Archiv für: September 2011
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Märkte platzen Plegostahl
25.09.2011 19:51:43Meine Ruhe füttert den Tag mit Seidensamt aus lauwarmer Wut gebrochen nicht berührt. Was wollen wir noch brüllen, pfeifen beweinen? Meine Launen fliegen zum Mond, tanzen in den Ringen des Saturn. Die Downloads der kleinen Zebrastreifen singen Zipp-Off über frisch gezupfte Trommelfelle. Sambasterne fallen aus den Fronleichnamshimmeln, Feuerfüchse fahnen im Favoritenwind. Ich plage Geisterkannen durch Kaffee. Liebeleien rumoren in den Aschenbechern zwischen den Schimmelrappen aus Plegostahl,Küsse rennen über 110 Hürden. Meine Lippen rauchen frisch gezapfte Luft. Ein Hauch zieht Tabak aus den abgeernteten Feldern. Scheunen lichtern Lohe aus Dramabärten. Märkte fegen Eurohülsen, die Spatzen hinterließen, falken Tauben über den Kellern der Schankkirchen. Künste kichern Techtelmechtel. Tusnelda lächelt Schwerterlose zu Armin dem Chatrusska. Kleinlichter spenden Taler, schokoladen im Portmein. Über allem wackelt Pudding im Bistro der letzten Traanszendez. Flugzeuge brechen Schall, das Licht strahlt Meilen schneller. Relativitäen brechen aus über den Transveganern im Open Access Land. Ure heben schwer. Ein Kind kreuzt Ringel-Lottstrahlen. Mein Ich fliegt über Spinnenhängematten. Zehn Millimeter über Grund. Ein Spiel bittert Ernst aus Linsendosen des Gerichts. Vorhänge ziehen Nacht über das Blau. Schwarz schreibt das Weiss deiner Augen in mein Gemüt. Lich ist das Nichts. Glaube dealt Methusalem.
Lei?
18.09.2011 22:45:45
Weichbäume aus Ungeflecht kichern unter Eisbergsonnen, donnern lieben, sich, saugen Tränen aus den Augen der Klageweiber, die ihre Tangos zelebrieren durch die Fehlung ihrer Nachbarn. Ich übe das Spucken in den Fluss der Zeit, die weiter flattert, auch wenn mein Ich mich tötet. Krümel aus Weisheit gebrochen, ungeküsst, flattern im Wind der Solarklimatoren. Die Truppen der Ameisenkaiser schreddern die Fähnlein der Papstwölfe. Eine Hartzlibelle putzt den Wind mit 30 Silberlingen. Ich verachte die Vorfahrt, rechtsabbiegend. Perlen prangern ihre Muscheln, die sie einst meerten. Über dem Schaum der Schläger gieren Tropfen aus Honigneutronen. Ich fliege Pflüge über furchlose Fugen. Mein Schrei aus ungeheuerten Dramen schläft mit meiner Scheu, zeugt schaumgegorene Schwellen. Mein Hauch kreischt scharfe Leise. Ich liebe, liebe. Lei? Lei?
Suntne Angeli?
13.09.2011 18:28:49
Bianca Garde plant ein eBook. Bianca ist regelmäßigen Besuchern dieses Blogs als Veranstalterin des Adventspodcast bekannt. Sie veranstaltet jetzt eine Blogparade über den Arbeitsplatz der Zukunft für Wissensarbeiter. Hatte ich gelesen, bin ich nicht, abgehakt, bis Bianca den Link zu Uwe's Blogpost twitterte und ich erschrak. Zutiefst. Ich las (Zitat) "Damit wird es meinem Arbeitgeber möglich, zu atmen". Und ich schluckte. Und dann wurde ich von Bianca und Uwe auf Twitter aufgefordert doch etwas zu schreiben und also beschloss ich zu paradieren.
Vor fast einem Jahr postete ich dieses Gedicht
Atme Fabrik, atme,
atme mich ein
atme mich aus
aus aus aus
und noch mal
ein ein ein
was gibt es
mehr als dein
Fabrikchen zu
sein HERR!
freudenberg
Ein lyrischer Kommentar zur Zumutung einer totalen, nicht selbst verantwortlichten Verfügbarkeit.
Sag nicht human zu Resources!
(Der Einfachheit halber noch einmal hier eingestellt)
Einer der wenigen Male, da ich meinen Job ins Blog brachte. Die Sache ist auch noch nicht ausgestanden, das mit der atmenden Fabrik, vielleicht ist es die Zukunft, ich befürchte es sogar. Ich bin Schichtarbeiter in der Produktion, mit dem Blick zur doch schon nahen Rente, es wird einem vieles egal, es trifft nur noch für ein paar Jährchen zu, wenn überhaupt. Und doch. Das regte mich auf.
Und da gibt es Menschen, gewiss symphatische, die Solches freiwillig tun wollen, sich möglichereise in die Spirale der Selbstausbeutung bewegen wollen, ohne Tarifverträge, ohne einen Hauch von Solidarität gemeinsam Handelnder? Der totale Verzicht auf irgendwelche organisierte Kollegialität? Alles alleine aushandeln, ohne zu bedenken vielleicht über den Tisch gezogen zu werden? Für mich läuft das alles auf eine negative Versteigerung hinaus, wie sie in den frühkapitalistischen englischen Bergwerken üblich war. Der Patron versteigerte die Berechtigung zur Arbeit im Schacht, Flöz für Flöz an konkurrierende Steigergruppen, die sich unterbieten mussten, damit das Unternehmen atmen konnte. Nein, so schlimm will das niemand mehr, ich weiß, obwohl wenn man so manche US-republikanische Stimmen hört......
Ich denke es wird einige Kämpfe geben,
Ich tauche zur Tauche
07.09.2011 23:58:14Tauchen. Nichts als tauchen. Ich weiß nicht wohin. Ich weiß nicht in was. Tauchen, nur tauchen, eindringen, umweben, um Woben. Dort wo niemand ja sagt ohne das Nein zu niedrigen, dort wo sich Grenzen besaufen, auf Schlagbäumen rutschen. Tauchen im Jemandsland, unter dem Goldrand der Sammeltassen, durch die Löcher der Rettichreiben, dort wo die Käseigel die strammen Maxe vögeln, tauchen nur tauchen, in einem Meer aus gebrauchtem Gras, durch die Löcher aus Schall, den die Starfighter brüllen. Tauchen, nur tauchen. Ihr habt mir längst den Atem genommen, aber ich tauche, tauche, was brauch ich Luft. Ich verschenke meine Lunge an die guten Zwecken, die euch amen und tauche. Ich tauche durch die Fürze der Gerechtigkeit, die aus den Gerichtssälen entkamen, atemlos lästernd, ich tauche durch das Meer der Bytes, die sich in Kupferkabeln reiben, durch Glasfasern satelitten. Tauchen nichts als tauchen und morgen, wenn das Früh mich stückt, träumen, vom Tauchen. Tagtagtag träumen vom Tauchen, nichts als tauchen, durch Wolkenhainissen, unter den Stahlen. Keine Esse ruft. Ich tauche.
Agnostikergebet #17
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