| « Vor zehn Jahren am 11.9.2001 erschien | Sommerherzen tropfen » |
Ich tauche zur Tauche
Tauchen. Nichts als tauchen. Ich weiß nicht wohin. Ich weiß nicht in was. Tauchen, nur tauchen, eindringen, umweben, um Woben. Dort wo niemand ja sagt ohne das Nein zu niedrigen, dort wo sich Grenzen besaufen, auf Schlagbäumen rutschen. Tauchen im Jemandsland, unter dem Goldrand der Sammeltassen, durch die Löcher der Rettichreiben, dort wo die Käseigel die strammen Maxe vögeln, tauchen nur tauchen, in einem Meer aus gebrauchtem Gras, durch die Löcher aus Schall, den die Starfighter brüllen. Tauchen, nur tauchen. Ihr habt mir längst den Atem genommen, aber ich tauche, tauche, was brauch ich Luft. Ich verschenke meine Lunge an die guten Zwecken, die euch amen und tauche. Ich tauche durch die Fürze der Gerechtigkeit, die aus den Gerichtssälen entkamen, atemlos lästernd, ich tauche durch das Meer der Bytes, die sich in Kupferkabeln reiben, durch Glasfasern satelitten. Tauchen nichts als tauchen und morgen, wenn das Früh mich stückt, träumen, vom Tauchen. Tagtagtag träumen vom Tauchen, nichts als tauchen, durch Wolkenhainissen, unter den Stahlen. Keine Esse ruft. Ich tauche.
Agnostikergebet #17


