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Auch eine Elfe muss mal Pipi
"Auch eine Elfe muss mal Pipi", sprach Gerdlinde unbedacht, als die Eflenfee Pusta Bluma auftauchte. "Dann mach mal", sagte sie. Vor Erstaunen musste Gerdlinde urplötzlich nicht mehr. Die große aufgeklärt-abgeklärte-emanzipierte Frau, die schon 1975 für die Abtreibung demonstrierte, saß einer Elfle gegnüber, auch noch einer Fee. "Du kannst schon mal", sagte sie. "Danke", nickte die Elfe, und ging. Frau hörte das Wasser der Spülung rauschen und die Elfe streckte ihren Kopf zur Tür heraus. "Hast Du mal 'ne Binde?", fragte sie. Gerdlinde konnte nur noch nicken und den Beutel zur Tür durch reichen. Jetzt menstruierte sie sogar mit einer Elfe, es wurde immer chaotischer. Die Elfe kam aus dem Bad, ging zum Schrank und genehmigte sich einen Grappa. "Das hab ich jetzt gebraucht", ginste sie. "Meinen 3-Wünsche-Sack hab' ich in der Tosacna vergessen, den Goldstaub diesem Jüngling hinter Verona geschenkt und den Feenstab in einem Restaurant in Basel stehen lassen, wenn meine Chefin das erfährt, ist für die nächsten 4 Wochen Schluss mit 'rumelfen, dann steht Goldstaub waschen auf dem Programm." Sie winkte , sprach : "Danke, nächstesmal komm ich mit "3-Wünsche-Sack wieder", und verschwand durch den Monitor des Rechners.
Gerdlinde kippte auch einen Grappa, und schrieb erstmal eine Exposè zum Thema : "Die Normalität des Jenseitigen in der Ideenskala von Bloch". Es wollte aber nicht so recht flutschen, sie dachte mehr an Jünglinge in Verona, Basler Restaurants und was sie sich wünschen könnte. "Auch eine Elfe muss mal Pipi", sprach sie , wartete ängstlich ein paar Minuten und ging dann aufseufzend zum Bad.


