ihr Räuber.
Ach ja, die Glosse von Christiane Daubermann über die Waden vom Schiller waren ein guter Abschluss. Nur hatte ich Angst DER könnte aus dem Rahmen fallen.
Dieses Bild sahen die Autoren nämlich beim Lesen:

Ein Gemälde von ERRÓ, dem widmet man da gerade eine Retro,


